Wolfgang Menger

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Wolfgang Menger nach einer Tonstudie von Johann Brunner im Sommer 2006

Wolfgang Menger (* 19. Juli 1919 in Steglitz; † 11. September 2006 auf Norderney) war Arzt, Autor, Ärztlicher Leiter des Kinderkrankenhauses Seehospiz sowie des Asthma- und Allergiezentrums „Insel-Internat Kinderheil“ auf der Ostfriesischen Insel Norderney. Er lebte und wirkte überwiegend dort.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Medizin in Berlin, Danzig, Wien und dem Staatsexamen in Berlin 1944 erfolgte die Promotion in Danzig 1944. Anschließend arbeitete Menger als Assistenzarzt in Bremen und an der Universitäts-Kinderklinik Mainz.

Seine Approbation bekam er 1946 in Bremen. Bis zu seiner Anerkennung als Facharzt für Kinderheilkunde im Jahre 1951 arbeitete er als Assistenzarzt in der Kinderklinik Bremen. Danach arbeitete bis 1957 Menger als wissenschaftlicher Assistent an der Universitäts-Kinderklinik in Mainz. Im selben Jahr trat er am 1. Mai als Chefarzt des Kinderkrankenhauses Seehospiz auf Norderney an. Nach der Habilitation („Häufigkeit und Art meteorotroper Erscheinungen im Kindesalter“) im Jahr 1957 lehrte er als Privatdozent und ab 1964 als Professor an der Johann Gutenberg-Universität in Mainz.[1][2] Seine Dissertation behandelte die Bedeutung des Wetters auf den menschlichen Organismus. Seitdem erforschte Menger beim Balneologischen Institut der Universität München und beim Deutschen Bäderverband systematisch die Einflüsse von Wetter und Klima auf Gesunde und Kranke. Bis zum 1. Oktober 1983 war er Chefarzt und ärztlicher Direktor des 1882 durch Friedrich Wilhelm Beneke gegründeten Kinderkrankenhauses Seehospiz „Kaiserin Friedrich“ im Nordseeheilbad Norderney und Arzt der Rehabilitationseinrichtung für asthmakranke und allergische Jungen und Mädchen im Insel-Internat „Kinderheil“. In dieser Zeit war er der Vorsitzende der auf Norderney gegründeten Forschungsgemeinschaft für Meeresheilkunde.

Seine Arbeitsgebiete waren die Klimatherapie, Physikalische Therapie, Asthma und Neurodermitis.

Menger war Mitglied des Deutschen Bäderverbandes, Vorstand und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für physikalische Medizin und Rehabilitation und später Ehrenvorsitzender der Forschungsgemeinschaft für Meeresheilkunde.

Am 19. September 2006 wurde er auf dem Norderneyer Inselfriedhof beigesetzt. Kurz vorher, im Sommer 2006, konnte der Bildhauer Johann Brunner aus dem oberbayrischen Surberg ein Tonporträt von Prof. Menger anfertigen. Die Bronzebüste wurde im Jahr 2007 zu Ehren Mengers im Foyer des Thalassozentrums bade:haus Norderney aufgestellt. Stifter war der Radiologe Bernd Steinhardt aus Montabaur, der bei Menger studiert hat und ihn zu den Porträtsitzungen überreden konnte. Die Inschrift auf der Stele lautet Prof. Dr. Wolfgang Menger – 1919–2006.

Auszeichnungen/Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Menger: Unser Kind ist allergisch. Ein umfassender Ratgeber für Eltern mit allergischen Kindern. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind. Ravensburger Buchverlag, Otto Maier GmbH, 1989, ISBN 3-473-42715-2.
  • Wolfgang Menger: Klimatherapie an Nord- und Ostsee. Gustav Fischer, Jena 1997, ISBN 3-437-31120-4.

Einzelnachweise und Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heilende Kräfte der Natur. Aus der Arbeit zweier auf Norderney wirkender Ärzte. In: Norderney Badekurier. Eigenverlag, Norderney 1964, S. 6.
  2. Sein Leben der Meeresheilkunde verschrieben. In: Norderney Weihnachts-Badekurier. Eigenverlag, Norderney 1979, S. 12–16.