Wolfgang Zuckschwerdt

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Wolfgang Zuckschwerdt Judo
Wolfgang portraet.jpg

Wolfgang Zuckschwerdt

Nation Deutschland
Geburtstag 5. Mai 1949
Geburtsort Brandenburg an der HavelDeutschland
Gewicht 155 kg
Beruf Polizeioberkommissar
Karriere
Graduierung

7. Dan - Nanadan Judo red white belt.svg

Verein PSG Dynamo Brandenburg
Status zurückgetreten
Karriereende 1978

Wolfgang Zuckschwerdt (* 5. Mai 1949 in Brandenburg an der Havel) ist ein deutscher Judoka, Sumōtrainer und Sportfunktionär. Er ist Polizeioberkommissar.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 15 Jahren kam Zuckschwerdt zum Judo. In dieser Sportart erlangte er gemeinsam mit seinem Bruder Detlev schnell Meister- oder Dan-Grade und vertrat die DDR bald erfolgreich bei internationalen Turnieren. Als Judoka des SC Dynamo Hoppegarten trainierte er bei Gert Schneider und errang von 1969 bis 1977 insgesamt sieben DDR-Meistertitel. Danach war Zuckschwerdt als Judo-Trainer beim SC Dynamo Hoppegarten und später auch bei der PSG Dynamo Brandenburg Mitte aktiv.

Wolfgang Zuckschwerdt ist Träger des 7. Dan (Nanadan) im Judo und des 5. Dan (Godan) im Sumō. Er ist Geschäftsführer des Deutschen Sumō-Bundes, dem bei der European Federation Sumō akkreditierten deutschen Sumō-Verband.

Wolfgang Zuckschwerdt lebt im brandenburgischen Schenkenberg (Gemeinde Groß Kreutz (Havel)) und ist seit 2006 mit Sandra Köppen-Zuckschwerdt (* 1975) verheiratet. Sie sind Eltern der Tochter Marie-Luis (* 2005).

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Erfolge konnte Zuckschwerdt als aktiver Judoka des Deutschen Judo-Verbandes bei internationalen Turnieren für die DDR erzielen. Jeweils dritte Plätze belegte er bei den Judo-Weltmeisterschaften 1973 und den Judo-Europameisterschaften 1973 in Madrid, 1974 in London und bei den Judoeuropameisterschaften der Männer 1977 in Ludwigshafen am Rhein. Die Bronzemedaillen erkämpfte Zuckschwerdt ausschließlich in der Offenen Klasse, ebenso wie seine Silbermedaille bei den Judo-Europameisterschaften der Männer 1975 in Lyon.

Zuckschwerdt zählte zum Olympiakader der DDR. Jedoch verpasste er die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1972 in München aufgrund einer Knieverletzung. Auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1976 in Montreal war nicht möglich, weil er knapp einen Medaillenrang bei einer vorher angesetzten Europameisterschaft und damit die Qualifikation verfehlte. Da er 1978 aus dem aktiven Sport ausschied, entfiel die Nominierung für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau.

Tätigkeiten nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 half Zuckschwerdt an maßgeblicher Stelle, die Judo-Sportstrukturen der DDR in Brandenburg in jene der Bundesrepublik zu überführen. So bekleidete der Mitbegründer des Brandenburgischen Judo-Verbandes in dessen Vorstand bis zum 15. Januar 2006 die Position eines Vizepräsidenten und Referenten für Frauen im Judo. Für sein Engagement wurde er nach dem Ausscheiden aus der Vorstandstätigkeit mit der Verdienstnadel des Landessportbundes Brandenburg in Bronze ausgezeichnet.

Derzeit fungiert Zuckschwerdt nicht nur als Geschäftsführer des Deutschen Sumo-Bundes, sondern auch als Geschäftsführer des Brandenburgischen SUMO-Verbandes im Landessportbund Brandenburg.

Gegenwärtig trainiert Zuckschwerdt in der Brandenburger PSG Dynamo-Mitte, Abteilung PKJL, Kinder, Jugendliche und erwachsene Judoka und Sumotori und organisiert Turniere von regionalen bis zu internationalen Wettkämpfen, so die für den Oktober 2016 an Brandenburg an der Havel vergebene Kadetten-Europameisterschaft im Sumō.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]