Yanagita Kunio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yanagita Kunio

Yanagita Kunio (jap. 柳田 國男; wirklicher Name: Matsuoka Kunio, * 31. Juli 1875 in Tsujikawa; † 8. August 1962) war ein japanischer Volkskundler und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matsuoka wurde als sechstes von acht Kindern des Arztes und Lehrers Matsuoka Misao geboren. Er kam 1890 nach Tokio und studierte von 1897 bis 1900 an der Rechtswissenschaftlichen Abteilung für Staatswissenschaften der Universität Tokio Agrarwissenschaft bei Matsuzaki Kuranosuke. Danach wurde er Mitarbeiter im Landwirtschaftsministerium. Im Alter von 27 Jahren wurde er von dem Richter am Obersten Gericht Yanagita Naohira adoptiert und nahm den Namen Yanagita Kunio an. 1914 wurde er Generalsekretär des Oberhauses des japanischen Reichstags. Nach fünf Jahren gab er die Stelle auf und wurde Mitarbeiter der Zeitung Asahi Shinbun. 1921 erhielt er ein Mandat für den Völkerbund und reiste im Auftrag des Außenministeriums nach Genf. Nach seiner Rückkehr war er bis 1930 beratender Redakteur von Asahi Shinbun, daneben hielt er volkskundliche Vorlesungen an der Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Keiō-Universität. Danach widmete er sich bis zu seinem Tod, beeinflusst von der europäischen Ethnologie, der Volkskunde. Nach lyrischen Werken in seiner Jugend veröffentlichte Yanagita zahlreiche volkskundliche Schriften. Er gilt als „Vater der japanischen Volkskunde“.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Yanagita der Familienname, Kunio der Vorname.