Zivil-Verdienstkreuz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone am roten Band
Dreiecksband der Tapferkeitsmedaille mit Schwertern

Das Zivil-Verdienstkreuz wurde am 16. Februar 1850[1] durch Kaiser Franz Joseph I. gestiftet und „zur Belohnung treuer und tätig bewährter Anhängigkeit an Kaiser und Vaterland, vieljähriger, anerkannt erprießlicher Verwendung im öffentlichen Dienst oder sonstiger um das allgemein Beste erworbener Verdienste“ verliehen.

Klasse[Bearbeiten]

Die Stiftung erfolgte in vier Klassen und wurde am 1. April 1916[2] durch Kaiser Karl I. für die Dauer des Krieges um das Eiserne Verdienstkreuz mit und ohne Krone erweitert. Letztere Klasse war ausschließlich für Mannschaften vorgesehen.

  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Goldenes Verdienstkreuz
  • Silbernes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Silbernes Verdienstkreuz
  • Eisernes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Eisernes Verdienstkreuz

Ordensdekoration[Bearbeiten]

Das Ordenszeichen ist ein Kreuz mit nach außen sich verbreiternden rot emaillierten Kreuzarmen und abgerundeten Enden. Auf der Vorderseite sind auf einem weißen emaillierten Schild die Initialen Kaiser Franz Josephs – F J –, kreisförmig darum der Wahlspruch VIRIBUS UNITIS. In der Mitte der Rückseite steht die Jahreszahl der Stiftung 1849. Im Gegensatz zum Goldenen und Silbernen Verdienstkreuz sind die beiden Varianten aus Eisen ohne Email.

Trageweise[Bearbeiten]

Getragen wurde das Verdienstkreuz an der linken Brust am roten Dreiecksband des Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens, dem es auch, abgesehen vom Doppeladler hinter dem Kreuz, stark ähnelte.

Personen, welchen die Auszeichnung im Krieg verliehen wurde, hatten die Dekoration gemäß Verfügung vom 20. September 1914 am Band der Tapferkeitsmedaille zu tragen.

Als Zeichen für Tapferkeit vor dem Feind wurde am 13. Dezember 1916 von Karl I. die Schwerter zum Verdienstkreuz eingeführt.

Bekannte Träger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Stolzer und Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz, ISBN 3-201-01649-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Stolzer und Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01649-7, S.294
  2. Johann Stolzer und Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01649-7, S.296