Zivil-Verdienstkreuz

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Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone am roten Band
Dreiecksband der Tapferkeitsmedaille
Dreiecksband der Tapferkeitsmedaille mit Schwertern

Das Zivil-Verdienstkreuz wurde am 16. Februar 1850[1] durch Kaiser Franz Joseph I. gestiftet und „zur Belohnung treuer und tätig bewährter Anhängigkeit an Kaiser und Vaterland, vieljähriger, anerkannt erprießlicher Verwendung im öffentlichen Dienst oder sonstiger um das allgemein Beste erworbener Verdienste“ verliehen.

Ordensklassen[Bearbeiten]

Die Stiftung erfolgte in vier Klassen. Während der Regierungszeit Kaiser Karls I. wurde die Auszeichnung am 1. April 1916[2] für die Dauer des Krieges um das Eiserne Verdienstkreuz mit und ohne Krone erweitert. Letztere Klasse war ausschließlich für Mannschaften vorgesehen. Als Zeichen für Tapferkeit vor dem Feind wurden am 13. Dezember 1916 durch Karl I. die Schwerter zum Verdienstkreuz eingeführt.

  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Goldenes Verdienstkreuz
  • Silbernes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Silbernes Verdienstkreuz
  • Eisernes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Eisernes Verdienstkreuz

Ordenszeichen[Bearbeiten]

Das Ordenszeichen ist ein Kreuz mit nach außen sich verbreiternden rot emaillierten Kreuzarmen und abgerundeten Enden. Auf der Vorderseite sind auf einem weißen emaillierten Schild die Initialen Kaiser Franz Josephs – F J –, kreisförmig darum der Wahlspruch VIRIBUS UNITIS. In der Mitte der Rückseite steht die Jahreszahl der Stiftung 1849. Im Gegensatz zum Goldenen und Silbernen Verdienstkreuz sind die beiden Varianten aus Eisen ohne Email. Die Krone gab es in mit rotem Email gefütterter und ungefütterter Form.

Ordensband[Bearbeiten]

Getragen wurde die Auszeichnung an einem hochroten Band auf der linken Brustseite. Dieses Band entspricht dem des Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens, dem es auch sonst - abgesehen vom Doppeladler hinter dem Kreuz - stark ähnelt.

Personen, welchen das Zivil-Verdienstkreuz im Krieg verliehen wurde, hatten die Dekoration gemäß Verfügung vom 20. September 1914 am ponceaurot-weiß gestreiften Band der Tapferkeitsmedaille zu tragen. Das Band der Tapferkeitsmedaille wurde daneben auch für die Militär-Verdienstmedaille („Signum Laudis“) und das Militärverdienstkreuz verwendet; ebenso für die verschiedenen Stufen des Franz-Joseph-Ordens, sofern er für Leistungen im Krieg verliehen wurde.

Bekannte Träger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Stolzer, Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1996. ISBN 3-201-01649-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Stolzer, Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1996. ISBN 3-201-01649-7. S. 294.
  2. Johann Stolzer, Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1996. ISBN 3-201-01649-7. S. 296.