Zizishausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zizishausen
Wappen von Zizishausen vor der Eingemeindung
Koordinaten: 48° 38′ 29″ N, 9° 20′ 54″ O
Höhe: 269 m ü. NN
Fläche: 2,44 km²
Einwohner: 3222 (30. Jun. 2012)
Bevölkerungsdichte: 1.320 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 72622
Vorwahl: 07022
Karte
Lage von Zizishausen in Nürtingen

Zizishausen ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Nürtingen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zizishausen liegt links und rechts des Neckars und grenzt nördlich direkt an die Kernstadt von Nürtingen an.

Nachbarorte von Zizishausen sind im Norden Unterensingen, im Nordosten Oberboihingen, im Süden Nürtingen im Südwesten und Westen der Stadtteil Nürtingen-Oberensingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zizishausen 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Auf der Gemarkung des Ortes wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht.

Von einer ortsadeligen Burg sind noch Graben und Wall zu erkennen. Zizishausen wird 1296 erstmals urkundlich erwähnt. Die Edlen Straif und Ernst zu Winberg von Metzingen überlassen mit dieser Urkunde alle Besitzungen in Zutzishusen dem Kloster Salem.

Die hohe Obrigkeit fiel mit dem Uracher Anteil Nürtingens im Verlauf des 14. Jahrhunderts an die Grafschaft Württemberg.

Am 1. Juli 1974 wurde Zizishausen in die Stadt Nürtingen eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In goldenem Schild ein schwarzer Adlerflügel. Das Wappen wurde 1951 verliehen. Der Adlerflügel stammt aus dem Wappen der Züttelmann von Zizishausen, die einen Flug zeigten.

Ortschaftsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortschaftsrat besteht aus 12 Personen, ehrenamtlicher Ortsvorsteher ist Siegfried Hauber.

Schultheißen, Bürgermeister und Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1842–1869 - Johannes Hoß
  • 1870–1901 - Johann Christian Müller
  • 1901–1924 - Christof Klein
  • 1924–1943 - August Hoß
  • 1944–1945 - David Schwarz/Gotthilf Kübler (stellvertretend)
  • 1945 - Eugen Schweizer (kommissarisch)
  • 1945–1974 - Hermann Hoss
  • 1974–1976 - Werner Schraitle
  • 1976–1997 - Fritz Berner
  • 1997–2004 - Matthias Dehlinger
  • seit 2004 - Siegfried Hauber

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

bis zur Eingemeindung nach Nürtingen.

Anfang des 16. Jahrhunderts lebten ca. 70 Personen im Weiler Zizishausen, (1598 zwölf Bürger und eine Witwe, andere Zählweise), nach dem Dreißigjährigen Krieg 1654 nur noch 26. Nur langsam stieg die Zahl wieder an (1725: 126, 1773: 230, 1805: 303).

Die nachstehenden Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Stichtag Einwohnerzahl
3. Dezember 1834 280
1. Dezember 1871 368
1. Dezember 1900 453
17. Mai 1939 568
13. September 1950 849
6. Juni 1961 1568
27. Mai 1970 2185

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderhaus Kleine Insel
  • In Zizishausen gibt es ein Rathaus, das Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle ist. Im Rathaus ist auch der Treff für Jung und Alt (Generationentreff „Z“) untergebracht.
  • Im Schul- und Sportzentrum Insel findet man die Grund- und Hauptschule (bis Klasse 5), die Mehrzweckhalle (Inselhalle), das Hallenbad (Inselbad), einen Rasensportplatz und einen Kindergarten (Kinderhaus Kleine Insel). Die Hauptschüler ab Klasse 6 besuchen die Hauptschule in Oberboihingen.
  • Der Ort verfügt insgesamt über zwei Kindergärten.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkmal für die Toten und Vermissten der Weltkriege 1914–1918, 1939–1945 vor dem Friedhof, Eingang von der Haldenstraße

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 460.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 1287–1301.
  • Kulturausschuss Zizishausen (Hrsg.): Zizishausen 1296-1996. Verlag Sindlinger-Burchartz, Nürtingen 1996.
  • Der Landkreis Esslingen, Band II, hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern, 2009. Seiten 294–296

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]