Raidwangen

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Raidwangen
Wappen von Raidwangen vor der Eingemeindung
Koordinaten: 48° 36′ 13″ N, 9° 18′ 16″ O
Höhe: 341 (314–368) m
Fläche: 2,92 km²
Einwohner: 2115 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 724 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 72622
Vorwahl: 07022
Karte
Lage von Raidwangen in Nürtingen

Raidwangen ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Nürtingen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raidwangen 2005

Raidwangen befindet sich in einer Höhenlage von 279 m (beim Beutwangsee) bis 369 m ü. NN und liegt etwa 3 km südwestlich von Nürtingen und etwa 1 km vom Neckar entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raidwangen 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Als späte Rodesiedlung taucht der Ort erstmals 1236 (Raidenwang) in den Urkunden auf. Die Grafen von Urach schenkten dem Zisterzienserkloster Bebenhausen einen Hof in Raidwangen. Wenig später (zwischen 1254 und 1265) gelangte die hohe Obrigkeit mit der Grafschaft Urach an Württemberg.

Am 1. Oktober 1974 wurde Raidwangen in die Stadt Nürtingen eingegliedert.[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche

Die Raidwanger gehörten bis 1507 zur Pfarrei Nürtingen, danach zur Kirchengemeinde Neckarhausen. 1910 konnten die Raidwanger ihre eigene Dorfkirche einweihen, waren aber nach wie vor nicht selbständig. Ab 1930 gehörten sie zur Gemeinde in Großbettlingen. Ab 1981 dann wurden sie zur selbständigen Kirchengemeinde, die heute mit Altdorf eine Gesamtkirchengemeinde bildet.[3]

Eine katholische Gemeinde gibt es in Raidwangen nicht, die evangelisch-methodistische Kirche hat ein Gemeindehaus am Ort.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen 1834–1950 sind Volkszählungsergebnisse, 1965–1973 Amtliche Fortschreibungen

Datum Einwohner
1834 307
1852 319
1871 351
1885 366
1910 398
1925 424
1933 434
Datum Einwohner
1939 452
1946 564
1950 589
1961 712
1965 1008
1970 1190
1973 1400

Ortschaftsrat/Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem aus 10 Personen bestehenden Ortschaftsrat steht seit Januar 2011 Marietta Weil als hauptamtliche Ortsvorsteherin vor.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkhaus im Ortskern

Im Dorf gibt es zwei Kindergärten und eine Grundschule.

Das Dorf ist geprägt durch seine ruhige, idyllische Lage sowie ein reges Vereinsleben.

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Es gibt den Voltigierverein Raidwangen e. V., den Sportverein TSV Raidwangen, den Tennisclub TC Raidwangen, den Musikverein Die Original Raidwanger Dorfmusikanten, den Obst- und Gartenbauverein Raidwangen e. V., den Reitverein RV Raidwangen, die Freie Narrenzunft Raidwangen sowie den Gesangverein Raidwangen 1898.

Auf dem Sportplatzgelände des TSV Raidwangen befindet sich ein Beachvolleyballfeld, das im Sommer täglich genutzt wird.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raidwangen liegt am Fuße der Schwäbischen Alb an der B 313 zwischen Nürtingen und Metzingen. Nach Stuttgart sind es rund 30 Fahrtminuten, zur Bundesautobahn 8 (Ausfahrt Wendlingen) sind es ca. 10 Minuten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 1040–1050.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Nürtingen: Raidwangen, abgerufen am 6. Mai 2013
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 461.
  3. Evangelische Kirchengemeinde Raidwangen: Unsere Kirchengemeinde, abgerufen am 27. Mai 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Raidwangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien