„Karl Wolfien“ – Versionsunterschied

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'''Karl Wolfien''' (* [[3. April]] [[1906]]; † [[4. Juli]] [[1968]]) war ein [[Offizier]] in der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe der Wehrmacht]] und später der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe der Bundeswehr]]. Er ging als [[Brigadegeneral]] in den Ruhestand.
'''Karl Wolfien''' (* [[3. April]] [[1906]]; † [[4. Juli]] [[1968]])<ref name=":0">{{Literatur |Autor=Clemens Range |Titel=Die Generale und Admirale der Bundeswehr |Verlag=E.S. Mittler |Datum=1990 |ISBN=978-3-8132-0350-9 |Seiten=265 |Online=https://books.google.com/books?id=FE-5AAAAIAAJ&newbks= |Abruf=2022-05-15}}</ref> war ein [[Offizier]] in der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe der Wehrmacht]] und später der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe der Bundeswehr]]. Er ging als [[Brigadegeneral]] in den Ruhestand.


== Leben ==
== Leben ==
Wolfien trat in die Luftwaffe der Wehrmacht ein und kam später am 23. November 1937 zur I. Gruppe des Kampfgeschwaders 155 nach [[Giebelstadt]], welches im Februar 1938 das Kampfgeschwader 158 wurde. Von dort aus wurde er zur Höheren Luftwaffenschule [[Berlin-Gatow]] versetzt und nahm hier am 5. Generalstabslehrgang teil. Nach Abschluss des Lehrgangs und der Rückkehr der [[Kampfgruppe 88]] nach [[Spanien]] wurde [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] Wolfien zur 2. Staffel der Kampfgruppe 88, die Teil der [[Legion Condor]] war und am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] teilnahm, kommandiert. Hier; im Februar 1938 in Spanien angekommen; war er vom Dienstgrad höher als der [[Staffelkapitän]], [[Oberleutnant]] Rolf Schröter. Ende März 1938 übernahm Wolfien dann die Staffel.<ref>{{Literatur |Autor=Patrick Laureau |Titel=Condor: The Luftwaffe in Spain, 1936-39 |Verlag=Stackpole Books |Datum=2010 |ISBN=978-0-8117-0688-9 |Seiten=205 |Online=https://books.google.com/books?id=dEnAzhudsQgC&newbks= |Abruf=2022-05-15}}</ref>
Wolfien nahm als Hauptmann mit der [[Kampfgruppe 88|2. Staffel der Kampfgruppe 88]], die Teil der [[Legion Condor]] war, am [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] teil. Anschließend wechselte er am 23. November 1937 zur [[Kampfgeschwader 55|I. Gruppe des Kampfgeschwaders 155]] nach Giebelstadt. Von dort aus wurde er zur Höheren Luftwaffenschule Berlin-Gatow versetzt und nahm hier am 5. Generalstabslehrgang teil. Nach Abschluss des Lehrgangs übernahm er am 31. August 1938 als [[Einheitsführer|Staffelkapitän]] die [[Kampfgeschwader 27 „Boelcke“|Ergänzungsstaffel des Kampfgeschwaders 157]]. (Erg.St./KG 157) Anfang 1939 übernahm er dann die 4. Staffel des Kampfgeschwader 355, ab. 1. Mai umbenannt in [[Kampfgeschwader 53 „Legion Condor“|Kampfgeschwader 53]]. Nachdem er Anfang 1940 zum Major befördert wurde, führte er die 2. Staffel dieses Geschwaders in den am 10. Mai beginnenden [[Westfeldzug]]. Hier überlebte er am 14. Mai eine Kollision seiner Heinkel He 111 mit einem anderen Flugzeug. Am 1. Juni 1940 übernahm er als [[Gruppenkommandeur]] die [[Kampfgeschwader 26|II. Gruppe des Kampfgeschwaders 26]] bevor er am 29. März 1941 die II. Gruppe der Großen Kampffliegerschule 2 (II./Grosse KFS 2) übernahm, einem reinen Ausbildungsverband. Hier wurde er am 1. April 1942 zum Oberstleutnant befördert. Anschließend wurde er am 30. Juli 1943 der [[Luftflotte 4]] zugewiesen, die ihn im Stab des Feldluftgaukommando XXV einsetzte. Dieses war zu dieser Zeit im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Süden der Sowjetunion]] eingesetzt. Nachdem ihn am 1. Juli 1944 die Beförderung zum Oberst erreichte, übernahm er am 15. Oktober das Amt eines [[Zweiter Generalstabsoffizier|Zweiten Generalstabsoffiziers]] des I. Fliegerkorps. In dieser Funktion erlebte er das Kriegsende


Am 31. August 1938 wurde er Staffelkapitän einer Staffel des Kampfgeschwaders 157, welche im Mai 1939 zum [[Kampfgeschwader 27 „Boelcke“|Kampfgeschwader 27]] wurde. Anfang 1939 übernahm er dann die 4. Staffel des Kampfgeschwader 355, ab 1. Mai 1939 umbenannt in [[Kampfgeschwader 53 „Legion Condor“|Kampfgeschwader 53]]. Nachdem er Anfang 1940 zum [[Major]] befördert wurde, führte er die 2. Staffel dieses Geschwaders in den am 10. Mai 1939 beginnenden [[Westfeldzug]]. Hier überlebte er am 14. Mai 1939 eine Kollision seiner [[Heinkel He 111]] mit einem anderen Flugzeug. Am 1. Juni 1940 übernahm er als [[Gruppenkommandeur]] die [[Kampfgeschwader 26#Gruppenkommandeure|III. Gruppe des Kampfgeschwaders 26]], bevor er am 29. März 1941 Gruppenkommandeur der II. Gruppe der Großen Kampffliegerschule 2 in [[Faßberg]], einem reinen Ausbildungsverband und ab Mitte August 1942 Kampfbeobachterschule 2, wurde. In dieser Position wurde er am 1. April 1942 zum [[Oberstleutnant]] befördert. Am 30. Juli 1943 kam er zur [[Luftflotte 4]], die ihn im Stab des Feldluftgaukommando XXV einsetzte. Dieses war zu dieser Zeit im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Süden der Sowjetunion]] eingesetzt. Nachdem ihn am 1. Juli 1944 die Beförderung zum [[Oberst]] erreichte, übernahm er am 15. Oktober 1944 das Amt eines [[Zweiter Generalstabsoffizier|Zweiten Generalstabsoffiziers]] des [[I. Fliegerkorps]]. In dieser Funktion erlebte er das Kriegsende
Im Jahre 1950 trat er in die [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe der Bundeswehr]] ein und war als [[Brigadegeneral]] von 1. April 1960 bis 31. März 1963 Leiter des [[Materialamt der Luftwaffe|Materialamtes der Luftwaffe]].

Im Jahre 1950 trat er in die [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe der Bundeswehr]] ein und war, ab 1961 als Brigadegeneral,<ref>{{Literatur |Autor=Hans Booms, Friedrich P. Kahlenberg, Germany (West) Bundesregierung, Hartmut Weber |Titel=Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung: 1961 |Verlag=Boldt |Datum=1982 |ISBN=978-3-486-57584-2 |Seiten=117 |Online=https://books.google.com/books?id=Lz6XAAAAMAAJ&newbks= |Abruf=2022-05-15}}</ref> von 1. April 1960 bis 31. März 1963 Leiter des [[Materialamt der Luftwaffe|Materialamtes der Luftwaffe]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.archivportal-d.de/item/I36SPT4FKQP6XZII45J2HBDZA4FBZ44M |titel=Materialamt der Luftwaffe |hrsg=Archivportal-D |abruf=2022-05-15}}</ref> Am 30. September 1963 ging er in den Ruhestand.<ref name=":0" />


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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== Einzelnachweise ==
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Version vom 15. Mai 2022, 12:08 Uhr

Karl Wolfien (* 3. April 1906; † 4. Juli 1968)[1] war ein Offizier in der Luftwaffe der Wehrmacht und später der Luftwaffe der Bundeswehr. Er ging als Brigadegeneral in den Ruhestand.

Leben

Wolfien trat in die Luftwaffe der Wehrmacht ein und kam später am 23. November 1937 zur I. Gruppe des Kampfgeschwaders 155 nach Giebelstadt, welches im Februar 1938 das Kampfgeschwader 158 wurde. Von dort aus wurde er zur Höheren Luftwaffenschule Berlin-Gatow versetzt und nahm hier am 5. Generalstabslehrgang teil. Nach Abschluss des Lehrgangs und der Rückkehr der Kampfgruppe 88 nach Spanien wurde Hauptmann Wolfien zur 2. Staffel der Kampfgruppe 88, die Teil der Legion Condor war und am Spanischen Bürgerkrieg teilnahm, kommandiert. Hier; im Februar 1938 in Spanien angekommen; war er vom Dienstgrad höher als der Staffelkapitän, Oberleutnant Rolf Schröter. Ende März 1938 übernahm Wolfien dann die Staffel.[2]

Am 31. August 1938 wurde er Staffelkapitän einer Staffel des Kampfgeschwaders 157, welche im Mai 1939 zum Kampfgeschwader 27 wurde. Anfang 1939 übernahm er dann die 4. Staffel des Kampfgeschwader 355, ab 1. Mai 1939 umbenannt in Kampfgeschwader 53. Nachdem er Anfang 1940 zum Major befördert wurde, führte er die 2. Staffel dieses Geschwaders in den am 10. Mai 1939 beginnenden Westfeldzug. Hier überlebte er am 14. Mai 1939 eine Kollision seiner Heinkel He 111 mit einem anderen Flugzeug. Am 1. Juni 1940 übernahm er als Gruppenkommandeur die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 26, bevor er am 29. März 1941 Gruppenkommandeur der II. Gruppe der Großen Kampffliegerschule 2 in Faßberg, einem reinen Ausbildungsverband und ab Mitte August 1942 Kampfbeobachterschule 2, wurde. In dieser Position wurde er am 1. April 1942 zum Oberstleutnant befördert. Am 30. Juli 1943 kam er zur Luftflotte 4, die ihn im Stab des Feldluftgaukommando XXV einsetzte. Dieses war zu dieser Zeit im Süden der Sowjetunion eingesetzt. Nachdem ihn am 1. Juli 1944 die Beförderung zum Oberst erreichte, übernahm er am 15. Oktober 1944 das Amt eines Zweiten Generalstabsoffiziers des I. Fliegerkorps. In dieser Funktion erlebte er das Kriegsende

Im Jahre 1950 trat er in die Luftwaffe der Bundeswehr ein und war, ab 1961 als Brigadegeneral,[3] von 1. April 1960 bis 31. März 1963 Leiter des Materialamtes der Luftwaffe.[4] Am 30. September 1963 ging er in den Ruhestand.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Clemens Range: Die Generale und Admirale der Bundeswehr. E.S. Mittler, 1990, ISBN 978-3-8132-0350-9, S. 265 (google.com [abgerufen am 15. Mai 2022]).
  2. Patrick Laureau: Condor: The Luftwaffe in Spain, 1936-39. Stackpole Books, 2010, ISBN 978-0-8117-0688-9, S. 205 (google.com [abgerufen am 15. Mai 2022]).
  3. Hans Booms, Friedrich P. Kahlenberg, Germany (West) Bundesregierung, Hartmut Weber: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung: 1961. Boldt, 1982, ISBN 978-3-486-57584-2, S. 117 (google.com [abgerufen am 15. Mai 2022]).
  4. Materialamt der Luftwaffe. Archivportal-D, abgerufen am 15. Mai 2022.