Ankara Şekerspor

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Şekerspor
Emblem von Sekerspor
Voller Name Ankara Şekerspor
Gegründet 1947
Vereinsfarben 600px Verde e Bianco separati da una striscia Arancione.png grün-weiß-orange
Stadion Ostim Stadion
Plätze 10.400
Präsident TurkeiTürkei Orhan Kapelman
Trainer TurkeiTürkei Bünyamin Süral
Homepage sekerspor.com.tr
Liga TFF 2. Lig
2012/13 14. Platz
Heim
Auswärts

Ankara Şekerspor oder nur Şekerspor ist ein türkischer Fußballverein aus Ankara und wurde 1947 als Betriebsmannschaft der staatlichen Zuckerfabrik gegründet. Die Vereinsfarben sind grün-weiß. Der Verein spielte in den 1950er, 1960er, 1970er und 1990er Jahren insgesamt zehn Spielzeiten in der Süper Lig. In der Ewigen Tabelle der Süper Lig liegt der Verein auf dem 40. Platz. Damit ist der Verein nach MKE Ankaragücü, Gençlerbirliği Ankara und PTT SK (später in Türk Telekomspor umbenannt) der vierterfolgreichste Verein der Hauptstadt Ankara welcher je in der Süper Lig aktiv war.

Geschichte[Bearbeiten]

Vereinsgründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1947 als Betriebsmannschaft der Türkiye Şeker Fabrikaları, der damaligen staatlichen Zuckerfabriken in Ankara gegründet. Obwohl das Unternehmen über das ganze Land verteilt Fabriken hatte, befand sich die Hauptzentrale entsprechend dem zentralen Staatsprinzip der Türkei in der türkischen Hauptstadt Ankara. Nach der Vereinsgründung nahm der Verein an der regionalen Ankara Futbol Ligi (dt. Fußballliga Ankara) teil. 1959 fusionierte der Verein mit dem Verein Ankara Hilâl Gençlikspor und nannte sich fortan Şeker Hilâl Spor Kulübü, kurz Şeker Hilâl SK oder nur Şeker Hilâl. Die Vereinsfarben die bis zur Fusion mit Hilâl Gençlikspor Grün-Weiß waren wurden in Blau-Gelb umgeändert.

Teilnahme am Profifußball und erster Abstieg[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1959 wurde die erste landesweit ausgelegte Millî Lig, mit heutigem Namen Süper Lig, gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte in der Türkei keine nationale Liga, sondern es existierten in den größeren Ballungszentren regionale Ligen. Şekerspor spielte zu diesem Zeitpunkt in der Ankara Futbol Ligi. Der türkische Fußballverband stelle als Teilnahmebegingung mehrere Auflagen. Die Vereine die diese Auflagen erfüllten, wurden in der Liga aufgenommen. Şekerspor misslang aus Sicht des Fußballverbandes die Erfüllung der Auflagen, weshalb man an der ersten Spielzeit der Millî Lig nicht teilnahm. Diese wurde von Februar 1959 bis zum Juni 1959 ausgespielt und endete mit der Meisterschaft von Fenerbahçe Istanbul. Für die zweite Spielzeit, für die Spielzeit 1959/60, erhielt Şekerspor die Teilnahmegenehmigung und spielte fortan in der höchsten türkischen Spielklasse. Unter der Leitung des Cheftrainers Selahattin Tetik belegte man zum Saisonende den 12. Tabellenplatz und blieb über die gesamte Spielzeit im mittleren Tabellenplatz. Nachdem man in der Saison 1960/61 gegen Saisonende um den Klassenerhalt kämpfte und ihn letztendlich erreichte, beendete man die nachfolgende Spielzeit als Tabellenletzter und musste in der nachfolgenden Relegationsrunde um den Klassenerhalt spielen. Schließlich erreichte man durch den 4. Relegationsplatz den Klassenerhalt erst in zweiter Instanz.

Die Spielzeit 1962/63 beendete man als Tabellenletzter und stieg in die neueingeführte und landesweit ausgetragene zweithöchste Spielklasse, in die 2. Lig, ab. Durch die Einführung der 2. Lig wurde die Millî Lig in 1. Lig umbenannt. Nach dem Abstieg wurde der Vereinsname wieder in Ankara Şekerspor bzw. in die gängigere Kurzform Şekerspor und die Vereinsfarben wieder auf Grün-Weiß geändert.

Zweiter Abstieg und gerichtlich erzwungener Wiederaufstieg[Bearbeiten]

In der ersten Saison der 2. Lig setzte man sich auf Anhieb an der Tabellenspitze fest und erreichte unter der Führung von des Cheftrainers Fahrettin Cansever die erste Meisterschaft der 2. Lig und damit den direkten Wiederaufstieg in die 1. Lig. In die 1. Lig aufgestiegen kämpfte man über die gesamte Spielzeit um den Klassenerhalt. Nachdem man im Sommer 1965 den Klassenerhalt noch erreichte, verpasste man ihn in der nachfolgenden Spielzeit auf eine sehr umstrittene Art und Weise. In der Saison 1965/66 wurde die Begegnung Şekerspor-Beykozspor aufgrund von Fanausschreitungen und Übergriffen auf die Spieler von Şekerspor beim Spielstand 1:0 für Şekerspor abgebrochen und das Spiel wiederholt.[1] Die Neuansetzung endete 1:1. Die Verantwortlichen von Şekerspor protestierten gegen diese Spielwiederholung und bestanden darauf, dass die Spielunterbrechung durch die Fans von Beykozspor zustande kam und deswegen sie selbst per Entscheid als Sieger feststehen müssten. Nachdem zum Saisonende 1965/66 Şekerspor mit einem Punkt Unterschied aber mit deutlich besserem Torverhältnis abgestiegen war, legten sie vor Gericht Einspruch ein. Sie forderten, dass das Spiel als Sieg anerkannt werden sollte, wodurch man den Klassenerhalt erreicht hätte. Das Gericht erklärte nach einem Jahr Prozess, dass Şekerspor als Sieger feststeht. So entschied der türkische Fußballverband, das Şekerspor, nachdem dieses ein Jahr in der 2. Liga gespielt hatte, zusätzlich zu den regulären Aufsteigern wieder am Spielbetrieb der 1. Liga teilnimmt.[2][3][4]

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Sommer 2013 änderte der Verein erneut seinen Namen und nahm den ursprünglichen Namen Ankara Şekerspor wieder an. Die Klubführung begründete die Änderung damit, wieder das alte Şekerspor aufleben zu lassen. Entsprechend wurde auch das historische Logo wieder eingeführt.[5]

Chronologische Reihenfolge der Vereinsnamensänderungen[Bearbeiten]

  • 1947-1958: Şekerspor bzw. Ankara Şekerspor
  • 1958-1963: Şeker Hilâl SK bzw. Şekerhilâl SK
  • 1963-2005: Şekerspor bzw. Ankara Şekerspor
  • 2005-2010: Etimesgut Şekerspor
  • 2010-2012: Beypazarı Şekerspor
  • 2012-2013: Çamlıdere Şekerspor
  • seit 2013: Şekerspor bzw. Ankara Şekerspor

Erfolge[Bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten]

  • 1. Liga: 1959–1963, 1964–1966, 1967–1969, 1972–1973, 1997–1998
  • 2. Liga: 1963–1964, 1966–1967, 1969–1972, 1973–1992, 1994–1997, 1998–2003
  • 3. Liga: 1992–1994, 2003–2005, seit 2006
  • 4. Liga: 2005–2006


Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Ehemalige Trainer (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 24. April 1966, Milliyet, Seite 8
  2. 26. Mai 1967, Milliyet, Seite 8
  3. 27. Mai 1967, Milliyet, Seite 8
  4. 10. Juni 1967, Milliyet, Seite 8
  5. sabah.com.tr: "Şeker öze döndü" (abgerufen am 4. September 2013)
  6. gesetzlich festgelegter Zwangsaufstieg.
  7. 25. August 1961, Milliyet, S. 6
  8. 5. Mai 1962, Milliyet, S. 6