Étang de Thau
| Étang de Thau | ||
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| Sète; rechts der Étang de Thau | ||
| Daten | ||
| Koordinaten | 43° 24′ 36″ N, 3° 37′ 26″ O43.413.624Koordinaten: 43° 24′ 36″ N, 3° 37′ 26″ O | |
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| Fläche | 80 km² | |
| Mittlere Tiefe | 4 m | |
Der Étang de Thau (auch Bassin de Thau, deutsch Thau-See), ist eine 18 km lange Lagune südwestlich der Stadt Sète an der westlichen Mittelmeerküste Südfrankreichs. Der See hat eine Fläche von 80 Quadratkilometern (8000 Hektar) und einen Umfang von 55 km, bei durchschnittlicher Wassertiefe von 4 m. Der Étang de Thau ist Endpunkt des Canal du Rhône à Sète und Anfangspunkt des Canal du Midi, der nach Toulouse weiterführt.
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Die Entwicklung der Lagune[Bearbeiten]
Früher hatte die Lagune direkten Zugang zum Meer. Heute wird die Lagune durch die Sandbank "Le Toc" fast vollständig vom Meerwasser abgetrennt, die kilometerlange Sandstrände bietet. Der See wird durch den Canal du Midi mit kalkreichem Süßwasser aus den Pyrenäen versorgt und bietet mit seiner dörflichen Umgebung ideale Möglichkeiten für Austernzucht (am Westufer) und Vögel (generell, z. B. Flamingos). In Balaruc-les-Bains ist gleichzeitig ein Taucherzentrum. Der nördliche Teil der Lagune beherbergt heute eine der größten Austernplantagen der Welt. Der südliche Teil wird sowohl von Wassersportlern besucht, als auch von zahlreichen Touristen, für die die Überquerung der Wasserfläche meist den Höhepunkt der Reise darstellt.
Festival de Thau[Bearbeiten]
Die Stadt Mèze am Étang de Thau veranstaltet alljährlich im Juli ein "Festival de Thau". Der Schwerpunkt liegt auf afrikanischer und schwarz-amerikanischer Musik, kombiniert mit sozialpolitischen Themenreihen.
Bootstourismus[Bearbeiten]
Neben der großen Rolle, die der Étang für die Austernzucht und Wassersportler hat, ist er auch für Touristen, die den Canal du Midi oder den Canal du Rhône à Sète befahren, von großer Bedeutung. Auf letzterem existiert im Gegensatz zum Canal du Midi (bis auf sehr wenige Ausnahmen) noch kommerzieller Schiffsverkehr. Der Étang de Thau entwickelt durch seine flächenmäßige Größe bei geringer Wassertiefe schon bei relativ leichten Winden einen vergleichsweise hohen Wellengang. Des Weiteren befinden sich zahlreiche Untiefen in dem See. Diese Gefahren fordern hier häufig unverhältnismäßig viel Erfahrung von den Bootsführern, die den Anforderungen des Gewässers oft nicht gewachsen sind (es gibt in Frankreich keine Führerscheinpflicht für die von den verschiedenen Agenturen vermieteten Hausboote). Grundsätzlich ist deshalb das Bootsfahren über den Étang de Thau für Charterbootkapitäne nur bei günstigen Windverhältnissen und am Tage erlaubt, des Weiteren existieren verschiedene Auflagen zum Schutze des Gewässers, an die sich die Besatzung während der Befahrung halten muss.