A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands

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Filmdaten
Deutscher Titel A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands
Originaltitel A Lonely Place to Die
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 18
Stab
Regie Julian Gilbey
Drehbuch Julian Gilbey
Will Gilbey
Produktion Michael Loveday
Musik Michael Richard Plowman
Kamera Ali Asad
Schnitt Julian Gilbey
Will Gilbey
Besetzung

A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands (Originaltitel: A Lonely Place to Die) ist ein britischer Thriller aus dem Jahr 2011. Regie führte Julian Gilbey, der zusammen mit seinem Bruder Will auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen sind neben Melissa George mit Ed Speleers, Sean Harris, Karel Roden und Alec Newman sowie Holly Boyd in der Rolle des Mädchens Anna besetzt.

Der Film erschien am 7. September 2011 in den britischen Kinos. In Deutschland und Österreich wurde er im Februar 2012 auf DVD und Blu-ray Disc veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Die befreundeten Bergsteiger Alison, Ed, Rob, Alex und Jenny sind unterwegs in den Bergen von Schottland, den Highlands. Als sie eine Pause beim Klettern einlegen, finden sie mitten in der Wildnis ein kleines serbisches Mädchen in einer in der Erde vergrabenen Kiste. Ein Luftrohr hatte die Laute, die das Mädchen ausstieß, zu ihnen getragen. Schnell wird den Freunden klar, dass Anna, so heißt die Kleine, entführt wurde. Die Fünf wollen das Mädchen so schnell wie möglich aus den Bergen wegbringen. Sie studieren die Umgebungskarte und beschließen, zum nächstgelegenen Ort Annan Mor zu marschieren, was eine Strecke von etwa 15 Meilen ausmacht. Um schneller zu sein, entschließt sich Rob mit Alison die zwei Meilen entfernte Felswand Devil’s Drop hinunterzuklettern, von wo aus es nur noch ca. vier Meilen bis zum Dorf sind. Sein Plan ist es, die Polizei zu informieren und den Rest der Truppe von den Beamten abholen zu lassen. Während Rob und Alison sich auf den Weg machen, begeben sich die anderen auf ihren längeren Marsch.

Als Rob und Alison zur Felswand kommen, seilt sich Alison als Erste ab. Da ihr Seil nicht ausreicht, muss sie sich auf einen Felsvorsprung retten. Als Rob sich danach abseilt, stürzt er vor Alisons Augen ab und landet neben einem Fluss in der Tiefe. Geschockt verharrt Alison, bevor sie vorsichtig versucht, weiter nach unten zu gelangen. Als Steine von oben herabprasseln, wird sie von einem getroffen und stürzt ebenfalls ab. Dadurch, dass sie im Wasser landet, überlebt sie den Absturz und stellt fest, dass Robs Seil durchtrennt wurde. Ihr ist klar, was das bedeutet und verzweifelt versucht sie, den Rest der Truppe einzuholen und zu warnen.

In der Zwischenzeit treffen die Entführer des Mädchens, Mr. Kidd und Mr. Mcrae, auf zwei Wilderer, bringen sie um und eignen sich deren Waffen an.

Der Vater des entführten Mädchens, ein serbischer Kriegsverbrecher und Millionär, hat als Unterhändler Darko sowie die beiden Privatdetektive Andy und Chris engagiert, um den Entführern auf die Spur zu kommen. Diese drei sind mit dem Auto unterwergs nach Annan Mor.

An einer Flussbiegung kann Alison dann Ed, Alex, Jenny und die kleine Anna auf der gegenüberliegenden Seite einholen. Alison versucht, von Robs Tod zu berichten, bleibt jedoch zuerst unverstanden durch die tosende Strömung, kann dann aber durch Zeichen verständlich machen, dass Rob tot ist. Kurz darauf wird Jenny von einer Kugel tödlich getroffen und stürzt mit dem Kind in den Fluss. Ihr Ehemann Alex versucht vergeblich, sie zu retten. Alison gelingt es jedoch, das Kind an Land zu bringen, trotz Beschusses durch die Entführer. Bei der Flucht vor den Kidnappern zieht sich Ed eine sein rechtes Bein stark einschränkende Verletzung zu, kann sich aber mit Anna zu Alison und Alex in ein Versteck retten. Den nahenden bewaffneten Verfolgern hilflos ausgeliefert, entschließt sich Alex zu einem Coup, um die zu allem entschlossenen Männer von seinen Freunden und Anna abzulenken. Er präpariert seinen Rucksack so, dass es aussieht, als würde er mit dem Mädchen fliehen. Kidd und Mcrae fallen auf diesen Trick herein, verfolgen Alex und erschießen ihn. Ed, Alison und Anna nutzen die Zeit der Ablenkung der Menschenräuber, um zu fliehen.

Kidd und Mcrae begeben sich zum Dorf Annan Mor; während Kidd versucht an das Lösegeld für das Mädchen zu kommen, will Mcrae Anna und die beiden Bergsteiger ausfindig machen. Darko und die von Annas Vater engagierten Detektive hören sich eine CD der Entführer an, aus der hervorgeht, dass sie sechs Millionen Lösegeld fordern und als Ort der Geldübergabe eine Kneipe in Annan Mor benennen. Detektiv Chris versteckt ein Ortungsgerät im Geldkoffer.

Alison, Ed und Anna haben es inzwischen bis zum Polizeirevier von Annan Mor geschafft. Dort geben sie zu Protokoll, was ihnen widerfahren ist und bitten um Hilfe. Der diensthabende Polizist erkennt die Dringlichkeit ihres Anliegens nicht und verzögert die Weiterleitung ihrer Anzeige. Dabei wäre es dringend geboten, die drei so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.

Inzwischen sitzt Darko mit dem Koffer mit Lösegeld in der Kneipe, wo wenig später Kidd eintrifft. Kidd gibt vor, dass Anna sich in seiner Gewalt befinde, und will das Geld sofort ausgehändigt haben. Darko will sich darauf nicht einlassen und verlangt, zuvor Anna zu sehen.

Im Polizeirevier wird Ed immer misstrauischer gegenüber dem Polizisten. Er glaubt, dieser sei ein Komplize von Kidd und Mcrae. Er schafft es, Alison zu beeinflussen und zum Gehen zu überreden. Gerade als sie gehen wollen, kommt der Polizist in den Raum und will Alison und Ed daran hindern. Dann fällt urplötzlich ein Schuss und lässt den Beamten zu Boden sinken, weitere Schüsse folgen, einer trifft den Polizisten tödlich. Sie werden von Mcrae abgefeuert, der sich auf dem Dach eines gegenüberstehenden Hauses befindet. Alison und Ed flüchten mit Anna durch die Hintertür. In einer Nebengasse steht Chris, der Ed für einen der Entführer hält und ihn anschießt. Gleich darauf wird er selbst von Mcrae niedergeschossen, Alison flüchtet mit Anna. Bei der Verfolgung von Alison erschießt Mcrae im Vorbeigehen den am Boden liegenden Ed. Mit letzter Kraft kann Chris Andy und Darko noch mitteilen, dass die Entführer Anna überhaupt nicht mehr haben. Daraufhin kommt es zum Kampf zwischen Darko und Kidd. Der vor der Kneipe stehende Andy schießt Kidd an, dieser kann aber noch entkommen.

Alison und Anna versuchen Zuflucht in einem der nahe gelegenen Häuser zu finden. Als Mcrae näher kommt, öffnet ein Bewohner die Tür. Alison und Anna stürmen an dem überraschten Mann vorbei und suchen eine Hintertür. Dann erscheint auch schon Mcrae und schießt den Hausbesitzer nieder. Danach verschließt er die Tür und setzt das Haus in Flammen. Alison und Anna retten sich in den ersten Stock. Mcrae folgt ihnen, es kommt zum Kampf auf Leben und Tod, wobei es Alison letztendlich gelingt, Mcrae aus dem Fenster zu stoßen. Er stürzt in den Tod. Geistesgegenwärtig sorgt Alison noch dafür, dass Anna aus einem Fenster des lichterloh brennenden Hauses in die Freiheit gelangt und bricht dann bewusstlos zusammen. Die anrückende Feuerwehr kann die junge Frau jedoch retten. In einem Krankenwagen können Alison und Anna auf einer Liege endlich zur Ruhe kommen.

Kidd ist es inzwischen gelungen, sein Auto zu erreichen. Doch Andy kann ihn dank des Ortungsgerätes im Koffer finden und überwältigen. Zusammen mit Darko übergibt er Kidd Annas Vater, Mr. Rakovic, der den Entführer seiner Tochter demütigt, um ihn dann töten zu lassen.

Im Krankenwagen bedankt sich Anna bei Alison für alles, woraufhin die junge Frau die Tränen nicht mehr zurückhalten kann.

Produktion[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten zum Film begannen am 13. Mai 2010 in Schottland und endeten am 30. Juni 2010.[1] Der Film wurde von Carnaby International produziert, nach größerem Interesse durch die Öffentlichkeit wurden die Rechte an Kaleidoscope Entertainment verkauft. Ursprünglich war für die Rolle der Alison Franka Potente im Gespräch[2], der Part ging jedoch an Melissa George.[3] Die deutsche Fassung wurde von TV+Synchron Berlin hergestellt.

Der Film hatte ein Budget von geschätzten 4 Millionen US-Dollar und spielte am ersten Wochenende 176.801 US-Dollar, insgesamt $ 25.345.000 ein.

Kritik[Bearbeiten]

„‚A Lonely Place To Die‘ ein Genre-Mashup zwischen Survival-Drama und Entführungsthriller vor der beeindruckenden Kulisse der schottischen Highlands. Entstanden ist ein kühler, spannender Independent-Schocker, der auf clevere Weise mit der Erwartungshaltung seines Publikums spielt, dabei jedoch manchmal das Gefühl für das richtige Timing vermissen lässt. […] Spannender wurde das schottische Hochland schon lange nicht mehr präsentiert.“

Jan-Thilo Caesar, Filmstarts[4]

„Wie man es von einem Survivalschocker erwartet taucht auch dieser Thriller ohne Umschweife in die mit wohldosierten Bluteffekten inszenierte Menschenjagd ein, was für kurzweiligen Thrill sorgt. Da ist das aus dem Ruder laufende Kamikazefinale gerade noch zu verschmerzen. Nicht aber das Fehlen jeglicher Extras: Wie ein Indie-Projekt in der schottischen Wildnis entsteht, hätte nicht nur Nachwuchsregisseure interessiert. […] Schnörkelloser Survivalthriller, der mit simplen Methoden die Spannungsschraube kontinuierlich nach oben dreht.“

Cinema[5]

„A LONELY PLACE TO DIE macht keine Gefangenen, ist spannend, kompromisslos und vor allem gut genug, dass man ihn tunlichst nicht verpassen sollte; sofern man auch nur ein kleines bisschen Sympathie für Filme hegt, in denen eine isolierte Gruppe von erbarmungslosen Häschern durch die Wildnis gehetzt wird. […] Erbarmungslose Häscher. Lebensgefährliches Terrain. Terrorgeladene 95 Minuten.“

Filmtipps.at[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im April 2011 hatte der Film seine Weltpremiere auf dem Filmfestival ActionFest in Asheville, North Carolina, USA. Dort erhielt er jeweils eine Auszeichnung in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“.[7]

Weitere Auszeichnungen:

  • 2011 Chicago International Film Festival: Silver Hugo
  • 2011 Toronto After Dark Film Festival: Special Award in der Kategorie „Beste Kamera“ (Ali Asad)
  • 2011 Toronto After Dark Film Festival: Special Award für den besten Action-Film – Wahl der Fans
  • 2011 Toronto After Dark Film Festival: Special Award in der Kategorie „Beste Kamera“ – Wahl der Fans (Ali Asad)
  • 2011 Toronto After Dark Film Festival: Special Award in der Kategorie „Spannendster Film“ – Wahl der Fans
  • 2011 Fantastic Fest: Preis der Jury, Award als „Bester Schauspieler“ in einem Kinofilm (Sean Harris)
  • 2011 ActionFest: „Bester Film“
  • 2011 ActionFest: „Beste Regie“ (Julian Gilbey)

Deutsche Produktion[Bearbeiten]

Die deutsche Fassung wurde von TV+Synchron Berlin produziert. Synchronsprecher in der Deutschen Synchronkartei

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sarah Cooper: A Lonely Place gears up for Scottish shootsreendaily screendaily.com, 13. Mai 2010. Abgerufen am 3. März 2015.
  2. Todd Brown: Franka Potente Stars In Survival Thriller The long Weekend twitchfilm.com, 29. April 2009. Abgerufen am 3. März 2015.
  3. Melissa George Finds ‘A Lonely Place to Die’ bloody-disgusting.com, 1. Juni 2010. Abgerufen am 3. März 2015.
  4. A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands filmstarts.de. Abgerufen am 3. März 2015
  5. A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands cinema.de. Abgerufen am 3. März 2015.
  6. A Lonely Place to Die – Todesfalle Highlands filmtipps.at. Abgerufen am 3. März 2015
  7. Kurt Halfyard: ActionFest '11: A Lonely Place to Die Review twitchfilm.com. Abgerufen am 3. März 2015