Aalkistensee

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Aalkistensee
Aalkistensee im Winter
Aalkistensee im Winter
Geographische Lage Kraichgau
Zuflüsse Salzach
Abfluss Salzach
Orte in der Nähe Bretten, Maulbronn
Daten
Koordinaten 48° 59′ 37″ N, 8° 45′ 40″ O48.993718.76107227Koordinaten: 48° 59′ 37″ N, 8° 45′ 40″ O
Höhe über Meeresspiegel 227 m ü. NN
Fläche 13,6 haf5
Maximale Tiefe 20 mf10

f4

Naturschutzgebiet „Aalkistensee“

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area

Lage Maulbronn, Ölbronn-Dürrn, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 50,5 ha
Kennung 2.042
Geographische Lage 49° 0′ N, 8° 46′ O48.9936178.766291

Der Aalkistensee ist ein See im Enzkreis in der Nähe von Maulbronn und Bretten im Kraichgau in Baden-Württemberg. Er liegt in dem gleichnamigen Naturschutzgebiet.

Der See ist durch eine natürliche Aufstauung der Salzach an einem Wall entstanden. Bereits im Jahr 1553 wurde der See unter dem Namen Unterefflinger See erwähnt. Der heutige Name des Sees geht auf eine Praxis der Mönche der Klöster Ölbronn-Dürrn und Maulbronn zurück. Sie bewahrten in dem See Aale in Kisten für die Fastenzeit auf.

Der See hat überregionale Bedeutung als Brut- und Rastplatz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Vogelarten und ist Laichgewässer für Amphibien. Heute kann man zahlreiche Vogelarten beobachten, beispielsweise Blässhühner, Graureiher, Haubentaucher, Schwäne und Wildgänse.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Aalkistensee erstreckt sich über die gesamte Fläche des Sees sowie darüber hinaus. Entlang des Dobelbachs erstreckt sich das Gebiet östlich bis zur B 35. Im Süden bis zur Bahntrasse der Westbahn. Das 50,5 ha große Gebiet (Schutzgebietnummer 2.042) wurde mit Verordnung vom 21. Dezember 1979 unter Schutz gestellt und wird dem Naturraum des Kraichgaus und des Stromberg-Heuchelberg zugerechnet. Als wesentlicher Schutzzweck wurde „die Erhaltung des Sees mit den ihn umgebenden, unterschiedlichen Feuchtgebieten und Hangzonen in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit“ genannt, wobei sich die Schutzwürdigkeit neben der überregionalen Bedeutung als Brut- und Rastplatz für Vögel und als Amphibienlaichgewässer aus der Bedeutung des Gebiets als Lebensraum artenreicher Pflanzen- und Tiergesellschaften und der Bedeutung des Sees als Standort großflächiger Schilfbestände, in seinem Uferbereich als Wuchsort gefährdeter Pflanzenarten wie Teichampfer und Sumpf-Greiskraut ergibt.

Weblink[Bearbeiten]