Abtsdorfer See

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Abtsdorfer See
Abtsdorfer See mit Insel Burgstall
Abtsdorfer See mit Insel Burgstall
Geographische Lage bei Laufen
Zuflüsse Weidmoosgraben/Gaberlbach (Norden)
Roßgraben (Westen)
Badhäuslgraben (Westen)
Abfluss Schinderbach (Nordosten)
Inseln Burgstall
Orte am Ufer Abtsdorf (Dorf)
Seebichl (Einöde)
Abtsee (Weiler)
Fisching (Weiler)
Seethal (Einöde)
Fischer
Badhäusl
Seemair
Lauterbrunn
Daten
Koordinaten 47° 54′ 38″ N, 12° 54′ 28″ O47.91055555555612.907777777778426.2Koordinaten: 47° 54′ 38″ N, 12° 54′ 28″ O
Abtsdorfer See (Bayern)
Abtsdorfer See
Höhe über Meeresspiegel 426,2 m ü. NN
Fläche 84 ha[1]
Länge 1,568 km[1]
Breite 968 m[1]
Volumen 9.420.000 m³[1]
Umfang 4,18 kmf9
Maximale Tiefe 20,0 m[1]
Mittlere Tiefe 11,25 m[1]
Einzugsgebiet 21,1 km²f4

Der Abtsdorfer See, auch Haarsee genannt, ist ein Badesee in Oberbayern in der Nähe von Laufen (Salzach). Der nach dem Abschmelzen des Salzachgletschers am Ende der Würm-Kaltzeit entstandene See gilt als einer der wärmsten Seen in Bayern. Die Wassertemperatur schwankte 2011 zwischen 17° im Mai und über 26° im Juli und August[2]. Seine dunkle Färbung stammt nicht vom Moorwasser sondern von den humousäurehaltigen Zuflüssen aus dem nahen Haarmoos. Das Haarmoos selbst war ursprünglich auch ein flacher See und wurde Hui- oder Haarsee genannt, wovon vermutlich der zweite in der Gegend vollkommen ungebräuchliche Name des Abtsdorfer Sees herrührt. Der Haarsee wurde 1772-1774 trocken gelegt um landwirtschaftlich nutzbare Fläche zu gewinnen. Dazu wurde der einzige Abfluss des Sees, der Schinderbach, auf Andordnung von Erzbischof Hieronymus Graf Colloredo um zwei Klafter (ca. 1,75 m in Bayern) vertieft. Um 1900 wurde erwogen, den Abtsee nochmals um 80 bis 100 cm abzusenken, jedoch lehnten dies die Laufener Bürger ab.

Im See liegt die langgestreckte, dichtbewaldete Insel Burgstall. Die Insel ist an einer Stelle nur wenige Meter vom Seeufer entfernt. Dort stand im Mittelalter eine Burg, von der aber heute nichts mehr zu sehen ist. Die Burgherren, die Herren von Kuchel, galten als Raubritter und hatten im 14. Jahrhundert im nahen Leobendorf größere Besitzungen. Während der Auseinandersetzungen zwischen dem Erzstift Salzburg und dem Herzogtum Bayern versuchte man, die Burg im Jahre 1355 unter Wasser zu setzen. Dazu wurden einige Dämme aufgeschüttet, die zur Vergrößerung des Sees führten und erst 1558 wieder geöffnet wurden.

Der See gehört mit der Insel Burgstall zur Gemeinde Saaldorf-Surheim im Landkreis Berchtesgadener Land. Das nördliche Ufer bildet die Grenze zur Stadt Laufen im Landkreis Berchtesgadener Land. Von den Anwohnern in der Umgebung wird der See nur kurz als Abtsee bezeichnet, nach dem gleichnamigen Ortsteil der Stadt Laufen am nördlichen Ufer.

Am See befinden sich ein Campingplatz, eine Klinik, sowie ein Freizeitgelände. Um den See führt ein Wanderweg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Hydrologie

  • Einzugsgebiet: 21,10 km²
  • Zuflüsse:
  1. Weidmoosgraben (Gaberlbach) (im Norden, gegenüber der Insel Burgstall)
  2. Roßgraben (im Westen) - Hauptzufluss mit 4,34 km Länge
  3. Badhäuslgraben (im Westen)

Teils wird auch der Hauptzufluss, der Roßgraben, schon Schinderbach genannt, wie der Abfluss.

[Bearbeiten] Bildergalerie

[Bearbeiten] Literatur

  • Heinz Dopsch und Hans Roth (Hrsg.): Laufen und Oberndorf: 1250 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur an beiden Ufern der Salzach. Laufen/Oberndorf 1998, ISBN 3-00-003359-9. (Abtsee auf S. 21)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Abtsdorfer See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. a b c d e f Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 11 Bayern (PDF; 1,7 MB)
  2. Abtsdorfer See: Ergebnisse der Badesaison 2011. Regierungsbezirk Oberbayern/Landratsamt Berchtesgadener Land, abgerufen am 15. November 2011 (PDF-Objekt).
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