Aich (Neuendettelsau)
| Aich
Gemeinde Neuendettelsau
|
|
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 19′ N, 10° 48′ O49.31055555555610.791666666667408Koordinaten: 49° 18′ 38″ N, 10° 47′ 30″ O |
| Höhe: | 408 m |
| Fläche: | 608 ha |
| Einwohner: | 185 (31. Dez. 2007) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1972 |
| Postleitzahl: | 91564 |
| Vorwahl: | 09872 |
|
Lage von Aich in Neuendettelsau |
|
Aich (umgangssprachlich: Āch[1]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Neuendettelsau im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Durch das Dorf fließt die Aurach, nördlich grenzt der Weißenbronner Wald an. Die höchsten Erhebungen sind der Lerchenbuck (433 m ü. NN) und der Hirtenbuck (428 m ü. NN).[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort wurde unter dem Namen Eich 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Demnach handelte es sich um eine Siedlung, die ursprünglich an einem Eichenwald lag. Die Siedlungstätigkeit dürfte aber bereits im 10. Jahrhundert begonnen haben[3].
Ursprünglich waren die Höfe in Besitz der Herren von Abenberg, der Herren von Vestenberg/Bruckberg, eines Dietrich von Wunnenstein sowie der Brüder Ulrich und Friedrich von Emmendorf. Nach und nach (1152–1402) kam das Kloster Heilsbronn in den Besitz aller dieser Güter. Während des Dreißigjährigen Kriegs blieben von den damals 28 Anwesen sieben bewohnt, fünf brannten ab, 16 verfielen und verödeten. Der Ort erholte sich jedoch im Gegensatz zu anderen Orten der Umgegend rasch: Zwanzig Jahre nach dem Krieg waren bereits 25 Anwesen wieder besetzt.
Bis zum Jahre 1812 gehörte Aich mit Geichsenhof und Geichsenmühle zur Kirchengemeinde St. Peter (Petersaurach), seit 1812 gehört es zur Kirchengemeinde St. Michael (Weißenbronn). Seit 1900 hat Aich eine eigene Kapelle, die von Privatleuten gestiftet wurde und zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Weißenbronn gehört. Aich hatte zeitweilig eine Posthilfsstelle, die aber schon seit längerer Zeit aufgelöst ist.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Aich zur politisch selbständigen Gemeinde, zu der die Ortsteile Birkenhof, Geichsenhof, Geichsenmühle, Hammerschmiede, Mausendorf und Mausenmühle gehörten. Im Zuge der Gebietsreform, die am 1. Januar 1972 in Kraft trat, wurde diese nach Neuendettelsau eingemeindet[4].
[Bearbeiten] Historische Ortskarte
[Bearbeiten] Bau- und Bodendenkmäler
- Unmittelbar am Dorf gab es eine Freilandstation der Mittelsteinzeit und mehrere Siedlungen der Jungsteinzeit
- Winterseite 4: ein eingeschossiges Wohnstallhaus mit Steildach und Fachwerkgiebel aus dem 17. Jahrhundert[5]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung der Gemeinde Aich
| Jahr | 1807 | 1910[6] | 1925 | 1933 | 1939[7] | 1961 | 1964 | 1970 | 1987[8] | 2007[9] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 131 (im Ort) | 300 | 308 | 301 | 297 | 269 | 263 | 343 | 166 (im Ort) | 185 (im Ort) |
[Bearbeiten] Verkehr
Über die Staatsstraße 2410 gelangt man zur Anschlussstelle der A 6 und zur B 14. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Heilsbronn, Petersaurach, Mausendorf und Geichsenhof.
[Bearbeiten] Bildergalerie
[Bearbeiten] Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 1. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1799, Sp. 33, DNB 790364298.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, S. 36, DNB 480570132.
- Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. (Dissertation). Erlangen 2009, S. 363-370, DNB 998940933.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. (Nachdr. der Ausg. Nördlingen, Beck, 1879). Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-x, S. 141f., DNB 940178222.
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1964, S. 106, DNB 450093387.
- Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 421, DNB 830838392.
[Bearbeiten] Weblinks
- Baudenkmäler in Neuendettelsau
- Manfred Keßler: Der Rittersitz zu Dettelsau im hohen und späten Mittelalter. (Diss.), Erlangen 2009
- Aich auf der Website franconia-online der Uni Würzburg
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ E. Fechter, S. 36.
- ↑ BayernViewer
- ↑ M. Keßler, S. 369.
- ↑ W. Volkert, S. 421.
- ↑ Baudenkmäler in Neuendettelsau
- ↑ Gemeindeverzeichnis.de, Bezirksamt Ansbach
- ↑ Geschichte-on-Demand.de, Stadt und Landkreis Ansbach
- ↑ Verein für Computergenealogie e. V., Aich
- ↑ Die Neuendettelsauer Ortsteile, Neuendettelsau
Aich | Bechhofen | Birkenhof | Froschmühle | Geichsenhof | Geichsenmühle | Haag | Hammerschmiede | Jakobsruh | Mausendorf | Mausenmühle | Neuendettelsau (mit Johannishof und Mühlhof) | Reuth | Steinhof | Steinmühle | Watzendorf | Wernsbach | Wollersdorf