Ain Kaalep

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Ain Kaalep (2000).

Ain Kaalep (* 4. Juni 1926 in Tartu) ist ein estnischer Schriftsteller, Dichter, Übersetzer, Literaturkritiker und Literaturwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Ain Kaalep stammt aus einer Intellektuellenfamilie. Er absolvierte das renommierte Hugo-Treffner-Gymnasium während des Zweiten Weltkrieges. Danach trat er in die Finnische Armee ein und kämpfte im Jahre 1944 im deutschen Militär gegen die vorstoßende Rote Armee. Später verbrachte er einige Zeit in sowjetischer Gefangenschaft. In Tartu studierte er bis 1956 Finnougristik an der Universität Tartu. Er war danach als Übersetzer und freier Schriftsteller tätig. 1984 erhielt er den nach Juhan Liiv benannten Lyrikpreis. Von 1989 bis 2001 war Ain Kaalep Chefredakteur der estnischen Kulturzeitschrift Akadeemia.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • "Aomaastikud" (1962)
  • "Samarkandi vihik" (Gedichtsammlung, 1962)
  • "Iidamast ja Aadamast ehk Antimantikulaator" (Schauspiel, 1967)
  • "Järvemaastikud" (Gedichtsammlung, 1968)
  • "Mäe veri (Totomauna)" (Schauspiel, 1970)
  • "Klaasmaastikud" (1971)
  • "Paani surm ja teisi luuletusi" (1976)
  • "Peegelmaastikud" (Anthologie seiner Übersetzungsarbeiten, Band I 1976, Band II 1980)
  • "Kuldne Aphrodite ja teisi luuletusi" (Gedichtsammlung, 1986)
  • "Maavallast ja maailmakirjandusest" (Literaturkritiken und Essays, 1984)
  • "Minu silmad ja sinu silmad" (Schauspiel, 1965)
  • "Kolm Lydiat" (1997)
  • "Haukamaa laulu'" (1999)

Daneben zahlreiche Übersetzung, besonders Lyrik, unter anderem aus dem Deutschen, Spanischen und Französischen, aber auch aus Sprachen wie dem Armenischen und dem Usbekischen. Ain Kaalep ist für seine Übertragungen der Werke von Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Schiller, Jakob Wassermann, Bertolt Brecht und Max Frisch ins Estnische bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]