Ainaži
| Ainaži (dt.: Haynasch) | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Lettland | |
| Landschaft: | Livland (lettisch: Vidzeme) | |
| Verwaltungsbezirk: | Salacgrīvas novads | |
| Koordinaten: | 57° 52′ N, 24° 22′ O57.86388888888924.36Koordinaten: 57° 51′ 50″ N, 24° 21′ 36″ O | |
| Einwohner: | 994 (15. Mai 2011) | |
| Fläche: | 5,0 km² | |
| Bevölkerungsdichte: | 198,8 Einwohner je km² | |
| Höhe: | ||
| Stadtrecht: | seit 1926 | |
| Webseite: | www.ainazi.lv | |
| Postleitzahl: | LV-4035 | |
| ISO-Code: | ||
| Leuchtturm und rückgebaute Eisenbahnstrecke | ||
Ainaži (deutsch: Haynasch oder Hainasch, estnisch: Heinaste) ist eine Hafenstadt in Lettland unweit der estnischen Grenze an der Stelle eines vormaligen livischen Fischerdorfes.
Ainaži hat eine lange, vom Schiffbau und der Seefahrt geprägte Geschichte. Entlang der livländischen Küste wurden ab dem 19. Jahrhundert hölzerne Segelschiffe gebaut. In Ainaži entstand 1864 auf Anregung von Krišjãnis Valdemãrs die erste lettische Marineschule, die Hunderte von Kapitänen und Steuerleuten ausbildete. Gelehrt wurde in lettischer, estnischer und später auch russischer Sprache. 1905 wurde ein Handelshafen gebaut, der allerdings im Ersten Weltkrieg unbrauchbar gemacht wurde und danach als Industriehafen keine Bedeutung mehr gewann. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte die zurückweichende Wehrmacht 1944 die Hafenanlagen erneut.
Inzwischen sind Forstwirtschaft, Holzverarbeitung und Handel zu bedeutenderen Branchen geworden. Die Lage am Grenzübergang zwischen Lettland und Estland an der Via Baltica (Europastraße 67) begünstigt außerdem die Ansiedlung von Transit- und Transportunternehmen.
Die Marineschule beherbergt heute ein Museum, das Ainažu jūrskolas muzejs, das sich der Geschichte dieser Schule und der Schiffsbautradition entlang der Küste von Vidzeme widmet.
Weblinks [Bearbeiten]
- Weitere Informationen zu Ainaži auf vietas.lv, abgerufen am 1. Oktober 2012
Literatur [Bearbeiten]
- Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. #.
- Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagastu Enciklopēdeija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.