Akademie der Wissenschaften

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Eine Akademie der Wissenschaften ist eine Gelehrtengesellschaft und eine Einrichtung zur Förderung wissenschaftlicher Forschung. Daneben gibt es auch Akademien der Künste, die sich der Förderung künstlerischer Studien verschreiben.

Bedeutung[Bearbeiten]

Im Mittelpunkt der oft traditionsreichen Akademien steht die Vereinigung hochrangiger Gelehrter, die sich regelmäßig zu wissenschaftlichem Austausch zusammenfinden. Akademien sind benannt nach der Platonischen Akademie in Athen, eine vom Philosophen Platon ins Leben gerufene Akademie und eine der ersten Akademien überhaupt. Zu Ehren des griechischen Helden Akademos, der gemäß der Sage in dem von Platon erworbenen Olivenhain begraben war, nannte der Philosoph den Ort „Akademie“. Die Akademien der Wissenschaften sind entweder private (so genannte „Freie Akademien“) oder vom Staat unterhaltene Einrichtungen. Sie unterscheiden sich von Universitäten dadurch, dass sie in der Regel keine wissenschaftliche Lehre betreiben. Eine Ausnahme davon stellt z. B. die Alma mater Europae (European University for Leadership)[1] dar, die als wissenschaftliche Einrichtung der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste im Jahre 2013 in Salzburg ihren Betrieb aufnimmt[2][3].

Deutsche Wissenschaftsakademien[Bearbeiten]

In der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sind acht größere deutsche Wissenschaftsakademien zusammengeschlossen:

In Deutschland soll eine Nationale Akademie der Wissenschaften nach einem Modell, das von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina zu Halle erarbeitet wurde, aufgebaut werden. Diese Akademie soll von einem Rat getragen werden, in den rund 30 Mitglieder aus allen Wissenschaftsorganisationen berufen werden sollen und der die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien vertreten soll. Nach über 15 Jahren kontrovers geführter Diskussion wurde am 22. Februar 2008 die Leopoldina als Sitz der Nationalen Wissenschaftsakademie Deutschlands bekanntgegeben.[4]

Wissenschaftsakademien in der ganzen Welt[Bearbeiten]

In jedem Land Europas und nahezu jedem anderen Land der Erde gibt es mindestens eine nationale Akademie der Wissenschaften oder der Wissenschaften und Künste. Siehe dazu exemplarisch die Liste der wissenschaftlichen Akademien. In Österreich gibt es z. B. eine nationale Akademie der Wissenschaften, die Österreichische Akademie der Wissenschaften. Diese geht auf eine kaiserliche Gründung 1847 zurück und wurde von der österreichischen Republik als zentrale Stelle außeruniversitärer Forschung beibehalten. In der Türkei bestehen beispielsweise die Akademie der Wissenschaften der Türkei (TÜBA) sowie der Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei (TÜBITAK). Daneben gibt es einige Akademien, die international ausgerichtet sind, wie z. B. die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste mit Stand 2012 laut eigenen Angaben etwa 1.500 Mitgliedern, darunter 29 Nobelpreisträger.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alma Mater Europaea der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste
  2. EuroAcad → Organisation → Institutes → Alma Mater Europaea
  3. EuroAcad → Search → Alma+Mater
  4. Leopoldina wird Nationale Akademie