Alain de Botton

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Alain de Botton (2012)

Alain de Botton (* 20. Dezember 1969 in Zürich, Schweiz) ist ein britisch-schweizerischer Schriftsteller und Fernsehproduzent.

Biographie[Bearbeiten]

Alain de Botton ist der Sohn des Bankiers Gilbert de Botton (1935−2000) und dessen erster Ehefrau Jacqueline Burgauer. Der Ehe entstammt auch eine Tochter.

De Botton verbrachte die ersten zwölf Jahre seines Lebens in der Schweiz, wo sein Vater für die Rothschild Bank arbeitete. Er studierte von 1988 bis 1990 Geschichtswissenschaft und Philosophie am Gonville and Caius College der University of Cambridge und schloss sein Studium 1992 am King’s College London mit dem Grad eines Master im Fach Philosophie ab.

De Botton ist Besitzer der Produktionsfirma Seneca Productions, die Dokumentationen produziert, welche hauptsächlich auf seinen eigenen Texten basieren.

Zurzeit lebt de Botton mit seiner Ehefrau, die er 2003 heiratete, und seinen beiden 2004 und 2006 geborenen Söhnen in London.

Werk[Bearbeiten]

In seinen Essays und Romanen – in englischer Sprache verfasst – versucht Alain de Botton, philosophisches Gedankengut für den Leser auf Probleme der Gegenwart zu übertragen und dadurch verständlich und aktuell zu machen. In jüngeren Werken beschäftigt er sich immer wieder mit gesellschaftspolitischen Fragen, etwa der Bedeutung von Status und Statusangst in Gesellschaften, dem Stellenwert von Architektur für die in ihr lebenden Menschen oder dem Sinn der Arbeit.

Botton schreibt regelmäßig für englische Zeitungen und unternimmt Lesereisen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (auf Deutsch)[Bearbeiten]

  • Versuch über die Liebe. Roman. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994; Taschenbuch ebd. 1997, ISBN 3-596-13839-6
  • Romantische Bewegung. Sex, Shopping, Liebesroman. S. Fischer, Frankfurt am Main 1996; Taschenbuch ebd. 2002, ISBN 3-596-13780-2
  • Isabel und ihr Biograph. Roman. S. Fischer, Frankfurt am Main 1997; Taschenbuch ebd. 2002, ISBN 3-596-15462-6
  • Wie Proust Ihr Leben verändern kann. S. Fischer, Frankfurt am Main 1998; Taschenbuch ebd. 2000, ISBN 3-596-13734-9
  • Trost der Philosophie. Eine Gebrauchsanweisung. S. Fischer, Frankfurt am Main 2001; Taschenbuch ebd. 2002, ISBN 3-596-15639-4
  • Kunst des Reisens. S. Fischer, Frankfurt am Main 2002; Taschenbuch ebd. 2003, ISBN 3-596-15804-4
  • StatusAngst. S. Fischer, Frankfurt am Main 2004; Taschenbuch ebd. 2006, ISBN 3-596-16167-3
  • Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein. S. Fischer, Frankfurt am Main 2008; Taschenbuch ebd. 2010, ISBN 978-3-596-17506-2
  • Airport. Eine Woche in Heathrow. S. Fischer, Frankfurt am Main 2010; Taschenbuch ebd. 2011, ISBN 978-3-596-18737-9.
  • Wie man richtig an Sex denkt. Kleine Philosophie der Lebenskunst. Kailash, München 2012, ISBN 978-3-424-63064-0.
  • Freuden und Mühen der Arbeit. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-046322-7.
  • Religion für Atheisten. Vom Nutzen der Religion für das Leben. S. Fischer, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-10-046327-2.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Atheistisches Gotteslob in FAZ vom 21. Juni 2013, Seite 32