Alcantarea

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt wird gerade im größeren Maße bearbeitet oder ausgebaut. Warte bitte mit Änderungen, bis diese Markierung entfernt ist, oder wende dich an den Bearbeiter, um Bearbeitungskonflikte zu vermeiden.

Dieser Baustein sollte nur für kurze Zeit – in der Regel einen Tag oder wenige Tage – eingesetzt und dann wieder entfernt werden.

Alcantarea
Alcantarea ordorata

Alcantarea ordorata

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Tillandsioideae
Gattung: Alcantarea
Wissenschaftlicher Name
Alcantarea
(E.Morren ex Mez) Harms

Die Pflanzengattung Alcantarea gehört zur Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die etwa 39 Arten gedeihen auf Felsaufschlüssen nur im östlichen Brasilien.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration von Alcantarea regina
Dreizählige Blüte von Alcantarea edmundoi

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Alcantarea-Arten sind immergrüne, ausdauernde, krautigen Pflanzen. Sie wachsen zumeist als Epiphyten oder Lithophyten, also auf Bäumen oder an Felsen. In der Regel sind es Trichterbromelien. Die Trichter („Zisternen“) zum Sammeln von Wasser und Nährstoffen entstehen dadurch, dass ihre Sprossachsen gestaucht sind und die Laubblätter dicht in Rosetten zusammen stehen und sich überdecken. Die parallelnervigen Laubblätter sind ganzrandig und meist schwertförmig. Diese unbeschuppten Bromelien können sehr groß werden, mit Trichterdurchmessern von über 1 Meter. Sie brauchen viele Jahre bis zur Bildung ihres Blütenstandes.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die großen Hochblätter der 3 bis 5 Meter hohen Blütenstände sind bei vielen Arten lange haltbar. Die Blütenstände können unverzweigt oder verzweigt sein. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Es sind drei Kelchblätter vorhanden. Die drei freien Kronblätter sind relativ lang, linealisch und rollen sich spiralig ein. Es sind zwei mal drei Staubblätter vorhanden. Die drei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Es werden Kapselfrüchte gebildet. Die Samen besitzen einen „Fallschirm“, ähnlich wie bei der Pusteblume.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Der Gattungsname Alcantarea ehrt den Kaiser von Brasilien Dom Pedro II. de Alcântara (1840 bis 1889).[2] Ein Synonym für Alcantarea (E.Morren ex Mez) Harms ist Glaziouia hort ex Carr.[3]

Die Systematik der Unterfamilie Tillandsioideae ist wegen der Abgrenzungsproblematik der Gattungen und neuerer phylogenetischer Untersuchungen, nach denen die ursprüngliche Gattung Vriesea in drei Gattungen (Vriesea, Alcantarea und Werauhia) aufgeteilt wurde, steten Veränderungen unterworfen. Diese Arten waren in der Gattung Vriesea eingegliedert, 1995 stellte sie Jason R. Grant wieder in eine eigenständige Gattung Alcantarea und zuletzt war es eine Untergattung Alcantarea innerhalb der Gattung Vriesea Lindl.

Die etwa 30 Arten gedeihen auf Felsaufschlüssen nur im östlichen Brasilien.[1]

Es gibt 2014 etwa 39 Arten in der Gattung Alcantarea[3] (bei Luther 2008 erst 23 Arten[4]):
Habitus, Blütenstand und gelbe Blüten von Alcantarea geniculata
Habitus und Blütenstand von Alcantarea heloisae
Knospiger Blütenstand von Alcantarea nahoumii

Bilder[Bearbeiten]

Alcantaraea imperialis:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Leonardo M. Versieux, Thelma Barbará, Maria das Graças L. Wanderley, A. Calvente, Michael F. Fay, Christian Lexer:Molecular phylogenetics of the Brazilian giant bromeliads (Alcantarea, Bromeliaceae): implications for morphological evolution and biogeography. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 64, Issue 1, Juli 2012, S. 177-89. doi:10.1016/j.ympev.2012.03.015
  2. Jason R. Grant: An Annotated Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, Onlineversion aus Selbyana, Volume 19, Issue 1, 1998, S. 91-121.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t In „Species Index“ auf Alcantaraea klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 3.1 (2012). zuletzt eingesehen am 14. Dezember 2014
  4. Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 (PDF; 321 kB) in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. (PDF-Datei; 314 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alcantaraea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Thelma Barbará, Gustavo Martinelli, Clarisse Palma-Silva, Michael F. Fay, Simon Mayo, Christian Lexer: Genetic relationships and variation in reproductive strategies in four closely related bromeliads adapted to neotropical „inselbergs“: Alcantarea glaziouana, A. regina, A. geniculata and A. imperialis (Bromeliaceae). In: Annals of Botany 2009, Volume 103, Issue 1, S. 65–77. doi:10.1093/aob/mcn226
  • Leonardo M. Versieux, Maria das Graças L. Wanderley: A Monograph of Alcantarea (Tillandsioideae), the giant Bromeliads from Brazil. 64. Congresso Nacional de Botânica. Belo Horizonte, November 2013: Preview-PDF.