Alexander Paul Ludwig Konstantin von Württemberg

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Alexander von Württemberg, Lithographie von Josef Kriehuber, 1853
Seine Ehefrau Claudine Gräfin Rhédey von Kis-Rhéde (1812–1841)

Alexander Paul Ludwig Konstantin von Württemberg (* 9. September 1804 in St. Petersburg; † 4. Juli 1885 in Tüffer) war ein Prinz von Württemberg.

Leben[Bearbeiten]

Alexander war das jüngste Kind des Prinzen Ludwig von Württemberg (1756–1817) und dessen zweiter Gemahlin Henrietta von Nassau-Weilburg (1780–1857) und begründete die württembergische Nebenlinie der Herzöge von Teck.

Er trat sehr jung in die württembergische Armee ein. 1830 wechselte er in österreichische Dienste, wo er 1833 zum Oberst befördert wurde. 1848 kommandierte er eine Kavallerie-Division. 1850 ernannte ihn der Kaiser zum Befehlshaber des 11. Husarenregiments, das er bis zu seinem Tod führte. 1859 nahm er am italienischen Feldzug teil, 1860 trat er als General der Kavallerie in den Ruhestand.

Wie alle württembergischen Prinzen erhielt Alexander mit seinem 14. Lebensjahr das Großkreuz des Ordens der Württembergischen Krone.

Familie[Bearbeiten]

Alexander wurde wegen seiner Eheschließung am 2. Mai 1835 in Wien mit der nicht standesgemäßen Claudine Gräfin Rhédey von Kis-Rhéde (1812–1841) von der Erbfolge in Württemberg ausgeschlossen. Claudine erhielt den Titel einer Gräfin von Hohenstein. Nach nur sechs Jahren Ehe starb seine Frau tragisch, als sie als Zuschauerin einer Kavallerieübung Alexanders von durchgehenden Pferden in Ptuj (deutsch Pettau) im heutigen Slowenien zu Tode getrampelt wurde. Alexander und Claudine sind die Großeltern von Queen Mary.

Sie hatten gemeinsam die folgenden Kinder:

  • Franz (1837–1900), Graf von Hohenstein, Herzog von Teck
  • Claudine (1836–1894)
  • Amalia (1838–1898) – verheiratet mit Graf Paul von Hügel (1835–1897)

Standesherr[Bearbeiten]

Als Prinz des königlichen Hauses gehörte Herzog Alexander seit 1825 bis zu seinem Tode der württembergischen Kammer der Standesherren an, nahm jedoch nach 1833 nie mehr an deren Sitzungen teil. Er ließ sich aber vertreten, zuletzt 20 Jahre fast ununterbrochen durch Joseph Freiherr von Linden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]