Alwin Wagner

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Alwin Wagner (* 11. August 1950 in Melsungen in Nordhessen) ist ein deutscher Diskuswerfer und Kraftsportler.

Der ausgebildete Polizist war mehrfacher Deutscher Meister im Diskuswerfen. Von 1981 bis 1985 wurde er fünfmal in Folge für den USC Mainz Deutscher Meister im Diskuswerfen. Bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 1984 krönte er seine Leistungen mit dem sechsten Platz. Am 1. Juli 1987 gelang ihm sein weitester Wurf mit 67,80 m. Er gestand später, mit Dianabol gedopt zu haben.[1]

Alwin Wagner ist weiterhin aktiv, er startet nun für die MT 1861 Melsungen und ist als Trainer für die Schüler und Jugendlichen verantwortlich. 2005 wurde Wagner in San Sebastian Senioren-Weltmeister im Diskuswerfen. Ein Jahr später gewann er in Posen den Titel des Senioren-Europameisters. Im März 2007 siegte er in Helsinki bei den Senioren-Hallenmeisterschaften, wo zum ersten Mal das Diskuswerfen in einer Halle durchgeführt wurde. Im Jahr 2000 belegte Wagner bei einer Leserumfrage der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung (HNA) nach dem "Jahrhundert-Sportler" hinter den Skilangläufer Jochen Behle den zweiten Platz. 2005 wurde der in Melsungen lebende Leichtathlet zum Polizeisportler des Jahres gewählt.

Erfolge[Bearbeiten]

  • fünffacher Deutscher Meister im Diskuswerfen in Folge.
  • Teilnehmer der Olympischen Spiele in Los Angeles.
  • Teilnehmer an den Europameisterschaften in Prag (1978), Athen (1982) und Stuttgart (1986)
  • Welt- und Europameister im Diskuswerfen der Senioren.
  • 15x Deutscher Meister im Schleuderballwerfen.
  • 25x Deutscher Seniorenmeister im Diskuswerfen.
  • Weltrekordhalter im Schleuderballwerfen mit 86,92 m.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Andreas Singler, Gerhard Treutlein: Doping im Spitzensport. Sportwissenschaftliche Analysen zur nationalen und internationalen Leistungsentwicklung. Aachen 2007, ISBN 978-3-89899-192-6, S. 157