Amerikanische Gesellschaft für internationales Recht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorstand und Mitglieder der Space Law Interest Group der ASIL, 2014
Diskussionsrunde der Women's Interest Group der ASIL, 2014

Die Amerikanische Gesellschaft für internationales Recht, englisch American Society of International Law (ASIL), ist eine im Jahr 1906 gegründete gemeinnützige und unparteiische wissenschaftliche Organisation in den Vereinigten Staaten. Sie hat ihren Sitz in Washington, D.C. und erhielt 1950 die Anerkennung durch den US-Kongress (congressional charter) entsprechend dem United States Code.

Der ASIL gehören rund 4.000 Mitglieder aus etwa 100 Ländern an. Ziel der Organisation ist die Unterstützung der Lehre und Forschung im Bereich des internationalen Rechts sowie die Etablierung und Fortführung internationaler Beziehungen auf der Basis von Recht und Gerechtigkeit. Sie hat Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und gibt verschiedene Veröffentlichungen heraus, zu denen mit dem American Journal of International Law eine der renommiertesten Fachzeitschriften im Bereich des internationalen Rechts zählt. Die höchste von der Gesellschaft vergebene Auszeichnung ist die Manley-O.-Hudson-Medaille, darüber hinaus verleiht die ASIL unter anderem die Goler-T.-Butcher-Medaille für Exzellenz im Bereich der Menschenrechte sowie die Ehrenmitgliedschaft an ausländische Juristen mit herausragenden Leistungen im Bereich des internationalen Rechts.

Als Präsidenten der Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht fungierten unter anderem Elihu Root (1907–1924), Charles Evans Hughes (1924–1929), Cordell Hull (1939–1942), Manley Ottmer Hudson (1949–1952), Philip Jessup (1954–1955), Myres Smith McDougal (1958–1959), Hardy Cross Dillard (1962–1963), John Reese Stevenson (1966–1968), Oscar Schachter (1968–1970), Harold Dwight Lasswell (1970–1972), Richard Reeve Baxter (1974–1976), Clarence Clyde Ferguson Jr. (1978–1980), Louis Bruno Sohn (1988–1990), Edith Brown Weiss (1992–1994), Louis Henkin (1994–1996), Charles N. Brower (1996–1998), Thomas M. Franck (1998–2000) und Anne-Marie Slaughter (2002–2004).

Weblinks[Bearbeiten]