Amerzone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Amerzone
Studio Microïds
Publisher u.a. Ubisoft
Leitende Entwickler Benoît Sokal
Erstveröffent-
lichung
FrankreichFrankreich 18. März 1999
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 18. Oktober 1999
Plattform Windows, PlayStation, iOS, Mac OS X
Spiel-Engine Phoenix VR
Genre Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur & Maus
Medium CD-ROM, Download
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch
Altersfreigabe
USK ab 0 freigegeben

Amerzone ist ein Adventure des französischen Computerspielentwicklers Microïds. Es handelt von einem Journalisten, der einen greisen Forscher interviewen will und dann an dessen Stelle in ein fiktives, zentralamerikanisches Land (Amerzone) aufbricht, um dort ein uraltes Ritual zu vollenden. Amerzone wurde am 18. März 1999 für Microsoft Windows veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 1932 erforscht der Abenteurer Alexandre Valembois im Auftrag des Muséum national d'histoire naturelle weitgehend unbekannte Regionen des zentralamerikanischen Landes Amerzone. Die dortigen Ureinwohner pflegten Jahrhunderte lang ein altes Ritual, bei dem einer ebenso seltenen wie mysteriösen Spezies weißer Vögel beim Schlüpfen aus ihren Eiern geholfen wurde. Der in Europa völlig unbekannte Glaube an die heiligen weißen Vögel, die angeblich ihr gesamtes Leben in der Luft verbringen und nie landen, fasziniert Valembois, und er missbraucht das Vertrauen der Einheimischen, um eines der geheimnisvollen Eier zu entwenden und nach Europa zu verbringen. Dort wird seinen Erzählungen allerdings kein Glaube geschenkt.
60 Jahre später ist Amerzone immer noch ein weitgehend unerforschtes Land, das durch den herrschenden Diktator Antonio Álvarez von der Außenwelt abgeschnitten wird. Valembois ist mittlerweile ein alter Mann und dem Tode nahe. Der Diebstahl des Eis belastet ihn, und er möchte das Unrecht gerne ungeschehen machen. An dieser Stelle wird er vom Spieler, der einen jungen Journalisten spielt, aufgesucht. Valembois bittet den Spieler, an seiner statt das offenbar noch fruchtbare Ei zurück nach Amerzone zu bringen, um dort den Kult um die weißen Vögel neu zu beleben. Mit Hilfe einer Erfindung Valembois', des Hydroflots, einer Art Amphibienflugzeug, gelangt der Spieler nach Amerzone. Dort gilt es dann, das Ei an seinen Bestimmungsort zu bringen und das von Valembois geschilderte Ritual zu vollenden.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Spielumgebung mit Kameraschwenks

Amerzone ist ein First-Person-Point-and-Click-Adventure. Die Darstellung des Spielgeschehens erfolgt aus der Egoperspektive. Die Kamera ist am Standort des Spielers fixiert und kann mit der Maus frei gedreht werden. Objekte, mit denen man interagieren kann, werden durch eine Veränderung des Cursors gekennzeichnet. Jeder Standort enthält Ausgänge, die wie Objekte angeklickt werden können. Das aktuelle Standortbild wird dann ausgeblendet, die Kamera am neuen Standort platziert und die neue Umgebung dann dargestellt. Mit der Maus erkundet der Spieler die Umgebung, interagiert mit Objekten, bewegt ihn von Ort zu Ort, untersucht die Szenerie und kombiniert Gegenstände.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich sollte Casterman, der Verlag, bei dem Benoît Sokal publizierte, die Produktion übernehmen. Da dies finanziell nicht möglich war, übernahm Microïds die Erstellung des Spiels[1]. Orte, Handlung und einige Charaktere basieren lose auf Inspektor Canardo, einer Comicserie, die Sokal in den 1980ern schuf. Insbesondere in Band 5 (L'Amerzone) wird die spätere Spielwelt skizziert. 2002 und 2004 erschuf Sokal mit Syberia und Syberia 2 zwei Point-and-Click-Adventures, die häufiger auf die Amerzone-Spielwelt Bezug nehmen. 2011 erfolgten Portierungen von Amerzone für iOS und Max OS X.

Rezeption[Bearbeiten]

In Rezensionen wurde die Hintergrundgeschichte sowie die Grafiken und Animationen vielfach gelobt. Kritisiert wurden die größtenteils recht einfachen Rätsel, die besonders gegen Ende auftretende Linearität des Spiels sowie das weitgehend inhaltslose Handbuch der Originalausgabe.

  • Adventure-Treff: 75 %[1]
  • IGN: 5.5[2]
  • JeuxVideo: 18/20[3]
  • JustAdventure: A[4]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Test auf Adventure-Treff
  2. Test auf IGN
  3. Test auf JeuxVideo (französisch)
  4. Test auf JustAdventure