Amuse-Gueule
Ein Amuse-Gueule (auch Amuse Gueule)
anhören?/i („Gaumenfreude“; franz. ausgesprochen: [amyz ˈgœl]), vor allem im deutschen Sprachraum auch Amuse-Bouche („Mundfreude“) genannt, ist ein appetitanregendes, kleines und somit mundgerechtes Häppchen, das zumeist gratis und vor der kalten Vorspeise im Rahmen eines Menus serviert wird.
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[Bearbeiten] Bezeichnungsvielfalt
Beide Bezeichnungen wurden aus dem Französischen ins Deutsche und in zahlreiche weitere Sprachen entlehnt. Amuse-gueule ist die traditionelle und im Französischen auch bis heute am häufigsten gebrauchte Bezeichnung. Der jüngere und im Französischen seltenere Ausdruck amuse-bouche überwiegt mittlerweile im Deutschen. Dabei wurde das als vulgär empfundene gueule „Maul“ durch das vornehmere bouche „Mund“ ersetzt.[1]
Außerhalb des französischen Sprachraums und außerhalb der Schweiz findet man außerdem als dritte Form den Pseudogallizismus Amuse-Bouchée, bei der eine Vermengung mit französisch bouchée („Mundvoll, Happen“) vorliegt.
Von deutschsprachigen Köchen wird das Amuse-Gueule als Gruß aus der Küche verstanden oder als solcher bezeichnet.
Eine neuere Variante der Amuse-Gueule ist die mise en bouche (dt. etwa „in-den-Mund-Legung“), eine nett angerichtete Kostprobe, die auf einem speziell dafür vorgesehenen Löffel, dem cuillère de dégustation (dt. etwa Probierlöffel, Löffel zum Kosten) gereicht wird.
[Bearbeiten] Kommentar
- ↑ Das französische gueule kann je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutung haben. Das wörtliche Schnauze – wie in „Ta gueule!“ (ein rüdes „Halt die Schnauze!“) – ist in amuse-gueule oder fine gueule (dt. Bedeutung: Feinschmecker) ein ironischer Vulgarismus, mit dem man den Auftakt zu einem guten Essen oder eine Person, die wirklich gutes Essen zu schätzen weiß, bezeichnet.