Andreas Marber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Andreas Marber (* 1961 in Radolfzell) ist ein deutscher Bühnenautor und Dramaturg.

Werdegang[Bearbeiten]

Marber schrieb bereits in der Schulzeit sein erstes Theaterstück und begann nach Abitur und Zivildienst seine Laufbahn am Kinder- und Jugendtheater der Landesbühne Esslingen. 1988 wechselte er ans Stadttheater Bielefeld, 1989 bis 1993 arbeitete er unter Friedrich Schirmer am Stadttheater Freiburg. Nach dem Wechsel an das Staatstheater Stuttgart wurde Marber 1996 leitender Dramaturg am Schauspielhaus Bochum. Seit einer kurzen Tätigkeit am Schauspielhaus Hamburg im Jahr 2000 arbeitet er als freier Autor und lebt in Hamburg.

Marber hat unter anderem mit Stephan Kimmig, Jürgen Kruse, Leander Haußmann und Johann Kresnik zusammengearbeitet. 1994 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Stuttgart, 1995 die Fördergabe des Schiller-Gedächtnispreises des Landes Baden-Württemberg.

Neben seinen eigenen Stücken verfasste er zahlreiche Bearbeitungen, darunter Lüsistrata (Studiobühne Konstanz, 1984), Der 'kleine Unterschied' und seine großen Folgen (Freiburger Theater, 1991) und Beat Generation (Schauspiel Köln, 2007). 2012 übersetzte er im Auftrag des Deutschen Theaters Berlin Shakespeares Tragödie Coriolanus.

Werke[Bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten]

  • Die Franzosensau, Theaterstück, 1983 uraufgeführt
  • Bsssd, Revue, 1988 uraufgeführt
  • Wixvorlagen für Teilzeitkräfte, Theaterstück, 1988 uraufgeführt
  • Das Löwenfell, Theaterstück für Kinder, 1989 uraufgeführt
  • Die Nazisirene, Theaterstück, 1990 uraufgeführt
  • Der Lockruf der Bahnhofsmission verhallt ungehört: Wir erliegen den Versuchungen der Arbeitslosenunterstützung, Theaterstück, 1991 uraufgeführt
  • Das sind sie schon gewesen die besseren Tage, 1994 uraufgeführt
  • Die Lügen der Papageien, 1995 uraufgeführt, u.d.T. Parrots' Lies in englischer Sprache veröffentlicht in: German Plays 2, Hrsg. von Elyse Dodgson, London 1999
  • Rimbaud in Eisenhüttenstadt, Theaterstück, 1997 uraufgeführt
  • Honecker Rex, 1997/1998
  • Riefenstahl, eine Choreographie, Theaterstück, 1998 uraufgeführt
  • Maßnahmen zur Wirklichkeitserfassung, Szene, 2004 uraufgeführt
  • Der Schrei der Rumba, Theaterstück, 2006 uraufgeführt
  • Die Beißfrequenz der Kettenhunde, Theaterstück, 2007 uraufgeführt
  • Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn, Theaterstück, 2010 uraufgeführt am 21. November 2010, Staatstheater Mainz, Regie: Philipp Kugler

Weitere Werke[Bearbeiten]

  • Frau Anna B kommt in den vierten Stock, Hörspiel, 1990 (RIAS Berlin)
  • Verlorne Unschuld, Erzählungen, Hamburg (Männerschwarm) 2002, ISBN 978-3935596091
  • Platon, Roman, Hamburg (Hoffmann und Campe) 2006, ISBN 978-3455051605
  • Der Autodidakt, Kurzgeschichte, allmende, karlsruhe 2010, ISBN 978-3881906081

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]