Andreas Storr

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Andreas Storr beim NPD - Bundesparteitag 2009 in Berlin.
Andreas Storr bei einem Infostand der NPD am 17. Januar 2006 in Freiburg im Breisgau

Andreas Storr (* 13. April 1968 in Berlin) ist ein deutscher Politiker (NPD). Er ist seit 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags. Vor seiner Tätigkeit in Sachsen war Storr Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten und Landesvorsitzender der NPD in Berlin.

Der gelernte Bankkaufmann Andreas Storr wurde Anfang der 1990er-Jahre zunächst bei der rechtsextremen Partei „Die Nationalen“ aktiv. Er gab die „Nationalen Nachrichten“, eine Wahlkampfzeitung der Nationalen zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlen von 1992 heraus, aus der sich 1993 die rechtsextreme Zeitung „Berlin-Brandenburger Zeitung“ entwickelte. Zur gleichen Zeit engagierte er sich auch bei der NPD, ihrer Jugendorganisation JN und dem Nationaldemokratischen Hochschulbund. Er fungierte von 1992 bis 1994 als Bundesvorsitzender der JN und später als Vorsitzender des NPD-Bezirksverbandes Berlin und Listenführer der NPD bei den Berliner Abgeordnetenhaus-Wahlen. In diesen Funktionen meldete er mehrere Neonazi-Aufmärsche an, so z. B. am 1. Mai 1996 mit rund 300 Rechtsextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin-Marzahn, am 15. Februar und am 26. Juli 1997 in Berlin-Hellersdorf, und trat auch als Redner auf wie am 29. Januar 2000 bei dem NPD-Aufmarsch gegen das Holocaust-Mahnmal durch das Brandenburger Tor, am 12. Februar 2000 in Gera oder 15. Juli 2000 in Dresden. Des Weiteren war er presserechtlich Verantwortlicher der NPD-nahen Zeitung „Denkzettel“. 2001 trat er bei den Landratswahlen in Sachsen als Kandidat der NPD im Landkreis Sächsische Schweiz, in dem die NPD vergleichsweise stark vertreten ist, an und erlangte einen Stimmenanteil von 4,1 Prozent. Zur Bundestagswahl 2005 trat Storr für die NPD auf Platz vier der Landesliste und als Direktkandidat im Wahlkreis Berlin-Charlottenburg - Wilmersdorf an.

Gleichzeitig ist er in der militanten Neonaziszene der Freien Kameradschaften aktiv und war Führungskader der „Kameradschaft Marzahn“. Nach Informationen von Berliner Antifaschisten betrieb er auch das „Nationale Infotelefon Berlin“ (NIT Berlin), über das die Berliner und Brandenburger Neonaziszene regelmäßig zu Aktionen und Aufmärschen mobilisierte.

Bei der Landtagswahl in Sachsen 2009 zog er über die Landesliste seiner Partei in den Landtag ein.

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