Angilbert

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Angilbert (* um 750; † 18. Februar 814 in Saint-Riquier, Picardie) war Hofkaplan, Diplomat und Dichter am Hofe von Kaiser Karl dem Großen. Nach seinem Tod wurde er auch als Heiliger bekannt mit den Namen Angilibert und Engelbert (Gedenktag 18. Februar). Er entstammte dem Adel und ging aus der Schule des fränkischen Hofs als Schüler Alkuins hervor. Von Kaiser Karl dem Großen erhielt er als Laienabt die Benediktinerabtei Centula (Saint-Riquier) bei Abbeville in der Picardie im heutigen Frankreich. Er wurde mehrfach mit diplomatischen Sendungen an den Papst betraut.

Kaiser Karls Tochter Bertha war seine Geliebte, mit der er zwei Söhne hatte: Harnid und den Geschichtsschreiber Nithard. Dies schreibt Nithard selbst in seinem Geschichtswerk. (Zitat: "Qui ex eiusdem magni regis filia nomine Berchta, Hartnidum, fratrem meum, et me Nithardum genuit.")

Von Angilbert sind mehrere lateinischen lyrische Gedichte erhalten, und er gilt auch in Abschnitten als Biograph des Kaisers.

Angilberts Gedichte wurden von Ernst Ludwig Dümmler in den Monumenta Germaniae Historica herausgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]