António Rosa Coutinho

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Rosa Coutinho, 1982

António Alva Rosa Coutinho (* 14. Februar 1926 in Celorico da Beira, Portugal; † 2. Juni 2010 in Lissabon, Portugal) war ein portugiesischer Politiker und Admiral, der allgemein „Der Rote Admiral“ genannt wurde. Er war das letzte lebende Mitglied der „Junta de Salvação Nacional“.

Leben[Bearbeiten]

António Rosa Coutinho wurde 1926 in einer Stadt im Nordosten Portugals geboren. Mit 18 ging er zur Marine. Während der Militärdiktatur war er einer der höchsten Offiziere des Landes, der als Admiral und Fregattenkapitän hohe militärische Posten innehatte.

Seine Karriere als Politiker begann nach dem unblutigen Putsch von 1974, der sogenannten „Nelkenrevolution“, an der er aktiv beteiligt war. Er wurde eines der sieben Mitglieder der provisorischen Regierung, der Junta de Salvação Nacional. In der Regierung war er für die Auflösung der Geheimpolizei PIDE und der Legião Portuguesa zuständig. Als Hochkommissar wurde er 1975 nach Angola geschickt und war damit faktisch Regierungschef, der die Unabhängigkeit Angolas von Portugal einleitete und, unter anderem im Übereinkommen von Alvor, abwickelte.

Nach seiner militärischen und politischen Laufbahn war er im Handel mit Angola tätig.

Den Titel „Der Rote Admiral“ erhielt er, da er Sympathisant, jedoch kein Mitglied der Kommunistischen Partei Portugals war. Auch war seine Glatze eines seiner Markenzeichen.

Rosa Coutinho starb am 2. Juni 2010 in Lissabon und wurde in der Igreja de São Roque aufgebahrt. Er hinterließ eine Frau und einen Sohn.

Literatur[Bearbeiten]

  • António Rosa Coutinho, in: Internationales Biographisches Archiv 01/1976 vom 22. Dezember 1975, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Antonio Rosa Coutinho. In: The Telegraph. 16. Juni 2010
  • Peter Steiniger: Abschied vom »roten Admiral«. In: Junge Welt. 5. Juni 2010