Anton Rauscher

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Anton Rauscher SJ (* 8. August 1928 in München) ist ein Jesuit und Sozialethiker.

Leben[Bearbeiten]

Anton Rauscher wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges noch als Soldat in einer Pioniereinheit eingesetzt und konnte daraufhin erst nach Kriegsende sein Abitur machen. Er studierte zunächst von 1947 bis 1948 an der Philosophisch-theologischen Hochschule Freising und ab 1948 Philosophie, Theologie und Christliche Gesellschaftslehre an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Als Alumne des Collegium Germanicum et Hungaricum empfing er am 10. Oktober 1953 in Rom die Priesterweihe durch Clemente Kardinal Micara, den Pro-Präfekten der Ritenkongregation. 1956 wurde er mit der Arbeit „Subsidiaritätsprinzip und berufsständische Ordnung in ‚Quadragesimo anno‘“ bei Gustav Gundlach zum Doktor der Theologie promoviert. Kurz darauf trat er 1956 der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Jesu bei und absolvierte sein Noviziat in Irland. Nach einer Dozentur für Sozialethik von 1957 bis 1960 an der Sophia-Universität in Tokio absolvierte er von 1960 bis 1964 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster. 1968 habilitierte er sich im Fach Christliche Sozialwissenschaften.

Anton Rauscher wurde 1971 auf den Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Augsburg berufen. 1996 wurde er emeritiert. Er hat seit 1998 eine Gastprofessor an der Sogang-Universität in Seoul inne.

1963 wurde er in Nachfolge von Gustav Gundlach SJ Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach. 2010 übergibt er sein Amt an Peter Schallenberg.

Rauscher hat maßgebliche Werke zur Katholischen Soziallehre veröffentlicht. Zusammen mit Jörg Althammer, Wolfgang Bergsdorf, Otto Depenheuer ist er Herausgeber des „Handbuchs der Katholischen Soziallehre“.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]