Apoyando

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Die Apoyando Zupftechnik (von links nach rechts): Die hohe e-Saite wird „durchgedrückt“, der Finger kommt auf der nächst unteren H-Saite zum Liegen.

Apoyando (Aussprache: [apoˈʝando], span. „aufgestützt“, „angelehnt“) ist eine Zupftechnik der Gitarre. Sie bildet den Gegensatz zu der Zupftechnik Tirando.

Technik und Klang[Bearbeiten]

Beim Apoyando-Zupfen wird die gespielte Saite „durchgedrückt“, so dass der Finger nach dem Zupfen auf der nächstunteren Saite zum Aufliegen kommt. Der zupfende Finger ist dabei im Gegensatz zur gewöhnlichen Technik fast ganz durchgestreckt. Die so produzierten Töne sind lauter und klingen voller und weicher als mit der normalen Zupftechnik Tirando produzierten Töne.

Anwendung[Bearbeiten]

Apoyando wird besonders bei lateinamerikanischen Stücken und dem Flamenco gespielt, um einzelne Melodietöne hervorzuheben oder Läufen einen fließenderen Klang zu verleihen. Beim Flamenco spielt besonders der Daumen Apoyando, denn er spielt Melodie oder hervorstechende Basslinien. Die Apoyando-Technik kann helfen, den Wechselschlag bei Läufen (z. B. Tonleitern oder Solos) zu beschleunigen: Das Durchstrecken der Finger führt zu einer „trommelnden“, „schlagenden“ Bewegung, die im Gegensatz zu der „klauenförmigen“, „ziehenden“ Bewegung des Tirando nach einiger Übung bereits sehr schnell ausgeführt werden kann.

Im Beispiel des Stückes „Spanische Romanze“ wird die Melodieführung durchweg Apoyando gespielt und die restlichen Töne in Tirando unbetont angeschlagen.