Ashraf Ali Thanwi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maulana (Meister) Ashraf Ali Thanwi (* 19. August 1863 in Thana Bhawan, Uttar Pradesh; † 1943; auch Hakeem-ul-Ummat [Der Weise der muslimischen Gemeinde oder Der Lehrer der Lehrer] genannt) war ein bekannter Gelehrten des Islam. Er kam aus der sunnitisch-orthodoxen Dar ul-Ulum Deoband.

Er schrieb ungefähr 1365 Bücher auf unterschiedlichen Gebieten des Islams. Er galt als ein Spezialist für die Hadithwissenschaft und für das Hanafitische Recht.

Thanwi wurde bekannt für seine zahlreichen Kritiken an Praktikten der Sufis und der Schia. Er schrieb eine Reihe von Werken dazu, beispielsweise das Hifzul Iman ("Glaubensschutz"), in dem er das unter den Muslimen Südasiens weit verbreitete Anbeten von Gräbern und das Erbitten von Fürsprache bei Propheten, Heiligen und sonstigen Menschen verurteilte. Des Weiteren lehnte er die Meinung der Barelwi-Sufis ab, dass Mohammed in Form von "Licht" weiter existiere. Diese Praktikten und Glaubenslehren bezeichnet er des Weiteren als kufr (unislamisch), schirk (polytheistisch) und Bidʿa (häretisch). Als Reaktion wurde er in einer Fatwa des Barelvi-Sufi- Gelehrten Ahmed Raza Khan aus dem Jahre 1900 zusammen mit anderen Deobandi-Ulema zu Ungläubigen erklärt, da sie u.a keine "Liebe für den Propheten" empfänden, den Propheten beleidigt und dadurch kufr begangen haben sollen. So sein auch alle Menschen, die die Deobandis nicht zu Ungläubigen erklären (den takfir sprechen) und diese so ansehen, ebenfalls Ungläubige. In der Fatwa wird er mit Muhammad ibn Abd al-Wahhab, Ibn Taimiyya und Mirza Ghulam Ahmad verglichen.[1]

  1. sufimanzil.org:Arabic Fatwa against Deobandis

Weblinks[Bearbeiten]