August von Ammon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedrich August von Ammon
Grab Friedrich August von Ammons (hinten) auf dem Eliasfriedhof in Dresden

Friedrich August von Ammon (* 10. September 1799 in Göttingen; † 18. Mai 1861 in Dresden) war ein deutscher Augenarzt.

Familie[Bearbeiten]

Er entstammte einem niederösterreichischen Adelsgeschlecht, das 1594 in den rittermäßigen Reichsadel erhoben worden war und dessen sichere Stammreihe mit dem Bildhauer Wolfgang Ammon († 1655) in Loosdorf (Niederösterreich) beginnt. Er war der Sohn des kursächsischen Oberhofpredigers Christoph Ammon, Vizepräsident des evangelischen Landeskonsistoriums in Dresden, und dessen erster Ehefrau Elisabetha Breyer (1771–1822). Christoph Ammon hatte am 28. November 1824 in Dresden die sächsische Adelserneuerung erhalten.

Leben[Bearbeiten]

Ammon studierte an den Universitäten Leipzig und Göttingen. 1820 wurde er Mitglied des Corps Guestphalia Göttingen.[1] 1823 ließ er sich als Arzt in Dresden nieder. Im Jahr 1829 wurde er Professor an der chirurgisch-medizinischen Akademie und Direktor der Poliklinik. Friedrich August II. (Sachsen) ernannte ihn 1837 zum königlichen Leibarzt. Ammon gründete eine Privatheilanstalt für Augenkranke und an chirurgischen Krankheiten Leidende. Im Jahr 1858 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt. Ammon starb 1861 in Dresden und wurde auf dem dortigen Eliasfriedhof beigesetzt.

Werke[Bearbeiten]

  • De genesi et usu maculae luteae in retina oculi humani obviae (Weimar, 1830)
  • Die Erkenntniss und die Behandlung der asiatischen Cholera : mit Berücksichtigung der durch Leichenöffnungen gewonnenen Aufklärungen über das Wesen dieser Krankheit und mit einem Verzeichnisse der bei Behandlung derselben erprobten und vorgeschlagenen Heilmittel und Heilformeln versehen / nach den besten Quellen für Civil- und Militairärzte und Wundärzte und für Pharmaceuten bearbeitet von Friedrich August Ammon. Walther, Dresden 3. Aufl. 1831 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Pharmacopoea anticholerica extemporanea : exhibens Compositiones Medicamentorum a Medicis experientissimis ad Curam Cholerae Asiaticae tam internam quam externam accomodatorum. Voss, Lipsiae 1832 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • De physiologia tenotomiae (Dresden, 1837)
  • Klinische Darstellung der Krankheiten und Bildungsfehler des menschlichen Auges etc. (Berlin 1838–47, 4 Bde.)
  • Die Behandlung des Schielens durch den Muskelschnitt (Berlin, 1840)
  • De Iritide (deutsch, Berlin, 1843)
  • Illustrierte pathologische Anatomie der menschlichen Kornea, Sklera, Choroidea und des optischen Nerom (hrsg. von Warnatz, Leipzig 1862)
  • Die angebornen chirurgischen Krankheiten des Menschen (Berlin, 1839–1842)
  • Die plastische Chirurgie (mit Moritz Baumgarten, Berlin, 1842)
  • Brunnendiätetik (7. Aufl. Leipzig, 1880)
  • Die ersten Mutterpflichten und die erste Kindespflege (26. Aufl. von Winckell, Leipzig, 1884)

Außerdem gab er eine Zeitschrift für Ophthalmologie (Dresden u. Heidelberg 1830–36, 5 Bde.) und eine Monatsschrift für Medizin, Augenheilkunde und Chirurgie (Leipzig, 1838–40, 3 Bde.) heraus.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 69, 139
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.