Max von Hausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Max von Hausen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Freiherr von Hausen

Max Clemens Lothar Freiherr von Hausen (* 17. Dezember 1846 in Dresden; † 19. März 1922 ebenda) war ein sächsischer Offizier, zuletzt Generaloberst sowie Kriegsminister und Vorsitzender des Gesamtministeriums des Königreiches Sachsen.

Leben[Bearbeiten]

Max war der Sohn des späteren sächsischen Generalleutnants und Stadtkommandanten von Dresden Clemens Heinrich Lothar von Hausen (1809–1879) und dessen Ehefrau Anna Wilhelmine, geborene von Ammon.

Als Jugendlicher besuchte Hausen die Kadettenanstalt seiner Heimatstadt und trat nach deren Abschluss 1863 in das 3. Jägerbataillon ein. 1864 wurde er hier zum Sekondeleutnant befördert. An den Kriegen von 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg), 1866 (Deutscher Krieg) und 1870/71 (Deutsch-Französischer Krieg) nahm er teil und im Anschluss besuchte er die Preußische Kriegsakademie in Berlin, die er 1874 abschloss. 1887 erfolgte seine Berufung zum Großen Generalstab und 1890 zum Kommandeur des Grenadier-Regiments „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Königlich Sächsisches) Nr. 101 in Dresden. 1893 wurde er zum Generalmajor befördert und schließlich 1897 zum Kommandeur der 32. Division (3. Königlich Sächsische) ernannt sowie zum Generalleutnant befördert. 1900 erfolgte die Ernennung zum Kommandierenden General des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps.

Im Ersten Weltkrieg befehligte Hausen als Generaloberst (seit 17. Dezember 1910) die 3. Armee vom 2. August bis 12. September 1914. Während der Marneschlacht wurde er am 12. September seines Amtes als Oberbefehlshaber auf Grund einer vermeintlichen Ruhrerkrankung, die sich später als Typhus herausstellte, krankheitshalber vorübergehend enthoben. Dies diente dem „Interesse der völligen Wiederherstellung“.[1]

Als Politiker war er vom 2. August 1902 bis 1906 als sächsischer Kriegsminister und vom 26. Juli 1912 bis 21. Mai 1914 als Vorsitzender des Gesamtministeriums tätig. Fälschlicherweise wurde er in der Zeit als Vorsitzender des Gesamtministeriums auch als erster Ministerpräsident Sachsens zitiert. Dies löste Artur Brabants Wortwahl aus, der Hausen als „Ministerpräsident“ im Vorwort seiner 1926 erschienenen Biografie Generaloberst Max Freiherr v. Hausen. Ein deutscher Soldat bezeichnete. Das Amt des Ministerpräsidenten existierte im Königreich Sachsen nicht.

Grab auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden

Für seine Verdienste wurde Hausen vielfach geehrt. So stand er à la suite des 1. Jäger-Bataillons Nr. 12 in Freiberg und war unter anderem Träger des Hausordens der Rautenkrone, Ritter des Schwarzen Adlerordens sowie des Roten Adlerordens mit der Kette.[2]

Hausen ist auf dem Inneren Neustädter Friedhof in Dresden bestattet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Artur Brabant: Generaloberst Max Freiherr von Hausen. Ein deutscher Soldat. Dresden 1926.
  • Des Generalobersten Freiherrn von Hausen: Erinnerungen an den Marnefeldzug 1914. Mit einer einleitenden kritischen Studie herausgegeben von Friedrich Max Kircheisen, Leipzig 1922.

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quelle: StA, HStA DD, 11248 Sächsisches Kriegsministerium, Nr. 8054
  2. Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1913, Hrsg.: Sächsisches Kriegsministerium, Abteilung für die persönlichen Angelegenheiten, C. Heinrich, Dresden 1913, S.4


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