Avery Brooks

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Avery Brooks (2007)

Avery Brooks (eigentlich Avery Franklin Brooks, * 2. Oktober 1948 in Evansville, Indiana) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Opernsänger und Regisseur.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Die Mutter von Avery Brooks, Eva Lydia (geborene Crawford), gehörte zu den ersten afroamerikanischen Frauen, die das Studium der Musik mit einem Master abschließen konnten. Sein Vater war von 1937 bis 1947 Sänger in einem Chor beim Radiosender des CBS, so dass ihm eine Karriere als Musiker vorherbestimmt zu sein schien. Brooks besuchte nach Abschluss seiner Schulausbildung die Indiana University sowie das Oberlin College und schloss sein Studium 1976 mit einem Master an der Rutgers University in den Bereichen Regie und Schauspiel ab. Anschließend unterrichtete er für einige Jahre als Professor für Theaterwissenschaften an der Rutgers University und engagierte sich in mehreren Projekten, beispielsweise beim „National Black Arts Festival“.[1]

Avery Brooks begann seine Schauspielkarriere als Theaterdarsteller, wo er 1976 in dem Stück Paul Robeson von Phillip Hayes Dean seinen ersten großen Erfolg verbuchen konnte. Die in dem Stück erzählte Lebensgeschichte des Sängers, Schauspielers und Bürgerrechtlers Paul Robeson forderte Brooks einiges an gesanglichem Können ab. In der Folge Solomon Northup’s Odyssey der Serie American Playhouse stand Brooks dann 1984 erstmals für eine Fernsehproduktion vor der Kamera. Internationale Bekanntheit erlangte er jedoch erst 1993 in der Science-Fiction-Serie Star Trek: Deep Space Nine (DS9) als Commander (und später Captain) Benjamin Lafayette Sisko,[1] kommandierender Offizier der Raumstation „Deep Space 9“ und Abgesandter der Bajoraner. Zuvor konnte man ihn schon als „Hawk“ in der Serie Spenser, neben Robert Urich, als Freund der Hauptfigur sehen, sowie im Spinoff dieser Serie mit dem Serientitel Hawk, in der er die Titelrolle übernahm.

Ein Highlight seiner Rolle in Star Trek war eine Folge, in der er den schwarzen Schriftsteller Benny Russell verkörperte, der für ein Science-Fiction-Magazin im New York des Jahres 1953 Kurzromane schreibt. Diese Folge (Jenseits der Sterne) zeigt die Probleme mit der Unterdrückung und dem Rassismus in den USA der 1950er Jahre. Nach dem Ende der sieben Staffeln langen Serie DS9 im Jahre 1999, bekam er einige Nebenrollen in TV- und Kinoproduktionen. Das breitere Publikum lernte Avery Brooks im Jahre 1998 mit dem Film American History X kennen, in dem er den Schuldirektor der Schule, die beide Hauptcharaktere besuchten, spielte. Er spielte am Theater, sprach mit seinem tiefen Bariton Kommentare in Dokumentarfilmen des Discovery Channel und National Geographic, unterrichtete am Oberlin College und an der Case Western Reserve University und nahm Hörbücher auf. Des Weiteren ist er Dozent an der Mason Gross School of the Arts mit einer Professur für Theaterwissenschaften. Im Jahr 2008 trat er in der Theaterproduktion Death of a Salesman, basierend auf dem gleichnamigen Drama von Arthur Miller aus dem Jahre 1949, auf (deutscher Titel Tod eines Handlungsreisenden).[2]

Seit 1976 ist Avery Brooks mit seiner Frau Vicki Bowen verheiratet. Das Paar hat drei Kinder.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Avery Brooks – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Avery Brooks. auf moviesection.de, abgerufen am 28. Februar 2013.
  2. Avery Brooks returns to Oberlin for special ‘Death of a Salesman’ production. auf cleveland.com, abgerufen am 28. Februar 2013.