Axel Berg (Politiker)

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Axel Berg (2005)

Axel Berg (* 26. März 1959 in Stuttgart) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur absolvierte Berg ein Studium der Rechtswissenschaft und der Politikwissenschaft in München, Tübingen und Frankfurt am Main, welches er mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach Ableistung des Referendariats bestand er auch das zweite Staatsexamen. 1992 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main mit der Arbeit „Frankreichs Institutionen im Atomkonflikt - Rahmenbedingungen und Interessenlagen der nichtmilitärischen Atompolitik“. Seit 1993 ist Berg als selbständiger Rechtsanwalt tätig.

Axel Berg ist verheiratet.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Von 1998 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 2000 bis 2002 Obmann der SPD-Bundestagsfraktion in der Enquête-Kommission Nachhaltige Energieversorgung. Ab 2006 war er stellvertretender Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Energie.

Axel Berg ist dreimal als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises München-Nord in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 43,7 % der Erststimmen. Berg war nach dem Ausscheiden Christoph Moosbauers der einzige direkt gewählte bayerische SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Bei der Bundestagswahl 2009 unterlag Berg knapp seinem CSU-Konkurrenten Johannes Singhammer und konnte auch über die Landesliste nicht mehr in den Bundestag einziehen.[1] Er ist nun erster Nachrücker auf der SPD-Landesliste.

Für die nächste Bundestagswahl bemühte sich Berg erneut um eine Aufstellung. Am 19. Juli 2012 unterlag er jedoch in der Abstimmung über den SPD-Wahlkreisbewerber (München-Nord) seinem Gegenkandidaten Florian Post.[2]

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Axel Berg ist Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Energiewerk und ist Vorsitzender des Vorstands der deutschen Sektion von Eurosolar, einer gemeinnützigen europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Holger Gertz: Wie man einen Mann versenkt. in: Süddeutsche Zeitung, 30. September 2009, Seite 3

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundeswahlleiter: Bundesland Bayern Wahlkreis 218 - München-Nord, 28. September 2009
  2. Anna Fischhaber: „Münchner SPD wählt Axel Berg ab“, in: Süddeutsche Zeitung, 20. Juli 2012 (Online-Ausgabe)