Bachwoche Ansbach

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Logo der Bachwoche Ansbach

Die Bachwoche Ansbach ist ein in Ansbach stattfindendes Musikfestival, das dem Leben und Werk Johann Sebastian Bachs verpflichtet ist. Die erste Bachwoche fand 1947 statt.

Spielorte sind die Orangerie im Hofgarten, der Prunksaal im Markgrafenschloß sowie die Johannis- und Gumbertuskirche. Einige wenige Konzerte werden in anderen Sälen angeboten.

Das Programm bestreiten namhafte Künstler der Weltspitze; so spielten in Ansbach Yehudi Menuhin, Gidon Kremer, Mstislaw Rostropowitsch, Ludwig Hoelscher, Ferdinand Leitner und Karl Richter. In den vergangenen Jahren gastierten z. B. John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Andreas Staier, Martin Stadtfeld und Masaaki Suzuki mit seinem Bach Collegium Japan

Geschichte[Bearbeiten]

Im ersten Jahr fand das Festival noch auf Schloss Pommersfelden statt. 1948 zog man um in das weitgehend unzerstörte Ansbach mit seiner Residenz; die Organisation übernahm der Münchner Dr. Carl Weymar. Am Anfang waren es vor allem der Münchener Kunsthändler Carl Weymar und der Cellist Ludwig Hoelscher, unterstützt von dem Dirigenten Ferdinand Leitner, die gemeinsam mit Künstlerfreunden das Programm auf die Beine stellten. Schnell kamen prominente Gäste wie die Geiger Wolfgang Schneiderhan und Yehudi Menuhin, der Pianist Wilhelm Kempff, der Flötist Aurèle Nicolet, die Sänger Peter Pears und Dietrich Fischer-Dieskau hinzu, immer unterstützt von der Solistengemeinschaft der Bachwoche, die als Orchester das Rückgrat der Festwoche bildete.

Von 1955 bis 1964 leitete der Cembalist und Dirigent Karl Richter die Bachwoche. Danach wurde Rudolf Hetzer, Mitglied im „Verein der Freunde der Bachwoche“, der sich schon 1948 gegründet hatte und bis heute die wichtigste Stütze der Bachwoche darstellt, neuer künstlerischer Leiter; die Stadt Ansbach übernahm die Trägerschaft der Bachwoche. In Hetzers Zeit fällt die Umstellung auf einen zweijährlichen Turnus. Vermehrt kamen internationale Künstler und Ensembles wie Nathan Milstein, Mstislaw Rostropowitsch und Sir Neville Marriner, The English Consort und die London Baroque Soloists, womit auch die Vorstellungen der historischen Aufführungspraxis in Ansbach Einzug hielten.

Nachdem Hetzer 1979 aus Gesundheitsgründen sein Amt aufgegeben hatte, folgte ihm Hans Georg Schäfer, ein studierter Pianist und Komponist, der die Bachwoche fast 20 Jahre leitete. Er bezog auch die Bach-Söhne mit ein und erweiterte das Spektrum der Komponisten über Bach hinaus von Claudio Monteverdi, Henry Purcell und Heinrich Schütz bis zu Paul Hindemith, Witold Lutosławski und Arvo Pärt. Zusätzlich zum zweijährlichen Rhythmus wurde im Jahr 2000, zum 250. Todestag Bachs, eine weitere Bachwoche gefeiert, die wiederum allein dem Werk des Jubilars gewidmet war.

Von 2001 bis 2005 hatte Dr. Lotte Thaler die künstlerische Leitung inne. Sie setzte neue Akzente, indem sie thematische Schwerpunkte setzte („Bach und Strawinsky“), der Musik des 20. Jahrhunderts stärkeres Gewicht einräumte und die Bachwoche um neue Elemente wie die Bach-Sprechstunden, Kinder- und Jazzkonzert bereicherte.

Seit Frühjahr 2006 ist Andreas Bomba Geschäftsführer und Intendant. Er führte die Bachwoche in das 60-jährige Jubiläum im Jahre 2007. Die Bachwoche Ansbach ist das älteste, an einem gleichbleibenden Ort stattfindende Musikfest – mit der Musik Johann Sebastian Bachs als Schwerpunkt – in Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten]