Bannetze

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52.6802777777789.809166666666733Koordinaten: 52° 40′ 49″ N, 9° 48′ 33″ O

Bannetze
Höhe: 33 m
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 29308
Vorwahl: 05146

Bannetze ist ein Ortsteil der Gemeinde Winsen (Aller) im niedersächsischen Landkreis Celle, der an der Aller liegt. Der Ort wird von der L 180 durchquert.

Geschichte[Bearbeiten]

Urkundlich wird der Ort erstmals 1337 genannt. Die Erstbezeichnung Benetze leiten die Flurnamenforscher Paul Alpers und Friedrich Barenscheer auf diese Weise ab: „Bennedeshuse, vom Personennamen Benneid“.[1]

Am 1. Februar 1971 wurde Bannetze in die Gemeinde Winsen (Aller) eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Die Ortschaft Bannetze hat einen gemeinsamen Ortsrat mit dem Nachbarort Thören.

Ortsbürgermeister ist Heinrich Leymers (CDU) aus Thören.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das Schulhaus in Bannetze ist ein freistehendes zweigeschossiges Schulhaus mit Stallanbau, von dem 1910 ein Vorentwurf veröffentlicht wurde. Der Bau wurde 1911 von Otto Haesler ausgeführt.[4]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Baudenkmale in Bannetze

Natur[Bearbeiten]

Nördlich der Ortschaft liegt das 815 ha große Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet Meißendorfer Teiche mit dem Bannetzer Moor, das wegen seiner artenreichen Brutvogelwelt und als Rastgebiet für Zugvögel von gesamtstaatlicher Bedeutung ist. [5]

Östlich von Bannetze, am gegenüberliegenden Ufer der Aller, liegt das Naturschutzgebiet „Hornbosteler Hutweide“,[6] ein 176 ha großes Gebiet, das 2004 unter Schutz gestellt wurde. Man findet hier zum Teil noch gut erhaltene Reste der ehemals typischen Hutelandschaft. Heckrinder und seit 2009 auch Przewalski-Pferde übernehmen die Beweidung dieses Teils der Allerniederung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bannetze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urk. 140 von 1337, Wilhelm von Hodenberg: Lüneburger Urkundenbuch, 15. Abtheilung: Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Capaun-Karlowa'sche Buchhandlung, Celle 1859, S. 333; Paul Alpers und Friedrich Barenscheer: Celler Flurnamenbuch: Die Flurnamen der Stadt und des Landkreises Celle, Sändig, Erfurt 1952, S. 19.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 223.
  3. Infos der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Durch einen Vertrag im Jahre 1908 übernahm der Staat den Ausbau der Staustufen Oldau, Bannetze, Marklendorf und Hademstorf, während die Stadt Celle die Ausnutzung der Wasserkräfte an den Staustufen Oldau und Marklendorf pachtete. Deutsche Bauzeitung, Verlag Ernst Toeche, Berlin 1908, S. 121: „... die bei mittlerem Niedrigwasser 1,5 m Wassertiefe anstrebt und zu diesem Zwecke vier Staustufen bei Oldau, Bannetze, Buchholz und Hademstorf vorsieht ...“
  4. Simone Oelker: Otto Haesler – Eine Architektenkarriere in der Weimarer Republik, 1. Aufl., Dölling und Galitz Verlag, Hamburg, München 2002, S. 274. Vgl. Casimir Hermann Baer: Moderne Bauformen, Monatshefte für Architektur und Raumkunst, Stuttgart 1920, S. 70.
  5. NLWKN: NSG Meißendorfer Teiche/Bannetzer Moor mit Übersichtskarte.
  6. NLWKN: NSG Hornbosteler Hutweide.