Black House

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Restauriertes Black House im Museum von Trotternish, Skye
Feuerstelle im Black House von Arnol, Lewis

Das Black House (gälisch: tigh dubh; dt.: schwarzes Haus) ist die englische Bezeichnung für einen traditionellen Haustyp in den Highlands von Schottland, auf den Hebriden, in Irland und den Gebieten keltischer Siedlungen in Nova Scotia. Es wurde üblicherweise gebaut aus einer doppelwandigen Trockensteinmauer, der Zwischenraum verfüllt mit Erde oder Torf. Die hölzernen Dachbalken wurden mit Soden oder Schilfrohr bedeckt. Der Boden bestand üblicherweise aus Steinplatten oder festgetretener Erde. Meist in der Mitte des Wohnraumes befand sich eine zentrale Feuerstelle, in der ein Feuer permanent brannte. Gewöhnlich wurde Torf zur Feuerung verwendet. Das Dach hatte keinen Rauchabzug, der Rauch zog durch das Dach. Im Giebel wurden Nahrungsmittel aufbewahrt, da sie durch den Rauch und den Sauerstoffmangel konserviert wurden.

Das Black House bot sowohl Platz für Menschen als auch für Vieh. Menschen und Tiere lebten auf entgegengesetzten Seiten des Hauses, mit einer Trennwand dazwischen.

Die "Blackhouses" wurden beginnend mit den 1880ern und begleitet von legistischen Maßnahmen abgelöst von den "Whitehouses": Der Haushalt der Menschen wurde von den Ställen der Tiere getrennt. Sie hatten Rauchfänge und Fenster.

Whitehouses hatten auch kleine Nachteile: Etwa zog die Wärme des Rauches nun durch den Rauchfang ab.

Die Black House wurden bis in die 1970er[1] Jahre genutzt, und als die Menschen in modernere Wohnungen umzogen, verfielen diese Häuser. Inzwischen werden wieder vermehrt Black Houses restauriert, speziell als Ferienunterkünfte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Blackhouses (englisch)