Blaenavon

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Blaenavon
walisisch Blaenafon
Big Pit National Coal Museum
Big Pit National Coal Museum
Koordinaten 51° 46′ N, 3° 5′ W51.77363-3.08278Koordinaten: 51° 46′ N, 3° 5′ W
Blaenavon (Wales)
Blaenavon
Blaenavon
Bevölkerung 6349
Verwaltung
Post town PONTYPOOL
Postleitzahlen­abschnitt NP4
Vorwahl 01495
Landesteil Wales
Preserved County Gwent
Unitary authority Torfaen
Britisches Parlament Torfaen

Blaenavon (walisisch: Blaenafon) ist eine Stadt im südlichen Wales an der Quelle des Afon Llwyd. Die an einem Hügel gelegene Stadt ist ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Geschichte[Bearbeiten]

Blaenavon War Memorial und Workmen's Hall

Blaenavon wuchs um eine 1788 eröffnete Eisenhütte (Blaenavon Ironworks). Ein Teil dieser Eisenhütte enthält heute ein Museum. Die Stahlindustrie und Bergwerke folgten kurz darauf, was dazu führte, dass die Einwohnerzahl auf über 20.000 anstieg.

Da die Eisenhütte bereits 1900 ihre Pforten schloss und die letzte Kohlengrube im Jahre 1980 ihren Betrieb einstellte, schrumpfte die Einwohnerzahl das gesamte 20. Jahrhundert hindurch. Heute leben hauptsächlich ältere Leute in der Stadt.

Bücherstadt[Bearbeiten]

Zur Zeit versucht man Blaenavon wieder dadurch zu beleben, dass man sie neben Hay-on-Wye zur zweiten "Bücherstadt" in Wales machen will. Diese Maßnahme war aber bislang nicht erfolgreich. Möglicherweise hängt das mit dem unattraktiven Image der Stadt, als auch mit der ungünstigen Lage am Rande Großbritanniens zusammen. Dabei hat es bislang auch nicht geholfen, dass Investoren erhebliche Summen in die Innenstadt steckten und das Buchangebot sich sehen lassen kann.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Museumseisenbahn Pontypool and Blaenavon Railway und das „Big Pit", ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). "The Big Pit" ist eine ehemalige Kohlegrube, die heute als Besucherbergwerk betrieben wird. National Museums and Galleries of Wales betreibt Big Pit als nationales Bergbaumuseum von Wales. Wie bei allen walisischen Nationalmuseen ist der Eintritt frei.

Minenarbeiter fuhren 1860 zuerst in die Mine ein. Ihren Namen erhielt sie aufgrund der damals riesigen Ausmaßen. Der Schacht wuchs in den 1870ern bis auf 293 Fuß (knapp 100 Meter). Zu ihrer Hochzeit um 1908 arbeiteten 1.122 Menschen in die Mine, in den folgenden Jahrzehnten sank die Zahl der Beschäftigten stetig bis auf 494 im Jahr 1970. Am 2. Februar 1980 stellte der Betreiber den Betrieb der Mine ein.


1983 eröffnete das walisische Nationalmuseum die Mine als Besucherbergwerk, 2003 folgte eine umfassende Neugestaltung, die 2005 zur Auszeichnung mit dem Gulbenkian Prize führte.

Blaenavon ist die Partnerstadt von Coutras in Frankreich.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Eine 1886 im Stahlwerk gewalzte Schiene, die heute noch benutzt wird; gesehen in Schweden

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Blaenavon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien