Blairo Maggi

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Blairo Maggi (2012)

Blairo Maggi (* 29. Mai 1956 in São Miguel do Iguaçu, Paraná) ist ein brasilianischer Politiker und Industrieller italienischer Abstammung. Er war Gouverneur des Bundesstaates Mato Grosso von 2003 bis 2007 und wurde für 2007 bis 2010 wiedergewählt. Maggi ist Mitglied der Partido da República (PR), die Bündnispartner der Regierung Lula ist.

Die Grupo Amaggi (Grupo André Maggi), welche ihm gehört, ist der größte Sojaanbauer weltweit, Mato Grosso das Hauptanbaugebiet für Soja in Brasilien. Maggi gehören etwa 400.000 ha Land. Dort baut er neben Soja auch Mais und Baumwolle an. Er selbst gilt unter Umweltschützern als Landräuber, weil unter seiner Regierung der Bundesstaat Mato Grosso die größte Regenwaldabholzung von Brasilien aufwies. Maggi setzt sich als Gouverneur des Bundesstaates Mato Grosso bei der brasilianischen Bundesregierung dafür ein, die Landrechte der Enawenê-Nawê und anderer indigener Ethnien in seinem Staat nicht anzuerkennen.[1]

Im Januar 2004 nahm Maggi einen Kredit für Betriebskapital in Höhe von 230 Millionen US$ von einem internationalen Bankenkonsortium auf, das von der Rabobank (Niederlande) arrangiert worden war. Das Bankenkonsortium bestand aus 11 Banken, einschließlich der WestLB und der HSH Nordbank.[2]

Von der Organisation Greenpeace bekam er deshalb die zweifelhafte Auszeichnung der „Goldenen Kettensäge“. Er selbst bezeichnet sich als Naturliebhaber und Umweltschützer. Die Aktivitäten seines Unternehmens werden in dem Dokumentarfilm We Feed the World sehr kritisch beleuchtet, unter anderem die Verwendung von genmanipuliertem Soja, das für den Weltmarkt produziert wird.

Bibliografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Von Soja-Anbau bedrohter Stamm in den britischen Fernsehnachrichten. Aufgerufen am 3. Juni 2010.
  2. Jan Willem van Gelder: Deutsche Finanzinstitute und multilaterale Finanzinstitutionen im Bioenergie-Sektor. Eine Untersuchung im Auftrag der Deutschen NRO-Plattform Nachhaltige Biomasse, Stand April 2009, S. 30.