Bleomycin
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| Strukturformel | |||||||||
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| Allgemeines | |||||||||
| Freiname | Bleomycin | ||||||||
| Summenformel | C55H84N17O21S3+ | ||||||||
| CAS-Nummer | 11056-06-7 | ||||||||
| PubChem | 456190 | ||||||||
| ATC-Code | |||||||||
| DrugBank | APRD00453 | ||||||||
| Fertigpräparate |
Bleomycinum Mack®, Bleomycin „Baxter“ |
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| Eigenschaften | |||||||||
| Molare Masse | 1415,56 g·mol−1 | ||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||
Bleomycin ist ein Antibiotikum aus Streptomyces verticillus. Streptomyceten bilden eine Gattung der Actinobacteria. Bleomycin findet Verwendung als Zytostatikum in der Chemotherapie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Glycosid Bleomycin wurde 1962 vom japanischen Wissenschaftler Hamao Umezawa entdeckt.
[Bearbeiten] Pharmakologie
In der Onkologie wird Bleomycin (Zytostatikum) unter anderem in Kombination mit Cisplatin und Etoposid als Chemotherapeutikum eingesetzt. Bleomycin interkaliert in die DNA. Es kommt so zur Fragmentierung der DNA. Des Weiteren hemmt Bleomycin die DNA-abhängige Polymerase.[1]
In der Dermatologie wird Bleomycin meist in Kombination mit Salicylsäure als Warzenmittel eingesetzt.
[Bearbeiten] Nebenwirkungen
Eine wesentliche Nebenwirkung, die in bis zu 18% der mit Bleomycin behandelten Patienten auftritt, ist die Lungenfibrose. Risikofaktoren für die Entwicklung einer Bleomycin-induzierten Lungenfibrose sind hohes Alter, hohe Bleomycindosis, erhöhte Sauerstoffkonzentration in der Einatemluft, Bestrahlung des Brustkorbs (gleichzeitig oder später) sowie Niereninsuffizienz. Meistens tritt diese Nebenwirkung nach 1-6 Monaten auf, sie kann jedoch seltener auch akut oder auch erst wesentlich später als nach 6 Monaten auftreten.[2]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ H.-H. Frey, F. R. Althaus: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin. S. 489, Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 9783830410706
- ↑ H. Schmidt-Matthiesen, G. Bastert, D. Wallwiener (Hrsg.): Gynäkologische Onkologie: Diagnostik, Therapie und Nachsorge- auf der Basis der AGO-Leitlinien. 7. Auflage, S. 221, Schattauer Verlag, 2002, ISBN 9783794521821
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