Lungenfibrose

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Klassifikation nach ICD-10
J62 Pneumokoniose durch Quarzstaub
J63 Pneumokoniose durch sonstige anorganische Stäube
J68.4 Chronische Krankheiten der Atmungsorgane durch chemische Substanzen, Gase, Rauch und Dämpfe
Lungenfibrose (chronisch)
J70.1 Chronische und sonstige Lungenbeteiligung bei Strahleneinwirkung
J84.1 Sonstige interstitielle Lungenkrankheiten mit Fibrose
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Lungenfibrose ist eine Erkrankung des Lungengewebes, die durch eine verstärkte Bildung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen (Alveolen) und den sie umgebenden Blutgefäßen gekennzeichnet ist. Es gibt zahlreiche Krankheitsbilder, die zu einer Lungenfibrose führen können. Sie gehören zur Gruppe der interstitiellen Lungenerkrankungen. Ist die Ursache unbekannt, bezeichnet man die Form als idiopathische interstitielle Pneumonien, deren häufigster Vertreter die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF, idiopathische Lungenfibrose) ist. Die idiopathische Lungenfibrose ist vom Verlauf her wesentlich aggressiver d. h. die Lebenserwartung ist geringer als bei der exogen-allergischen Lungenfibrose. Diese wird durch Allergene verursacht. Die Entzündung der Lungenbläschen ist ein fortschreitender Prozess, der irgendwann zum Tod führen wird.

Bei der Lungenfibrose versteift die Lunge (die Compliance sinkt) und es wird mehr Kraft benötigt, um die Lungenflügel ausreichend zu belüften, damit ein Gasaustausch stattfinden kann. Dieser ist bei einer Gewebevernarbung ohnehin gestört, das heißt, der Sauerstoffanteil im Blut nimmt ab (Hypoxämie). Auslöser können das Einatmen von bestimmten Fasern (beispielsweise Asbest) oder eine exogen-allergische Reaktion auf bestimmte Eiweißbestandteile (beispielsweise in Heusilos oder Taubenkot) sein. Daneben gibt es eine Reihe an Medikamenten (Bleomycin, Busulfan), die im Verdacht stehen, als Nebenwirkung eine Lungenfibrose zu verursachen

Beschwerden sind häufig andauernde Müdigkeit, geringe körperliche Belastbarkeit, stetiger Husten sowie ein Anstieg der Atemfrequenz.

Eine Behandlung erfolgt meist mit kortisonhaltigen Präparaten und der Verabreichung von Sauerstoff (beispielsweise als Langzeittherapie) bei nicht ausreichender Atemtätigkeit. In schwerwiegenden Fällen ist eine Lungentransplantation in Erwägung zu ziehen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, mit so genannten Immunsupressiva zu therapieren. Das sind Präparate, die auch für Chemotherapie eingesetzt werden - nur mit geringerer Dosis. Dazu gehören z. B. Endoxan, Imurek.

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