Boskoop (Niederlande)

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Gemeinde Boskoop
Flagge der Gemeinde Boskoop
Flagge
Wappen der Gemeinde Boskoop
Wappen
Provinz Südholland
Bürgermeister J. Rijsdijk
Sitz der Gemeinde Boskoop
Fläche
 – Land
 – Wasser
16,96 km²
14,85 km²
2,11 km²
Koordinaten 52° 4′ N, 4° 39′ O52.0708333333334.6483333333333Koordinaten: 52° 4′ N, 4° 39′ O
Vorwahl 0172
Postleitzahlen 2771
Website www.boskoop.nl
Lage von Boskoop in den Niederlanden

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Boskoop ( anhören?/i) ist ein Dorf und eine ehemalige Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Südholland, mit 15195 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013). Die Gemeinde war etwa 17 km² groß. Die Gemeinden Alphen aan den Rijn, Boskoop und Rijnwoude fusionierten zum 1. Januar 2014 und übernahmen den bestehenden Namen Alphen aan den Rijn.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Boskoop liegt etwa im Mittelpunkt eines Dreiecks zwischen Leiden, Gouda und Alphen aan den Rijn. Es liegt an der Landstraße und der Lokaleisenbahn zwischen den beiden letzten Städten.

Die Haupteinnahmequelle des Ortes bilden die Baumschulen und Gärtnereien. Es werden allerhand Zier- und Obstbäume, aber auch Rosen gezüchtet. Boskoop hat eine der größten Konzentrationen von Baumschulen in ganz Europa; die Gewächse werden nach ganz Europa ausgeführt.

Der bekannte ApfelSchöner aus Boskoop“ verdankt dem Ort seinen Namen.

Im Dorf gibt es daneben etwas Gewerbe und Handel.

Ortsbild, Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird von kleinen Parzellen gekennzeichnet, die durch zahlreiche schmale Wassergräben getrennt sind. Der moorige, sümpfige aber sehr fruchtbare Boden wird so entwässert. Früher schaufelte man diese Gräben aus, und der freikommende Schlamm bildete eine geeignete Düngung.

Im Dorf steht ein kleines, den Baumschulen und deren Geschichte gewidmetes Museum (Boomkwekerijmuseum).

Geschichte[Bearbeiten]

Das zweite Glied des Namens Boskoop, im mittelalterlichen Niederländisch cope (deutsch: Kauf, durch Kaufvertrag erworbenes Land) ist dadurch zu erklären, dass der Graf von Holland oder der örtliche Landesherr einem Bauern gegen Entgelt ein wüstes Stück Moor zur Verfügung stellte, um es urbar zu machen: der Käufer wurde auch Eigentümer des Landes. Auch in anderen Ortsnamen in Südholland und Utrecht ist dieser Begriff zu finden, wie Nieuwkoop, Hei- en Boeicop und andere mehr.

Boskoop war schon 1204 bekannt unter dem Namen Ten Bussche („Zum Busch“). Es wurde vom damaligen Grafen von Holland im Jahr 1222 einem Kloster, eigentlich einem Stift für adlige Damen geschenkt. Wie in der ganzen Umgebung, ist Boskoop in einem Niedermoor (laagveen) gelegen. Anders als in den Nachbarorten wie Rijnwoude, wurde der Torf nicht abgebaut. Erstens, weil der Abstand zu den Städten größer war, und die Transportkosten also höher waren, und zweitens, weil der fruchtbare Boden schon seit der Entstehung des Dorfes im 13. Jahrhundert für den Anbau von Obstbäumen benutzt wurde. Diese Baumschulen blieben die Haupteinnahmequelle Boskoops bis auf den heutigen Tag. Ab etwa 1870 war die Qualität und die Menge der Produkte so gestiegen, dass die Gewächse nach Deutschland und in andere Länder exportiert wurden.

Die Gemeinden Alphen aan den Rijn, Boskoop und Rijnwoude fusionierten zum 1. Januar 2014.[1] Die neue Gemeinde hat rund 106.000 Einwohner und übernimmt den bestehenden Namen Alphen aan den Rijn.[2]

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Deutschland Bruchköbel, Deutschland seit 1984

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alphen a/d Rijn (niederländisch)
  2. Gemeente Alphen aan den Rijn - Het nieuwe woordmerk beweegt (niederländisch)