Bregava

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Bregava
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Bregava bei Klepci

Bregava bei Klepci

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage im Süden von Bosnien und Herzegowina
Flusssystem Neretva
Abfluss über Neretva → Adriatisches Meer
Quelle östlich von StolacVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung bei Klepci in die Neretva43.09888888888917.714722222222Koordinaten: 43° 5′ 56″ N, 17° 42′ 53″ O
43° 5′ 56″ N, 17° 42′ 53″ O43.09888888888917.714722222222
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Länge 31 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 722,4 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

Die Bregava (früher Vidošica) ist ein linker Nebenfluss der Neretva im Süden von Bosnien und Herzegowina. Sie entspringt am Südhang des Hrgud-Massivs wenige Kilometer östlich von Stolac aus einer Karstquelle und mündet nach 31 km bei Klepci in der Gemeinde Čapljina in die Neretva.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Ihr Einzugsgebiet hat eine Fläche von 722,4 km². Es schließt auch das Dabarsko polje ein, ein topografisch vom Bregava-Tal getrenntes und höher gelegenes Polje mit einer Fläche von 32 km². Dieses funktioniert als Wassersammelbecken für die Quellen der Bregava bei Suhavići und Bitunja. Weiteres Wasser stammt aus dem 40 km östlich gelegenen Gatačko polje bei Gacko.

Vor dem Einbruch des Ponors von Biograd (Gemeinde Nevesinje) floss zudem auch das Wasser aus dem Nevesinjsko polje über die Bregava in die Neretva. Heute kommt es an der bekannten Buna-Quelle 20 km weiter nördlich ans Tageslicht.

Durch einen künstlich angelegten Tunnel wird Wasser aus dem Dabarsko polje über das Fatničko polje in das Becken der Talsperre von Bileća und damit in das Einzugsgebiet der Trebišnjica abgeführt[1].

Entwicklung[Bearbeiten]

Flussabwärts von Stolac verliert die Bregava durch an verschiedenen Stellen entstandene Schlucklöcher immer mehr Wasser an das südlich gelegene Sumpfgebiet Deransko blato, so dass der Fluss dort nur noch periodisch Wasser führt. Aufgrund der natürlichen Entwicklung in Karstgebieten wird das Bregava-Tal langfristig dauerhaft trockenfallen.

Geschichte[Bearbeiten]

Etwa 7 km westlich von Stolac wurden in der Höhle von Badanj in den Felswänden des Bregava-Tals steinzeitliche Felsmalereien gefunden.

Im Bosnienkrieg war das Tal ab 1993 schwer zwischen Bosniaken, Kroaten und Serben umkämpft; beinahe die gesamte Bevölkerung floh, wurde vertrieben oder kam ums Leben. Noch heute sind viele Dörfer fast oder gänzlich unbewohnt.

Nutzung[Bearbeiten]

Die Bregava ist einer der wenigen Nebenflüsse der Neretva, die auf ihrer ganzen Länge oberirdisch verlaufen und ermöglicht so im Raum um Stolac intensive Landwirtschaft. In der Stadt gibt es mehrere historische Steinbrücken über die Bregava. Flussabwärts gilt sie als periodisch fließendes Gewässer.

Der Basketballverein von Stolac nennt sich nach dem Fluss KK Iskra Bregava Stolac.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Abschlussbericht zu den Auswirkungen des Tunnelbaus (PDF-Datei; 3,5 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bregava river – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien