Bregenz Handball

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Bregenz Handball
Logo A1 Bregenz Handball.png
Voller Name Bregenz Handball
Abkürzung(en) Bregenz HB
Gegründet 1946 als SC Schwarz-Weiß Bregenz
Vereinsfarben gelb / schwarz
Halle Handball-Arena Rieden/Vorkloster
Plätze 1600
Präsident Michael Casagranda
Trainer Geir Sveinsson
Liga Handball Liga Austria
2012/2013
Rang 3. Platz
International Champions-League-Gruppenphase
Website www.bregenz-handball.at
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National 9x Österreichischer Meister
4x Österreichischer Pokalsieger

Bregenz Handball ist ein Handballverein aus Bregenz in Österreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo A1 Bregenz zum 60-Jahr-Jubiläum

Bregenz Handball wurde 1946 als Sektion von SC Schwarz-Weiß Bregenz gegründet (andere Sektionen Fußball und Tischtennis). Damals wurde Handball noch auf dem Großfeld gespielt, erst Ende der 50er Jahre kam das Spiel auf dem kleinen Feld in der Halle auf. Auch Bregenz Handball war bei dieser Umstellung einer der Vorreiter im Bodenseeraum. Im Jahr 1968 wurde in Bregenz-Schendlingen dann die erste Turnhalle gebaut, die internationale Maße aufwies. Die Schendlingerhalle ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte von Bregenz Handball. Nicht weniger als 36 Jahre sollte diese als Heimspielstätte für alle Bregenzer Mannschaften dienen.

In der Saison 1972/1973 wurde erstmals ein gemeinsamer Bewerb im Hallenhandball mit Oberschwaben ausgetragen, und es folgten viele erfolgreiche Jahre in den deutschen Ligen. Im Jahr 1989 schaffte Bregenz als erster Vorarlberger Handballverein den Aufstieg in die Verbandsliga des Handballverbandes Baden-Württemberg. Im Kader der Meistermannschaft von damals standen Personen, die lange Zeit, und zum Teil bis heute, das Vereinsgeschehen bei Bregenz Handball beeinflussten und regierten: Markus Burger, Alexander Delladio, Roland Frühstück, Wolfgang Frühstück, Ivo Ganner, Michael Gaudl, Peter Mössler, Heinz Schneider, Markus Stockinger, Stefan Zumtobel, Thomas Singler und Christian Schneider.

In der Baden-Württembergischen Verbandsliga bereitete man sich lange Jahre auf den Wechsel nach Österreich vor, ab der Saison 1988/1989 mit dem ersten Legionär: Thomas Singler. Mit der Einführung der zweigeteilten 2. Bundesliga in Österreich kam in der Saison 1995/1996 der geplante Wechsel von der Deutschen in die Österreichische Liga. Nach nur zwei Jahren in der 2. Liga schafften es die Bregenzer, erneut als erstes Vorarlberger Team, mit dem Meistertitel im Spieljahr 1996/1997 den Aufstieg in die Staatsliga A (heute HLA).

Nachdem die Sektion Handball bei SC Schwarz-Weiß Bregenz lange Jahre wie ein eigenständiger Verein geführt wurde, kam es im Jahr 1996 außerdem zur tatsächlichen Loslösung des Stammvereins. Der steigende Stellenwert des Vereins ermöglichte das Engagement verschiedener Unternehmen als Haupt- und Namenssponsor, sodass der Vereinsname öfters geändert wurde (Casino Zima Alno Bregenz, PTA Bregenz, Post Bregenz, jet2web Bregenz, A1 Bregenz). Erst in der Saison 2012/2013 hat sich die Vereinsführung dazu entschlossen, dass der Hauptsponsor keinen Einfluß mehr auf die Namensgebung des Vereins hat.

Die ersten beiden Saisonen in der Staatsliga waren vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt, obwohl in der Saison 1998/1999 mit Holger Schneider ein 99-facher deutscher Nationalspieler als Spielertrainer fungierte. Mit der Verpflichtung des kroatischen Olympiasiegers Bruno Gudelj als Spielertrainer in der Saison 1999/2000 entwickelte sich Bregenz Handball zum österreichischen Spitzenteam. Bereits in seiner ersten Saison holte sich Bregenz Handball mit dem ÖHB-Cupsieg den ersten Titel eines Vorarlberger Teams im Männer-Handball. Ein Jahr später folgte der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte. Unter dem ab Saisonbeginn 2003/2004 amtierenden Spielertrainer Dagur Sigurðsson wurde der Erfolgslauf fortgesetzt. Zum Abschluss der Saison 2007/2008 standen bereits vier Pokal- und sieben Meistertitel zu Buche; Bregenz Handball hatte sich sechs Jahre in Serie den Meistertitel gesichert.

Im Europacup erreichte Bregenz Handball vier Jahre in Folge jeweils das Achtelfinale im Pokal der Pokalsieger bzw. im EHF-Pokal, ehe in der Saison 2004/2005 der nächste große Schritt gelang: Erstmals überwinterten die Bregenzer dank des Einzugs in das EHF-Pokal-Viertelfinale im Europapokal. Im Herbst 2005 gelang es dem Team, in der EHF Champions League-Qualifikation den serbischen Meister Vojvodina Novi Sad zu besiegen und in die Gruppenphase einzuziehen. Dort blieb man zwar chancenlos, konnte sich allerdings mit einem 32:31-Erfolg über den SC Magdeburg verabschieden. Es handelte sich dabei zudem um den ersten Sieg in der europäischen Königsklasse eines österreichischen Herren-Teams seit den großen Zeiten West Wiens (1994 knapp am Halbfinaleinzug gescheitert).

Struktur (Saison 2013/14)[Bearbeiten]

  • Obmann: Michael Casagranda
  • Vorstand: Günther Tarabochia, Manfred Wassel, Michael Sitte, Michael Dünser
  • Sportdirektor: Roland Frühstück
  • Geschäftsführer: Thomas Berger

Mannschaften:

  • Kampfmannschaft Männer
  • Zweite Mannschaft Männer
  • Männliche Jugend: U20, U18, U16 (2 Teams), U14 (2 Teams), U12 (2 Teams), U10 , U8 (4 Teams), Minis
  • Kampfmannschaft Damen
  • Weibliche Jugend: U16, U14, U10

Kader 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Verein seit
2 Lucas Mayer ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts 2006
4 Lukas Frühstück ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte Eigenbau
5 Marian Klopcic ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen 2009
8 Alexander Wassel ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen Eigenbau
9 Peter Harrich ÖsterreicherÖsterreicher Links Außen Eigenbau
10 Povilas Babarskas LitauerLitauer Rückraum Links 2012
12 Christopher Winkler ÖsterreicherÖsterreicher Tor Eigenbau
13 Filip Gavranović KroateKroate Kreis Mitte 2013
14 Julian Rauch ÖsterreicherÖsterreicher Rechts Außen 1998
15 Claudio Lamprecht ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts Eigenbau
16 Ralf Patrick Häusle ÖsterreicherÖsterreicher Tor Eigenbau
17 Gernot Watzl ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte 2009
20 Ante Esegovic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Rechts Eigenbau
21 Goran Aleksić SerbeSerbe Tor 2009
24 Maximilian Mäser ÖsterreicherÖsterreicher Kreis Mitte Eigenbau
28 Clemens Gangl ÖsterreicherÖsterreicher Kreis Mitte 2013
71 Ivan Dimitrijević SerbeSerbe Rückraum Links 2013

Zugänge 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Verein seit
28 Clemens Gangl ÖsterreicherÖsterreicher Kreis Mitte 2013
71 Ivan Dimitrijević SerbeSerbe Rückraum Links 2013

Abgänge 2013/14[Bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position aktueller Verein
11 Draško Mrvaljević MontenegroMontenegro Rückraum Mitte TSV GWD Minden
36 Andraž Podvršič SlowenienSlowenien Kreis Mitte Red Boys Differdange (LUX)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 9 x Österreichischer Meister (2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010)
  • 4 x Österreichischer Pokalsieger (2000, 2002, 2003, 2006)
  • EHF-Pokal-Viertelfinale (2004/05)
  • Champions-League-Gruppenphase (2005/2006, 2006/2007, 2007/2008, 2008/2009)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]