Bruchtektonik

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Mit Bruchtektonik oder Bruchschollentektonik werden Gebirgsbildungsprozesse bezeichnet, die durch die Bewegung relativ kleinräumiger Schollen bestimmt sind. Die im Zuge der Bruchtektonik entstehenden Gebilde werden Bruchscholle, die daraus gebildeten Gebirge Bruchschollengebirge genannt. Im Gegensatz dazu steht die Plattentektonik, welche die Bewegung der Kontinentalplatten bezeichnet und die für die Bildung von Faltengebirgen verantwortlich ist.

Entstehung von Bruchschollengebirgen[Bearbeiten]

Voraussetzung für die Bildung eines Bruchschollengebirges sind tektonischer Druck (zum Beispiel Plattenbewegungen, Vulkanismus) und ein harter, spröder Grund, der nicht aufgefaltet werden kann, wie das bei Faltengebirgen der Fall ist. Dieser Grund besteht meist aus harten Gesteinen wie Granit oder Gneis. Oftmals handelt es sich um Gebirgsrümpfe, die übrig blieben, nachdem ältere Gebirge durch Erosion abgetragen worden waren.

Der tektonische Druck lässt den kaum formbaren Grund schließlich in verschieden große Schollen zerspringen. Diese werden unterteilt in Horstschollen, z. B. Harz, und Pultschollen wie das Erzgebirge. Die Gesamtheit der Schollen wird als Bruchsystem bezeichnet.

Je nachdem, ob das Bruchsystem nun weiter zusammen geschoben (inverse Verwerfung) wird oder der Druck nachlässt und die Schollen auseinanderdriften (normale Verwerfung), sinken manche von ihnen nun ein und werden andere hochgehoben. Somit entstehen Bruchschollengebirge und Gräben (auch Grabenbruch) wie der Oberrheingraben.

Siehe auch[Bearbeiten]