Subduktion

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Vulkanismus an einer Subduktionszone

Die plattentektonische Subduktion oder Unterschiebung ist das Abtauchen einer Lithosphärenplatte unter eine andere. Das Gegenteil wird als Auf- bzw. Überschiebung oder Obduktion bezeichnet. Die Transgression von Landmassen ist nicht damit zu verwechseln.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Prozesse

Da die kontinentale Kruste spezifisch leichter als die ozeanische Kruste ist, kommt es in der Erdgeschichte großräumig immer zur Subduktion von Meeresboden: Plattenränder mit ozeanischer Kruste tauchen in den Mantel ab, wo sie umgewandelt und zum Teil auch aufgeschmolzen werden. Der Großteil einer abtauchenden Platte sinkt wahrscheinlich im plastischen Mantel weiter ab. Dabei kommt es teilweise zur Hebung der oberen Platte und zu Erdbeben durch die Reibung im Bereich der Subduktion.

Lokal kommt es allerdings vor, dass bei diesem Vorgang Terrane auf die Kontinente aufgeschoben, dabei Teile der ozeanischen Kruste an der Kontinentalkante abgeschert, und ebenfalls obduziert werden.

Die Subduktion gleicht den Raumgewinn durch die neu entstehende ozeanische Kruste bei der Ozeanbodenspreizung an den mittelozeanischen Riftzonen aus. Oder die Ozeanbodenneubildung an den Mittelozeanischen Rücken gleicht den an Subduktionszonen entstehenden Verlust aus. Oder beides ist der Fall.

[Bearbeiten] Auswirkungen

Durch diesen Vorgang wird der gesamte Meeresboden ständig erneuert, sodass es keine ozeanischen Kruste gibt, die älter als 200 Millionen Jahre ist.

[Bearbeiten] Weitere Hypothesen

Nach anderen Hypothesen ist bei breiten Kontinentalrändern von mehreren hundert Kilometern Länge ein Subduktionsvorgang nicht möglich, da der betreffende Kontinent tief in den Erdmantel gedrückt wird. Deshalb kommt es vielmehr zum Anwachsen der Kontinentalmasse durch Akkretion und der Quetschung der Kanten zu einem Faltengebirge.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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