Bugsier 6

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

p1

Bugsier 6
p1
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp „Rotor“-Schlepper
Klasse KST „Rotortug“ RT80r[1]
Rufzeichen DDTM2[2]
Heimathafen Hamburg
Eigner Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG[2]
Bauwerft ASL Shipyard Pte. Ltd. (Singapur)
Baunummer 819
Stapellauf 27. Oktober 2007
Indienststellung Juli 2008[3]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
28,00[2] m (Lüa)
Breite 11,50 m
Tiefgang max. 3,50 m
Vermessung 377 BRZ / 113 NRZ[2]
Maschine
Maschine 3 × Dieselmotor (Wärtsilä 8L20), je 1.600 kW[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
4.800 kW (6.526 PS)
Geschwindigkeit max. 12 kn (22 km/h)
Propeller 3 × Wärtsilä-Lips CS225-S Verstellpropeller in Kortdüse (alle steuerbar)[1]
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9376218[2]

Pfahlzug 83,4 Tonnen (ca. 820 kN)[4]

Die Bugsier 6 ist der erste „Rotor“-Schlepper, der für die Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG in Dienst gestellt wurde. Mit einem Pfahlzug von über 83 Tonnen gehört er zu den leistungsfähigsten Hafenschleppern der Reederei. Aufgrund ihrer Bauweise ist die Bugsier 6 jedoch nur bedingt für Offshore-Einsätze geeignet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bugsier 6 wurde am 11. Oktober 2006 auf der Werft ASL Shipyard Pte. Ltd. in Singapur auf Kiel gelegt und erst am 7. März 2008 fertiggestellt. Danach erfolgte die Überführung als Bordladung eines Frachtschiffes nach Rotterdam. Zur Endausrüstung wurde sie von dort zur Neuen Jadewerft in Wilhelmshaven geschleppt. Ende Juli 2008 erfolgte die Indienststellung in Bremerhaven.[3]

Technik[Bearbeiten]

Die Bauform des „Rotor“-Schleppers ist ein Entwurf des niederländischen Unternehmens Kooren Shipbuilding & Trading (KST). Wie beim „Traktor“-Schlepper befinden sich die beiden Hauptantriebsanlagen unter dem Vorschiff, die stabilisierende Heckflosse wird jedoch durch einen dritten Antrieb ersetzt. Durch diese Bauart erreichen „Rotor“-Schlepper sowohl bei Voraus- als auch bei Rückwärtsfahrt in etwa den gleichen Pfahlzug.

Maschinen- und Antriebsanlage[Bearbeiten]

Die Antriebsanlage der Bugsier 6 besteht aus drei Achtzylinder-Reihenmotoren des Typs Wärtsilä 20, die über Kupplungen und Antriebswellen auf jeweils eine Wärtsilä-Lips-Ruderpropelleranlage wirken. Die Verstellpropeller haben einen Durchmesser von 2,30 m und laufen in Kortdüsen.

Für die Stromversorgung ist die Bugsier 6 mit zwei Dieselgeneratoren (je 120 kW) und einem 25-kW-Generator für den Hafenbetrieb ausgerüstet.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die Bugsier 6 ist mit zwei hydraulisch betriebenen Schleppwinden ausgerüstet. Die achtere Winde befindet sich zwischen den Schornsteinen und erreicht eine Zugkraft von circa 30 Tonnen (circa 294 kN). Das Schleppseil besteht aus Stahl und hat eine Länge von 500 Metern.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Marine Journal: Bugsier take delivery of their first Rotor Tug. Abgerufen am 11. März 2011.
  2. a b c d e f Germanischer Lloyd AG: Technische und administrative Daten von „Bugsier 6“. Abgerufen am 11. März 2011.
  3. a b c Volker Landwehr: Die Rotor®-Schlepper von Bugsier. Abgerufen am 11. März 2011.
  4. Bugsier Reederei: Flottenübersicht. Abgerufen am 11. März 2011.