Bremerhaven

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bremerhaven (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bremerhaven
Bremerhaven
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bremerhaven hervorgehoben
53.5419388888898.57803888888892Koordinaten: 53° 33′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bremen
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 93,82 km²
Einwohner: 108.323 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1155 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 27568–27580
Vorwahl: 0471
Kfz-Kennzeichen: HB
Gemeindeschlüssel: 04 0 12 000
Stadtgliederung: 2 Stadtbezirke mit 9 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Magistrat der Stadt Bremerhaven
Hinrich-Schmalfeldt-Straße
27576 Bremerhaven
Webpräsenz: www.bremerhaven.de
Oberbürgermeister: Melf Grantz (SPD)
Lage der Stadt Bremerhaven in Bremen
Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven (zu Stadt Bremen) Bremerhaven Bremen NiedersachsenKarte
Über dieses Bild
Skyline Bremerhavens von der Weser aus

Bremerhaven (niederdeutsch Bremerhoben) ist eine kreisfreie Stadt, ein Oberzentrum im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck und wird als einzige deutsche Großstadt an der Nordsee bezeichnet. Zusammen mit der 60 Kilometer südlich liegenden Stadt Bremen bildet sie das Land Freie Hansestadt Bremen. Bremerhaven ist Teil der europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg am Scheitelpunkt zur Metropolregion Hamburg. Es ist landseitig vom Landkreis Cuxhaven umschlossen, für den es zugleich das wirtschaftliche Oberzentrum darstellt.

Bremerhaven ist mit dem Überseehafengebiet eine der größten europäischen Hafenstädte und ein wichtiges Exportzentrum Deutschlands. Die Stadt ist als bedeutender Standort für Wissenschaft und Forschung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft 2005 mit dem Titel Stadt der Wissenschaft ausgezeichnet worden. Sie nennt sich selbst Seestadt Bremerhaven.[2][3][4]

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Panorama von Bremerhaven (20. Okt. 2007), vom Radarturm aus aufgenommen. Im linken Teil das Zentrum mit „Columbus-Center“ und den in Bau befindlichen Havenwelten

Geographische Lage[Bearbeiten]

Geestemündung in die Weser
Exklaven und Enklaven von Stadt und Land Bremen und Stadt Bremerhaven. Alle drei Flächen sind zugleich Enklaven des Landes Niedersachsen

Bremerhaven liegt an der Mündung der Weser in die Nordsee und der Geeste in die Weser. Das Stadtgebiet hat eine Gesamtlänge von 17 km und eine Breite von 5 km. Bremerhaven bildet zusammen mit dem Bremer Ortsteil Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven (wiederum eine Exklave der Stadt Bremen) eine Exklave des Landes Freie Hansestadt Bremen.[5] Das Fehrmoorgebiet im Nordosten der Stadt ist eine Exklave der Stadt Bremerhaven und damit eine weitere Exklave des Landes Bremen.

Auch wenn Bremerhaven formal „nur“ an der Weser liegt, deren Wechsel von Binnen- zu Seewasserstraße erst einige Kilometer nördlich von Bremerhaven liegt, und staatsrechtlich noch weitere Teile der Außenweser durch die Definition der Basislinie zu den inneren Gewässern statt zur Hohen See zählen, wird Bremerhaven dennoch als „einzige deutsche Großstadt an der Nordsee“ oder auch „Seestadt“ bezeichnet, da der sich bei Bremerhaven öffnende Mündungstrichter der Weser den Eindruck der Lage direkt am Meer vermittelt.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Langen, im Osten die Gemeinde Schiffdorf und im Süden die Gemeinde Loxstedt. Im Westen grenzt die Stadt Bremen mit ihrer Exklave des Überseehafens an Bremerhaven.

Auf der anderen Weserseite liegt der Ortsteil Blexen der Stadt Nordenham, der über eine Fähre mit Bremerhaven verbunden ist.

Geomorphologie und Naturlandschaften[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa m ü. NN. Der höchste Punkt ist ein Hügel von 11,1 m ü. NN im Stadtteil Leherheide als Ausläufer der Hohen Lieth. Die Hohe Lieth ist eine Geest-Landschaft, ihr Gegenstück südlich der Geeste wird in der naturräumlichen Gliederung[6] die Beverstedter Moorgeest genannt, zusammen sind sie Teil der Wesermünder Geest. Auf der sturmflutsichereren Geest liegen die meisten der alten Ortskerne des heutigen Bremerhavens: Lehe, Geestendorf und Wulsdorf.

Der andere Naturraum in Bremerhaven ist die Marsch: Wurster Marsch nördlich, Würdener Marsch südlich der Geeste als Teile der Weser-Marsch, sowie die Geeste-Marsch und die Rohr-Marsch. In der Marsch liegt der alte Ortskern des Stadtteils Weddewarden. Auch (Alt-)Bremerhaven wurde in der Marsch gegründet. In der Weser findet man zudem kleinere Wattflächen, die zum UNESCO-Welterbe gehören.

Flüsse

Die Weser, Geeste, Rohr, Lune und Aue durchfließen oder tangieren die Stadt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Weddewarden Lehe Leherheide Mitte Fischereihafen (Bremerhaven) Wulsdorf Geestemünde Surheide Schiffdorferdamm Land Niedersachsen Weser Nordsee Stadtbremisches Überseehafengebiet
Gliederung

Bremerhaven ist in Stadtbezirke, Stadtteile und Ortsteile gegliedert. Es gibt die Stadtbezirke Nord und Süd, zumeist durch die Geeste getrennt. Diese gliedern sich in neun Stadtteile sowie in 24 Ortsteile. Drei Stadtteile entsprechen den Ortsteilen, sechs Stadtteile sind in 21 Ortsteile untergliedert. Die vierstelligen Schlüsselnummern haben den gleichen hierarchischen Aufbau wie in der Stadt Bremen, bestehend aus der ersten Ziffer für die Stadtbezirke, der zweiten Ziffer für die Stadtteile und der dritten und vierten Ziffer für die Ortsteile.

Die Stadtbezirke Bremerhavens sowie deren zugehörige Stadtteile und Ortsteile:

1 Stadtbezirk Nord 2 Stadtbezirk Süd
  • 11 Weddewarden
    • 1110 Weddewarden
  • 12 Leherheide
    • 1210 Königsheide
    • 1220 Fehrmoor
    • 1230 Leherheide-West
  • 13 Lehe
    • 1310 Speckenbüttel
    • 1320 Eckernfeld
    • 1330 Twischkamp
    • 1340 Goethestraße
    • 1350 Klushof
    • 1360 Schierholz
    • 1370 Buschkämpen
  • 14 Mitte
    • 1410 Mitte-Süd
    • 1420 Mitte-Nord

Stadtbremisches Gebiet in Bremerhaven[Bearbeiten]

Der Überseehafen gehört seit dem 1. April 1938 zur Stadt Bremen. Die Stadt Bremerhaven übt vertraglich für das Gebiet teilweise die Kommunalverwaltung aus.[7][8][9]

Klima[Bearbeiten]

Durch die Nähe zur Nordsee ist das Klima größtenteils maritim ausgeglichen. Im Sommer sind längere Hitzeperioden mit Temperaturen von über 30 °C eher selten; im Winter liegt meist nur wenig oder gar kein Schnee, und die tiefsten Temperaturen sinken kaum unter −10 °C ab. Im Jahresdurchschnitt fallen rund 741,5 mm Niederschlag; der meiste Niederschlag fällt im Juni und Juli. Im Februar ist es mit rund 36 mm am trockensten. Die höchste je gemessene Temperatur betrug 35,8 °C am 9. August 1992 und die tiefste gemessene Temperatur −18,6 °C am 25. Februar 1956.[10]

Bremerhaven
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
56
 
3
-1
 
 
36
 
4
-1
 
 
50
 
7
2
 
 
48
 
11
4
 
 
56
 
16
9
 
 
73
 
19
12
 
 
79
 
20
14
 
 
72
 
21
14
 
 
68
 
18
11
 
 
65
 
13
8
 
 
71
 
8
4
 
 
67
 
4
0
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD, ecad.eu, wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bremerhaven
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,0 3,8 6,9 10,9 16,1 18,9 20,0 20,5 17,6 13,2 7,8 4,3 Ø 12
Min. Temperatur (°C) −1,0 −0,7 1,5 4,3 8,5 11,9 13,7 13,5 11,1 7,7 3,5 0,4 Ø 6,2
Temperatur (°C) 1,1 1,6 4,1 7,5 12,3 15,4 16,8 16,9 14,2 10,3 5,6 2,5 Ø 9,1
Niederschlag (mm) 56,0 36,1 50,3 47,8 56,3 73,1 78,7 71,7 67,9 65,3 71,4 66,9 Σ 741,5
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,1 3,3 5,2 6,7 6,7 6,3 6,2 4,3 3,1 1,6 1,1 Ø 4
Luftfeuchtigkeit (%) 89 85 82 78 75 77 78 78 81 85 87 89 Ø 82
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,0
−1,0
3,8
−0,7
6,9
1,5
10,9
4,3
16,1
8,5
18,9
11,9
20,0
13,7
20,5
13,5
17,6
11,1
13,2
7,7
7,8
3,5
4,3
0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
56,0
36,1
50,3
47,8
56,3
73,1
78,7
71,7
67,9
65,3
71,4
66,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Bremerhavens
Bremerhaven 1849
Abfertigungsgebäude des Norddeutschen Lloyds um 1870
Marktplatz Bremerhaven um 1880, heute Theodor-Heuss-Platz
Marktplatz von Bremerhaven, Photochromdruck von 1900
1930: An der Kaje die Europa, auf See die Bremen
Luneplate
rot zu Bremen,
blau zu Niedersachsen

Mittelalter: Die Kirchdörfer Geestendorf und Wulsdorf wurden 1139 erstmals urkundlich genannt und 1275 Lehe, das eine überörtliche Bedeutung als Amtssitz und Marktort seit dem Mittelalter erlangte. Politisch stand das Gebiet an der Geestemündung lange im Widerstreit der Interessen des Erzbistums Bremen und der Stadt Bremen. 1648/54 kam das Gebiet unter die Hoheit Schwedens. 1719 ging das Gebiet auf das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, ab 1814 Königreich Hannover, über.

Gründung Bremerhavens und Hafenbau: Wegen der zunehmenden Versandung der Weser kaufte Bremen 1827 durch Bürgermeister Johann Smidt von Hannover Gelände und Deichvorland der ehemaligen, unvollendeten schwedischen Festungsstadt Carlsburg an der Nordseite der Mündung der Geeste in die Außenweser, das am 1. Mai 1827 übergeben und Bremerhaven genannt wurde (heute: Stadtteil Mitte). Bis 1830 wurde der Alte Hafen fertiggestellt. 1845 gründete Hannover im Süden Bremerhavens unweit von Geestendorf einen Ort, der am 26. Juni 1847 den Namen Geestemünde erhielt. Ein Hafen als Konkurrenz zu Bremerhaven wurde angelegt. Bremerhaven stieg bis 1854 zum größten Auswandererhafen Europas auf. Von 1847 bis 1852 entstand der Neue Hafen, 1873 bis 1876 der Kaiserhafen I, dann 1897 die Kaiserschleuse und bis 1907/1909 die Kaiserhäfen II und III. 1857 gründete sich der Norddeutsche Lloyd, bald die größte Reederei Bremens und 1881 auch der Welt. Durch bedeutende Schiffsabfahrten und -ankünfte wurde Bremerhaven in der Welt bekannt. 1962 wurde der „Bahnhof am Meer“ an der Columbuskaje neu errichtet. Der Containerterminal mit der 5 km langen Stromkaje wurde seit 1975 abschnittsweise ausgebaut.

Fischereihafen: Die Sagitta war 1885 der erste deutsche Hochseefischdampfer. In Geestemünde und bis 1935 auch in Bremerhaven wurden die Fische angelandet. Von 1891 bis 1896 wurde der Fischereihafen I in Geestemünde gebaut. 1925 konnte die Erweiterung des Fischereihafens II abgeschlossen werden; er war damit der größte auf dem europäischen Festland. 1971 wurde der Fischereihafen ein eigener Stadtteil.

Stadt- und Stadtteilentwicklungen: 1850 wurde Geestemünde Landgemeinde, und 1851 erhielt Bremerhaven das Stadtrecht. 1846 zogen Landarbeiter in die Leher Haide in der Leher Feldmark. 1866 kamen Lehe und Geestemünde zu Preußen. Geestendorf wurde am 1. April 1889 nach Geestemünde eingegliedert. Das Stadtrecht erhielt Geestemünde 1913 und Lehe 1920. Wulsdorf wurde 1920 ein Ortsteil von Geestemünde. Am 1. November 1924 wurden die Städte Lehe und Geestemünde zur Stadt Wesermünde vereinigt. Bremerhaven (also Mitte) gehörte weiterhin zum Land Bremen. 1927 wurden Weddewarden, Schiffdorferdamm und Speckenbüttel nach Wesermünde eingemeindet. 1937 begann der Bau von Siedlungen im heutigen Surheide. 1938 wurde der Überseehafen aus Bremerhaven aus- und als Exklave in die Stadt Bremen eingegliedert. 1939 wurde die bisher zum Land Bremen gehörige Stadt Bremerhaven in das preußische Wesermünde eingegliedert. Das zuvor ausgegliederte Hafengebiet verblieb als stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven bei der Stadt und dem Land Bremen.

1945 wurden die Städte Wesermünde und Bremen als norddeutsche Exklaven in die amerikanische Besatzungszone einbezogen; Bremerhaven diente als Versorgungshafen (port of embarkation) der US-Army. Am 21. Januar 1947 kam Wesermünde zu Bremen. Es entstand durch Beschluss der amerikanischen Militärregierung rückwirkend zum 1. Januar 1947 das Land Bremen als Freie Hansestadt Bremen, und die Stadt Wesermünde wurde in Bremerhaven umbenannt. 1971 wurden die Verwaltungsebenen in Bremerhaven neu eingeteilt in heute (2012) zwei Stadtbezirke, neun Stadtteile und 24 Ortsteile. Am 5. Mai 2009 kam durch einen Staatsvertrag die bisher niedersächsische Luneplate zu Bremerhaven.

Einige wichtige Bauten: Bis 1854 entstand der Leuchtturm Bremerhaven, bis 1855 die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche. Seit 1881 fuhr die Pferdebahn der späteren Straßenbahn Bremerhaven (VGB). 1908 wurde sie zur elektrischen Straßenbahn umgerüstet, die bis 1982 fuhr. 1914 konnte der Bahnhof in Geestemünde, später der Hauptbahnhof Bremerhaven und die Bahnstation Lehe eröffnet werden. 1933 eröffnete die Hauptpost in Geestemünde den Betrieb. Mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum von Hans Scharoun erhielt die Seestadt 1972/75 das bedeutendste maritime Museum Deutschlands. Das Columbus-Center nach Plänen von Peter Weber war 1977 betriebsbereit. Die Hochschule Bremerhaven wurde 1975 gegründet und danach ständig erweitert. Gottfried Böhm entwarf die zentralen Gebäude. 1980 entstand das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) nach Plänen von Oswald Mathias Ungers. Das Historische Museum erhielt 1991 den Neubau, das Deutsche Auswandererhaus entstand 2005 und das Klimahaus 2009.

Geschichte: Stadtteile, Häfen, Wesermünde[Bearbeiten]

Zur Geschichte der Stadtteile und zu Wesermünde siehe:

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Blick über Bremerhaven; links der Alte Hafen mit Schiffen des DSM, in der Mitte das Alfred-Wegener-Institut, dahinter das Columbus-Center, rechts im Hintergrund das Zentrum der Stadt
Columbus-Center (Einkaufszentrum, Wohnungen) – Blick vom Hafen in Richtung Innenstadt
Jahr Bremerhaven Lehe Geestemünde
1275 erste urkundliche Erwähnung Lehes
1827 Gründung Bremerhavens Lehe
1845 Bremerhaven Lehe Gründung Geestemündes
1889 Bremerhaven Lehe Eingliederung von Geestendorf (1139)
1913 Bremerhaven Lehe Geestemünde wird kreisfreie Stadt
1920 Bremerhaven Lehe wird kreisfreie Stadt Eingliederung von Wulsdorf (1139)
1924 Bremerhaven Zusammenschluss von Lehe und Geestemünde
zur kreisfreien Stadt Wesermünde
1927 Bremerhaven Eingliederung von Weddewarden, Schiffdorferdamm und Speckenbüttel
1938 Ausgliederung des
Überseehafengebietes
in die Stadt Bremen
Wesermünde
1939 Vereinigung zur Stadt Wesermünde ohne Überseehafengebiet
1947 Eingliederung in das Land Bremen und Umbenennung in Bremerhaven
2010 Eingliederung der Luneplate und Grenzbegradigung mit Niedersachsen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1827 hatte Bremerhaven 19 Einwohner. Die Bevölkerungszahl stieg bis 1871 über 10.000 und verdoppelte sich bis 1900 auf rund 20.000. 1939 wurde Bremerhaven mit 26.790 Einwohnern und Wesermünde mit 86.041 Einwohnern zur neuen Großstadt Wesermünde mit 113.000 Einwohnern.

1968 erreichte die Einwohnerzahl mit 148.931 ihren Höchststand. Seitdem nahm die Bevölkerung kontinuierlich ab. Ende Juni 2010 lebten 114.001 Menschen in Bremerhaven.[11]

Bedeutsame Schiffsabfahrten und -ankünfte[Bearbeiten]

Die Schiffsabfahrten und -ankünfte hatten und haben in Bremerhaven als Seestadt immer eine große Bedeutung. Bei bedeutsamen Ereignissen fanden sich oftmals tausende Schaulustige ein.

1827 lief als erstes Schiff die schwedische Schaluppe Lyk good Bremerhaven an. Als 1830 der Alte Hafen fertig wurde, hatte der amerikanische Schoner Draper die Ehre, als erstes Schiff in den Hafen einzulaufen. Der Seebäderverkehr begann 1837, und der Raddampfer Washington kam 1847. Admiral Brommys Kriegsflotte lag hier von 1849 bis 1853. 76.875 Auswanderer verließen 1854 Europa. Der Norddeutsche Lloyd (NDL) wurde 1857 gegründet und richtete regelmäßige Liniendienste nach New York oder Baltimore ein, zuerst mit der Bremen 1. Als NDL-Schiffe fuhren 1875 die Hohenzollern, 1881 die Elbe, später die Kaiser Wilhelm der Große, die 1897 das Blaue Band gewann, dann 1902 die Kronprinz Wilhelm, 1929 die Bremen und mit 27,91 Knoten Geschwindigkeit die Europa.

1885 lief der erste deutsche Fischdampfer Sagitta aus und begründete die bald führende Stellung des Fischereihafens. Im selben Jahr fuhr von Geestemünde der erste überseeische Tanksegler der Welt, die Andromeda, nach New York. Reeder Riedemann, Pionier der Tankschifffahrt, war zusammen mit der Standard Oil Company (später Esso) ein wichtiger Vertreter der Ölbranche in Deutschland. 1886 fuhr der erste Reichspostdampfer nach Ostasien. Mit dem Walfangmutterschiff Jan Wellem gewann der Walfang ab 1936 große Bedeutung.

1945 begann die Zeit der US-Truppentransporter, die mit 95 Schiffen tausende Mal die Kaje anliefen; auch Elvis Presley traf 1958 viel umjubelt so ein. Die „Bananendampfer“ lieferten seit 1949 mit rund 500 Kühlschiffen bei rund 5000 Ankünften Bananen.

Mit der Gripsholm (1950), dann als Berlin, begann wieder die Passagierfahrt. Es folgten die großen Ozeanriesen mit der Amerika (1951), mit dem Blaues-Band-Schiff United States (1953), der Seven Seas (1955), der Bremen (1959), der Europa (1966), der France (1970), die als Norway 1980 in Bremerhaven umgebaut wurde, sowie 1987 mit dem Kreuzfahrtschiff Queen Elizabeth 2 und 2009 der Queen Victoria.

Fährschiffe wie die 1966 die Prins Hamlet, dann die Oberon fuhren nach Harwich und 1966 die Roland von Bremen nach Helgoland. Kriegsschiffe besuchten die Stadt wie 1957 der Flugzeugträger Forrestal. Die Inge, der erste Erzdampfer, löschte 1964 seine Fracht. Der größte Autofrachter wie 1987 die Faust, die größten Containerschiffe wie 2006 die Emma Mærsk und 2012 die CMA CGM Marco Polo beeindruckten. Die Sail ist als Windjammerparade seit 1980 ein regelmäßig wiederkehrendes Großereignis, mit 2010 ungefähr 1.000.000 Besuchern und mehr als 240 Schiffen.

Politik[Bearbeiten]

Wahl zur Stadtverordnetensammlung 2011[12]
Wahlbeteiligung: 46,8 %
 %
40
30
20
10
0
33,1
22,6
20,0
7,4
4,6
3,3
2,2
2,2
4,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2007
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-0,5
+10,0
-3,7
+2,0
-1,5
-6,3
+2,2
+2,2
-4,2
Aktuelle Sitzverteilung
          
Von 48 Sitzen entfallen auf:

Mit der Gründung Bremerhavens im Jahre 1827 übernahm zunächst ein Amtmann aus Bremen die Verwaltungsgeschäfte. Eine eigentliche Gemeindeverwaltung gab es noch nicht. 1837 erhielt Bremerhaven eine vorläufige Gemeindeordnung, war jedoch faktisch weiterhin von Bremen abhängig. Eine eigene Stadtverwaltung gab es weiterhin zunächst nicht. Mit Wirkung vom 18. Oktober 1851 erhielt Bremerhaven die Stadtrechte. Fortan gab es einen achtköpfigen Gemeinderat mit einem Vorsitzenden, der die Stadt de jure vertrat, aber keine Kompetenzen hatte. Eigentliches Stadtoberhaupt war somit immer noch der bisherige Amtmann aus Bremen. Erst 1880 wurde ein hauptamtlicher Stadtdirektor eingesetzt und die Stadt damit faktisch auf kommunaler Ebene selbständig. 1923 erhielt dieser den Titel Oberbürgermeister. Von da an war Bremerhaven quasi einer kreisfreien Stadt in anderen Ländern gleichgestellt. Ähnlich war es auch in den benachbarten Kommunen Lehe und Geestemünde.

Während in Geestemünde zunächst ein Gemeindevorsteher, ab 1889 ein Bürgermeister amtierte, gab es in Lehe bereits ab 1880 einen Bürgermeister. Beide Städte wurden 1919 beziehungsweise 1920 kreisfrei, weshalb das Stadtoberhaupt entsprechend der preußischen Gemeindeordnung den Titel Oberbürgermeister führte. Diesen Titel führte auch das Stadtoberhaupt der aus der Vereinigung beider Städte 1924 gebildeten kreisfreien Stadt Wesermünde. Somit gab es auf dem Gebiet der heutigen Stadt Bremerhaven seit den 1920er Jahren bis zur Vereinigung beider Städte im Jahre 1939 zwei Oberbürgermeister.

Heute hat die Stadt Bremerhaven aufgrund der Verfassung für die Stadt Bremerhaven (VerfBrhv)[13] als Verwaltungsorgane eine Stadtverordnetenversammlung und einen Magistrat. Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 48 Stadtverordneten, deren Mitglieder von den Bürgern der Stadt auf vier Jahre gewählt werden. Sie ist grundsätzlich für alle Angelegenheiten der Stadt zuständig.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung wählt in der ersten Sitzung nach der Wahl den Stadtverordnetenvorsteher sowie einen ersten und mindestens einen zweiten Beisitzer. Seit der Legislaturperiode 2007–2011 hat die Stadtverordnetenversammlung zwei weitere Beisitzer.[14] Der Vorsteher und die Beisitzer bilden den Vorstand. Der Stadtverordnetenvorsteher repräsentiert die Stadtverordnetenversammlung, leitet ihre Verhandlungen und übt das Hausrecht aus.

In der Stadtverordnetenversammlung bekamen bei der Wahl vom 22. Mai 2011 die SPD 16 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 11 Sitze, die CDU 9 Sitze, die BIW 3 Sitze, die FDP 2 Sitze, Die Linke 2 Sitze; die Piratenpartei, die NPD, die RRP, die Bremer und Bremerhavener Wählergemeinschaft (B+B) sowie die Wählergemeinschaft Für Bremerhaven erhielten jeweils einen Sitz.[12] FDP und B+B schlossen sich zur Bremerhavenfraktion zusammen. Die Parteien Die Linke, Piratenpartei und RRP bildeten gemeinsam die Fraktion RePiLi.[15] Im November 2012 traten die beiden Stadtverordneten der Linken, Rebecca Sarnow und Franz Simmler, zur RRP, inzwischen Bündnis 21/RRP, über.[16] Im Zuge dessen wurde die Fraktion aus Bündnis 21/RRP und Piratenpartei in B21-Piraten umbenannt. Am 28. März 2013 trat die Stadtverordnete Rebecca Sarnow aus dem Bündnis 21/RRP aus und der Wählervereinigung BIW bei. Damit erhielten die BIW den Fraktionsstatus.[17]

Verwaltung[Bearbeiten]

Das zweite Organ, der Magistrat, ist die Verwaltungsbehörde der Stadt. Er besorgt die laufende Verwaltung der Stadt und besteht aus dem Oberbürgermeister, dem Bürgermeister als seinem Vertreter und weiteren Stadträten. Die Bürgermeister und die hauptamtlichen Stadträte werden alle sechs Jahre von der Stadtverordnetenversammlung eingesetzt. Die ehrenamtlichen Stadträte werden von der Stadtverordnetenversammlung für die Dauer der Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Stadtoberhäupter[Bearbeiten]

Zurzeit regiert in der Stadtverordnetenversammlung eine rot-grüne Koalition.[18] Oberbürgermeister ist Melf Grantz, SPD, der 2011 Jörg Schulz ablöste. Dieser war von der Stadtverordnetenversammlung eingesetzt und 2005 wiedergewählt worden. Sein Stellvertreter ist Bürgermeister und Kämmerer Michael Teiser, CDU.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Bremerhaven

Das Wappen von Bremerhaven zeigt in Silber, über gewelltem blauem Schildfuß mit silbernem Fisch, ein Hanseschiff mit blauem Dach auf dem Achterkastell. Auf den Segeln drei Wappen: 1 in Rot ein silberner Schlüssel, darüber in Silber ein rotes Tatzenkreuz, 2 in Blau ein goldener Anker, 3 in Rot zwei gekreuzte silberne Sensenblätter. Schiff und Fisch weisen auf die Bedeutung als Hafen- und Fischereistandort hin.

Bremerhaven legte sich dieses Wappen nach der Eingliederung der Stadt Wesermünde in das Bundesland Bremen und deren Umbenennung in Bremerhaven 1947 zu. Offiziell angenommen wurde es am 28. Mai 1947. Der Entwurf stammt von dem Künstler Waldemar Mallek aus Münster.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Bremerhaven unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

FrankreichFrankreich Cherbourg-Octeville (Frankreich), seit dem 29. Juni 1960
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Grimsby/North East Lincolnshire (Vereinigtes Königreich), seit dem 22. Februar 1963
FinnlandFinnland Pori (Finnland), seit dem 16. Mai 1969
DanemarkDänemark Frederikshavn (Dänemark), seit dem 16. Juni 1979
PolenPolen Stettin (Polen), seit dem 16. Oktober 1990
RusslandRussland Kaliningrad (Russland, früher: Königsberg), seit dem 24. April 1992

Geplant ist darüber hinaus eine Städtepartnerschaft mit der US-Stadt Baltimore.

Zum Teil sind die Bremerhavener Autobahnzubringer nach den Partnerstädten benannt.

  • Cherbourger Straße – Autobahnzubringer Überseehäfen
  • Grimsbystraße – Autobahnzubringer Mitte
  • Poristraße – Anschlussstelle Geestemünde
  • Frederikshavner Straße – Autobahnzubringer Wulsdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Großer Leuchtturm („Loschenturm“) von 1854 am Neuen Hafen
Columbus-Center mit der Seute Deern im Vordergrund
Naherholungsgebiet am Ort des früheren Holzhafens, dahinter die Christuskirche
Segelschulschiff Alexander von Humboldt im Alten Hafen
Stadttheater Bremerhaven
Zoo am Meer mit dem Simon-Loschen-Leuchtturm und dem Hafen im Hintergrund
Zoo am Meer, Eingang
Museums-U-Boot Wilhelm Bauer
Museumsschiff Gera im Fischereihafen
„Museumshafen“
(Maler: Michael Wolff, 1995)
Bürgerpark in Bremerhaven
Geestbauernhof
Weidenschloss im Speckenbütteler Park
Yachthafen in Bremerhaven
Das Atlanticum am Fischereihafen
Blick über Bremerhaven vom ATLANTIC Hotel aus bei Nacht

Mitte und Häfen[Bearbeiten]

  • Die neugotische Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche („Große Kirche“) ist die evangelische Hauptkirche und ein Wahrzeichen der Stadt.
  • Das Columbus-Center wurde 1975/77 gebaut
  • Die Bürgermeister-Smidt-Straße (oft kurz: Bürger, im Südteil Fußgängerzone), die Obere Bürger im Columbus-Center und die Alte Bürger sind die Einkaufs-, Erlebnis- und Kneipenzonen. In der Bürger stehen die Bugwelle von Bremerhaven und der Werftbrunnen (s.u.)
  • Der Große Leuchtturm („Loschenturm“) von 1854 am Neuen Hafen
  • Das neue Atlantic Hotel Sail City mit Aussichtsplattform
  • Das Klimahaus 8° Ost
  • Die gläserne Brücke über den Alten Hafen führt vom Columbus-Center zum Klimahaus und der Weser.
  • Der Richtfunkturm ist 107,3 Meter hoch.
  • Die Hochschule Bremerhaven von 1975.
  • Die verschiedenen Häfen können auf Rundfahrten mit Bus oder Boot besichtigt werden.
  • Die Columbuskaje von 1927 mit dem Columbusbahnhof von 1960 und dem Columbus Cruise Center ist ein Kreuzfahrt-Terminal.
  • Der Container-Aussichtsturm bei der Nordschleuse schafft einen Rundblick über den Überseehafen und den Container-Terminal.
  • Das Besucherzentrum Lloyd-Werft organisiert Werft-Führung und 360°-Rundgang mit Vortrag auf der Plattform.
  • Eine Aussichtsplattform befindet sich auf dem Richtfunkturm.
  • Die Seute Deern von 1919 ist ein Museums- und Restaurantschiff mit Trauungsmöglichkeiten.
  • Die Kaiserschleuse mit Altem Kraftwerk
  • Das Deutsches Auswandererhaus am Neuen Hafen
  • Die Havenwelten
  • Die Nordschleuse ist eine der weltgrößten Kammerschleusen.

Lehe[Bearbeiten]

Geestemünde/Wulsdorf[Bearbeiten]

  • Der Wohnwasserturm von 1927 in Bremerhaven-Wulsdorf
  • Das Schaufenster Fischereihafen mit Atlanticum (Aquarium und Fischereimuseum)
  • Die Drehbrücke über den Geestemünder Hauptkanal von 1861 ist die älteste erhaltene Brücke Bremerhavens.
  • Die neugotische evangelische Christuskirche von 1875/80 steht am ehemaligen Holzhafen.
  • Die neugotische katholische Herz-Jesu-Kirche stammt von 1911.
  • Der Neumarkt (Konrad-Adenauer-Platz) ist ein großer Wochenmarkt in Norddeutschland.

Denkmäler[Bearbeiten]

Theodor-Heuss-Platz mit Smidt-Denkmal

Theater[Bearbeiten]

  • Das Stadttheater Bremerhaven wurde nach Plänen von Oskar Kaufmann von 1910 bis 1911 erbaut.
  • Das Kleine Haus befindet sich seit 1955 in einem Theaternebengebäude am Großen Haus.
  • Das Theater im Fischereihafen, Am Schaufenster 6, besteht seit 1996.
  • Die Figuren Theater Werkstatt Packhalle V besteht seit 1998 im Fischereihafen von Bremerhaven.
  • Der Pferdestall, Gartenstraße 5/7 (Mitte) in den Stallungen einer ehemaligen Spedition, ist Veranstaltungsort für Theater, Musik und Literatur des Vereins Kunst und Nutzen.

Museen, Sammlungen, Zoo[Bearbeiten]

Alphabetische Reihenfolge

  • Deutsches Auswandererhaus am Neuen Hafen
  • Deutsche Auswanderer-Datenbank (DAD) des Historischen Museums Bremerhaven an der Geeste (Online-Recherche)
  • Deutsches Schiffahrtsmuseum (Nationalmuseum DSM, mit Museumshafen) am Alten Hafen
  • Historisches Museum Bremerhaven („Morgenstern Museum“) an der Geeste
  • Klimahaus 8° Ost am Alten Hafen
  • Kriminalmuseum (Polizeimuseum) Bremerhaven im Stadthaus 6, Hinrich-Schmalfeldt-Straße 31 (nur mit Anmeldung)
  • Kunsthalle Bremerhaven des Kunstvereins Bremerhaven und neues Kunstmuseum Bremerhaven neben dem Stadttheater am Theodor-Heuss-Platz
  • Museum der 50er Jahre in Bremerhaven, auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne Amerikaring 9 und Rasenweg 18 in Speckenbüttel
  • Museumsschiff Gera
  • Museums- und Restaurantschiff Line Hinsch
  • Nordsee Science Center, Phänomenta, Sternfreunde, Hoebelstraße 24 in Geestemünde-Süd
  • Nordsee-Museum (1985 übergegangen in biologische Sammlung, 2000 geschlossen, Planungen für Neubau)
  • Schulhistorische Sammlung, Fichteschule, Heidacker 13 in Geestemünde-Süd
  • Technikmuseum / Museums-U-Boot Wilhelm Bauer im Alten Hafen
  • Versorgungs- und Verkehrsmuseum, Hansastraße 17 in Lehe
  • Volkskundliches Freilichtmuseum Speckenbüttel
  • Zoo am Meer

Parks und Grünanlagen[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Die Sail, das größte Windjammer-Treffen Europas, findet alle fünf Jahre statt.[20]
  • Mai: Frühjahrsmarkt, Lange Nacht der Kultur, Jeanette Schocken Literaturtage mit Verleihung des Jeanette Schocken Preises
  • Juni: Fischereihafenrennen, Drachenbootrennen, Wochenende an der Geeste
  • Juli: Bremerhavener Festwoche, City Marathon Bremerhaven
  • August: Bremerhavener Freimarkt, Kino im Hafen, Sail (alle fünf Jahre)
  • September: Weser-Inline-Tour, Bunt statt Braun
  • Dezember: Weihnachtsmarkt

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Städtisches Orchester Bremerhaven
  • Rock Cyclus Bremerhaven e. V.
  • Big Band Bremerhaven
  • Blasorchester Bremerhaven
  • Blasorchester Wulsdorf
  • Glad(E)makers (früher Prayers & Preachers)
  • Rock Center Bremerhaven
  • Stadttheater Kinderchor
  • Jugendmusikschule Bremerhaven
  • Original Marinechor Blaue Jungs aus Bremerhaven

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Die Gaststätte Treffpunkt Kaiserhafen, auch als „Letzte Kneipe vor New York“ bekannt, die sich direkt an der Alten Bananenpier im Kaiserhafen III befindet, gilt aufgrund ihrer Mischung aus Seemannskneipe und Restaurant und wegen ihres einmaligen maritimen Interieurs als Touristenattraktion.[21][22]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bremische Wirtschaft

Seit Bremerhavens Entstehung ist die Wirtschaft auf das Engste mit dem Hafen verbunden. 1895 bestand die Geestemünder Hochseeflotte bereits aus 28 Schiffen. Geestemünde baute zwischen 1891 und 1896 den zwar tideabhängigen, aber schleusenfreien Fischereihafen I aus und vergrößerte bis 1914 seine Fischereiflotte auf 93 Fischdampfer. In den 1930er Jahren erreichte die Flotte mit 215 Schiffen und 7000 beschäftigten Menschen in 21 Hochseefischereireedereien einen vorübergehenden Höhepunkt. Bis 1960 entstand hier der größte Fischereihafen Europas. Durch die Erweiterungen der Fischereizonen Islands und Norwegens auf 200 Seemeilen gingen bis 1984 die wichtigsten Fischgründe und mehr als 2000 Arbeitsplätze in der Hochseefischerei und etwa 4000 Arbeitsplätze im Fisch verarbeitenden Gewerbe verloren. In Bremerhaven gibt es jetzt nur noch drei Fischereischiffe.

Bis heute sind die mit dem Hafenbetrieb verbundenen Wirtschaftszweige prägend für die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Dazu zählen das Container-Terminal Bremerhaven, die Werften sowie der Kraftfahrzeug-Umschlag (s.u.) und die fischverarbeitende Industrie, z.B. Deutsche See, Frosta, Nordsee-Restaurantkette und Frozen Fish International.

Die überwiegende Wertschöpfung der Industrie Bremerhavens wird im Umschlag durchgehenden See-Güterverkehrs erzielt. Der Anteil der am Ort verarbeiteten Waren (Loco-Quote) ist dabei gering. Mit dem Umschlagsbetrieb nahen Dienstleistungen wächst dieser Wertanteil stetig. Die industrielle Verarbeitung erfolgt jedoch fast ausschließlich weiter im Hinterland.

Der Seegüterumschlag betrug 1,3 Millionen Tonnen im Jahr 1955, 8,2 Millionen Tonnen im Jahr 1975, 49 Millionen Tonnen im Jahr 2006 und über 67 Millionen Tonnen im Jahr 2011.

Container-Umschlag[Bearbeiten]

Containerschiff am Container-Terminal Bremerhaven

Die Containerkajen der Terminals „CT I“ bis „CT IV“ sind mit zusammen 4.680 Meter die längste zusammenhängende und seewassertiefe Kaje für Container-Umschlag weltweit.[23] Auf dem Terminalgelände werden drei Umschlagsbereiche betrieben:

  • Gemeinschaftsbetrieb BLG/Eurokai (Eurogate)
  • Gemeinschaftsbetrieb Eurogate/MSC (MSCgate)
  • Gemeinschaftsbetrieb Eurogate/Maersk (NTB)

Der Umschlag von Seefracht-Containern ist die dominante Wirtschaftskraft in Bremerhaven. Die Eurogate-Gruppe ist ein führender europäischer Marktteilnehmer mit Betriebsgesellschaften in Bremerhaven und Hamburg sowie rund um das Mittelmeer. Bremerhaven ist traditionell ein Eisenbahnhafen mit Hinterlandverkehren bis Ungarn und in die Schweiz. Erhebliche Mengen werden für die Häfen in der Ostsee von Schiff zu Schiff über die Terminals umgeschlagen.

Straßenfahrzeug-Umschlag[Bearbeiten]

Die aus der 1877 gegründeten Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG entstandene BLG Logistics Group ist heute mit 6800 Mitarbeitern der europäische Branchenführer in der Kfz-Logistik. Das Autoterminal der BLG verfügt über eine Gesamtfläche von drei Millionen Quadratmetern und hat Platz für 120.000 Fahrzeuge. Der Gesamtwert der Fahrzeuge beläuft sich bei voller Auslastung auf ca. 3,6 Milliarden Euro. Mit einem Gesamtumschlag von über zwei Millionen Fahrzeugen 2011 ist Bremerhaven der führende Auto-Umschlagplatz in Europa. Die meisten der für den deutschen Markt bestimmten Import-Fahrzeuge gelangen über Bremerhaven nach Deutschland. 2012 wurden 2,18 Mio. Autos umgeschlagen.[24]

Neben den Automobilen werden rund eine Million Tonnen sogenannter High & Heavy-Güter sowie Stückgüter und Schwergüter bis 200 Tonnen Gewicht im Ro/Ro-Umschlag bewegt. Bei den „High & Heavy“-Gütern handelt es sich um Baumaschinen (Bagger, Kettenfahrzeuge, Autokrane), landwirtschaftliche Geräte (Traktoren, Mähdrescher und andere Erntemaschinen), Lkw, Zugmaschinen und auch Lokomotiven. Der ICE-Testzug für Amtrak in den USA sowie der nach China gelieferte Transrapid wurden über Bremerhaven verschifft.

Fremdenverkehr[Bearbeiten]

Weserufer mit Klimahaus

In den letzten Jahrzehnten etabliert sich als weiteres Standbein erneut der Tourismus, der aber wiederum auch mit dem „Hafenflair“ und den maritim orientierten Museen zusammenhängt. Die frühere „graue Maus“ Bremerhaven gewinnt durch attraktive Museen und leistungsfähige Gastronomie stark an Farbe. Besonders das Deutsche Auswandererhaus (eröffnet 2005), das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost (eröffnet 2009) und der Hafen mit Rundfahrten sind Attraktionen für Tagestouristen und Städtereisen. Auch als Start- und Zielhafen für Kreuzfahrten im Nord- und Ostseeraum mit ca. 130.000 erwarteten Passagieren für 2008 und einem modernen, leistungsfähigen und sicheren Terminal gewinnt Bremerhaven an Bedeutung. Es ist geschichtlich bekannt als wichtigster Auswandererhafen des Kontinents und war bis in die 1970er Jahre ein bedeutender Hafen für den Passagierverkehr über die Nordsee und den Atlantik.

Eine der zwei Barkassen für Hafenrundfahrten, die mit einem verschiebbaren Glasdach ausgestattet sind

Seit Januar 2010 ist Bremerhaven mit der Sagengestalt Klabautermann Endpunkt der Deutschen Märchenstraße.

Werften[Bearbeiten]

Hauptartikel: Werften in Bremerhaven
Blick über den Verbindungshafen zur Lloyd-Werft

Viele der traditionsreichen Werftbetriebe in Bremerhaven wie Tecklenborg, Rickmers, SSW oder Siegholt schlossen im Laufe der weltweiten Werftenkrise. Die bestehenden Betriebe mussten ihre Belegschaft aufgrund der fehlenden Aufträge stark verringern. Trotzdem bleibt Bremerhaven mit der Lloyd-Werft, den Motorenwerken Bremerhaven sowie den Reparaturwerften BREDO und Rickmers-Lloyd ein bedeutender Werftstandort.

Werft-Zulieferungen

Geringe Wertschöpfung erreicht nach dem Niedergang des Neubaugeschäfts die Zulieferindustrie für Werftbetriebe im Reparaturgeschäft.

Lebensmittelindustrie[Bearbeiten]

Noch heute ist Bremerhaven der wichtigste Fischereihafen Deutschlands, was der Stadt den Spitznamen Fischtown und den Bewohnern den Spottnamen Fischköppe eingebracht hat.

Aus dem Hafenumschlag entstanden ist die Lebensmittelverarbeitung, insbesondere die Verarbeitung von Fisch und Tiefkühlkost. Heute erfolgt noch der Umschlag und die Reifung und Lagerung von Südfrüchten, wie z.B. Bananen, im Hafengelände.

In Nachfolge des Fischereihafenumschlags früher von Frischfisch, heute fast ausschließlich von über See oder auf der Straße angeliefertem Frostfisch, arbeitet in Bremerhaven heute ein starker Industriezweig der Lebensmittelindustrie (Fisch, Gemüse, Fertiggerichte).

Dieser Industriebesatz änderte sich mit dem Wandel der Konsumgewohnheiten von der Dominanz der Frischware (Fisch) über Fertiggerichte (Pizzen) zu Frostwaren ohne Konservierungsmittel (FROSTA).

Windenergie[Bearbeiten]

Bremerhaven ist ein wichtiger Standort der Offshore-Windenergie-Industrie in Deutschland. Der Anteil des Maschinenbaus wächst derzeit stark aufgrund der Produktion von Windenergie-Anlagen für Einsatzorte vor der Küste (offshore). Im Süden der Stadt befindet sich mit Herstellern wie Areva Wind (ehemals Multibrid), Repower und WeserWind[25] das größte Industriegebiet für den Bau von Offshore-Windanlagen an der Nordsee. Im Jahr 2013 soll mit dem Bau eines Offshore-Terminals für den Umschlag von Windkraftanlagen begonnen werden. Die Fertigstellung war bereits für 2014 geplant, die Gesamtkosten wurden zunächst auf 200 Millionen Euro geschätzt.[26] Die Finanzierung über ein Konzessions-Modell durch private Investoren schien zunächst attraktiv, ließ sich aber nicht realisieren, so dass das Land Bremen die Kosten übernimmt und zwar verteilt über fünf Jahre. Nach knapper Kalkulation wird nunmehr mit 180 Millionen gerechnet, von denen 75 Millionen aus dem Sondervermögen Hafen erwirtschaftet werden.[27] Im September 2011 beschloss die Bremerhavener Stadtverwaltung, den Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort zugunsten des Offshore-Terminals zu schließen.

Beschäftigungssituation[Bearbeiten]

Durch den Strukturwandel in der Hafenwirtschaft, der Fischerei und Werftindustrie sowie Kaufkraftverluste mit dem Abzug der amerikanischen Soldaten stieg die Arbeitslosigkeit in Bremerhaven bis Ende der 1990er Jahre auf westdeutsches Rekordniveau. Ihren historischen Höchststand erreichte die Arbeitslosenquote im Januar 1998 mit 22,3 %. Durch eine verbesserte Lage der Hafenwirtschaft insbesondere beim Container- und Autoumschlag sowie die Entwicklung neuer Beschäftigungsbereiche im Tourismus und der Offshore-Windkraft erholte sich Bremerhaven seit der Jahrtausendwende langsam. Im August 2013 lag die Arbeitslosenquote in der Stadt Bremerhaven bei 14,6 %, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.[28] Im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven, zu dem auch Teile des niedersächsischen Umlands gehören, belief sich die Quote auf 10,1 % im August 2013.[29]

Bremerhaven ist ein wichtiger Standort der Offshore-Windenergie. Das erste in Deitschland gebaute Errichterschiff Aeolus verholt zur Lloyd Werft zum Einsetzen der Hubbeine; hier liegt das Errichterschiff Bold Tern, und ganz rechts lädt das Errichterschiff Thor.

Medien[Bearbeiten]

In Bremerhaven erscheint als Tageszeitung die Nordsee-Zeitung in einer Monopolstellung. Im Verlagshaus der Nordsee-Zeitung entsteht auch der überregionale Teil der meisten im Elbe-Weser-Dreieck verbreiteten regionalen Tageszeitungen (Redaktionsgemeinschaft Nordsee). Dazu gehören die Cuxhavener Nachrichten, die Niederelbe-Zeitung in Otterndorf sowie die Zevener Zeitung in Zeven. Radio Bremen unterhält im Columbus-Center ein Außenstudio. Des Weiteren besteht als Fernseh- und Hörfunkprogramm der Bürgerrundfunk Bremerhaven.

Die Rundfunkprogramme von Radio Bremen werden außerhalb des Bremerhavener Stadtgebietes vom Telekom-Sender Schiffdorf abgestrahlt. Es können auch alle NDR-Programme in der Stadt empfangen werden. Außerdem sind in der Stadt Sender wie radio ffn, Hitradio Antenne und Energy Bremen zu empfangen. Fernsehprogramme werden ausschließlich im DVB-T-Modus gesendet (ebenfalls in Schiffdorf). Neben den öffentlich-rechtlichen Programmen werden auch die Bouquets der ProSieben-Sat1-Gruppe und der RTL-Gruppe abgestrahlt.

Verkehr[Bearbeiten]

Übersichtskarte Jade- und Wesermündung
Containerterminal

Häfen[Bearbeiten]

Der Containerterminal mit der längsten Stromkaje der Welt[23] (4.680 Meter Kailänge, 14 Liegeplätze), die Tide-unabhängigen Häfen mit dem Autoimport und -export und die Columbuskaje mit dem Passagierverkehr gehören zum Stadtbremischen Überseehafengebiet, verwaltet von bremenports. Dieses Unternehmen organisiert die Infrastruktur der Häfen, also die Schleusen, Kajen und Stauflächen sowie die Verkehrswege auf Straße und Schiene. Die Betriebsgesellschaften sind lediglich für die Umschlagsgeräte, die so genannte Supra-Struktur, der Investitionsträger zuständig.

Das Überseehafengebiet stellt als Freizone des Kontrolltyps I (Freihafen) ein zollrechtliches Sondergebiet innerhalb der Zollgebiets der Europäischen Union dar.[30] Es ist durch einen Grenzzaun und Grenzübergänge des Zolls gesichert, an denen Personen- und Warenkontrollen erfolgen. Personen, die die Freizone verlassen oder nur passieren wollen, müssen amtliche Ausweispapiere mit sich führen. Waren aller Art müssen beim Verlassen der Freizone zur Verzollung angemeldet und ggf. verzollt werden. Möchte man die Freizone mit Waren durchfahren und führt keine Papiere mit sich, die den Ursprung der Ware in der EU eindeutig belegen, muss man sich bei Einfahrt in die Freizone von selbst an die Zollbehörden wenden und die Waren anmelden.

Der Neue Hafen, der Alte Hafen mit den Museumsschiffen, die Seebäderkaje und das Fischereihafengebiet südlich der Geeste gehören zur Stadt Bremerhaven.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bremerhaven erhielt seinen Anschluss an das Deutsche Eisenbahnnetz für die Hafen-Hinterland-Verkehre. Heute ist der Transport der umgeschlagenen Güter an Containern und Automobilen per Bahn das Rückgrat der Hafenverkehre. Ein Transport vergleichbarer Gütermengen über die Straße wäre für das Autobahnnetz kaum erträglich. Das Hafengebiet besitzt ein ausgedehntes Schienennetz, das in Landesbesitz ist und von der Deutschen Bahn AG betrieben wird.

Bremerhavens Hauptbahnhof verbindet die Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven mit der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven und ist Ausgangspunkt der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude (über Bremervörde) mit Anschluss an die seit Dezember 2007 bis nach Stade verlängerte Hamburger S-Bahn auf der Niederelbebahn sowie der Strecken nach Bremerhaven-Columbusbahnhof/ColumbusCruiseCenter (Gelegenheits-, Sonder- und Güterverkehr) und Bederkesa (Museumsbahn).

Bis 2001 war Bremerhaven in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn eingebunden (ICE nach München und Frankfurt am Main, IR nach Saarbrücken und Luxemburg). Im Abschnitt zwischen Bremerhaven und Osnabrück werden nun RE-Züge eingesetzt.

Derzeit fahren ab Bremerhaven Regional-Express-Züge (RE) der Linie Bremerhaven–Bremen–Osnabrück sowie Regio-S-Bahn-Züge der Linie RS 2 der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen (Bremerhaven–Twistringen). Eine Verbindung mit Regional-Express-Zügen (RE) der Linie Bremerhaven–Bremen–Hannover für die Zeit ab 2012 wurde geprüft[31] und für den Fahrplanwechsel im Dezember 2013 angekündigt. Vorgesehen ist ein Zwei-Stunden-Rhythmus, im stündlichen Wechsel mit der Linie Bremerhaven–Bremen–Osnabrück.[32] Die Strecken nach Cuxhaven und Buxtehude über Bremervörde werden durch Regionalbahn-Triebzüge der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) betrieben, in Richtung Cuxhaven in Kooperation mit der DB Regio AG als Nordseebahn.

Nach der Stadt ist ein Intercity-Express benannt.

Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen

S-Bahn

Seit Mitte Dezember 2010 ist die erste Ausbaustufe der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen in Betrieb. Die Einführung des S-Bahn-Konzeptes gab Anlass, die Reaktivierung des 1988 stillgelegten Bahnhof Bremerhaven-Speckenbüttel zu diskutieren.

ÖPNV[Bearbeiten]

Allgemeines zum ÖPNV[Bearbeiten]

Sitz der VGB/BremerhavenBus

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Bremerhaven wird heute mit 16 Buslinien (12 Tages- und 2 Nachtlinien und zwei Anruflinientaxen-Systeme (ALT)) sowie vier Anrufsammeltaxen-Systeme (AST) (in den Umlandgemeinden Land Wursten, Stadt Langen, Schiffdorf, Loxstedt und Beverstedt) durch die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG (VGB), seit 2001 als BremerhavenBus auftretend, erbracht.

Darüber hinaus verkehren 13 Regionalbuslinien anderer Unternehmen in das Bremerhavener Umland, u. a. nach Cuxhaven und Bad Bederkesa sowie nach Wilhelmshaven und Oldenburg.

Die Stadt gehört dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen und die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven AG dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen an.

VGB[Bearbeiten]

Die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven (VGB) wurde 1881 als Bremerhavener Straßenbahn gegründet und ab 1926 als Straßenbahn Bremerhaven-Wesermünde AG beziehungsweise ab 1939 als Straßenbahn Wesermünde AG geführt. Die Straßenbahn wurde am 30. Juli 1982 stillgelegt. Seitdem verkehren Busse im Stadtgebiet. Die Fahrgastzahlen haben sich seit 1975, als die Straßenbahn noch täglich und bis spät in den Abend fuhr, von damals 25 Millionen auf heute 13 Millionen Kunden nahezu halbiert.

Von 1947 bis 1958 verkehrten O-Busse zwischen Hauptbahnhof und Schiffdorf.[33]

Wiedereinführung der Straßenbahn in Bremerhaven[Bearbeiten]

Im August 2013 nahm der Verkehrsclub Bremerhaven (VCD) die Diskussion um die Wiedereinführung der Straßenbahn in Bremerhaven wieder auf. Zuvor war es viele Jahre lang sehr ruhig um das Projekt geworden. Auch die Umweltdezernentin Anke Krein (Grüne) unterstützt die Suche nach neuen Verkehrsmöglichkeiten, abseits von Auto und Bus. Laut Krein erzeugt der Verkehr in Bremerhaven etwa ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen in der Stadt. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren hätten hieran einen signifikanten Anteil.[34]

Straßen des Fernverkehrs[Bearbeiten]

Durch das östliche Stadtgebiet Bremerhavens führt die Bundesautobahn A  27 Cuxhaven-Bremerhaven-Bremen-Walsrode: eine Verlängerung über Celle nach Berlin wird derzeit in Niedersachsen diskutiert. Ferner führen die alte Bundesstraße B 6, die B 71 und die B 212 durch das Stadtgebiet. In Planung ist zusätzlich die umstrittene, so genannte Küstenautobahn A 20 / A 22 zwischen Skandinavien/Polen und den Niederlanden über Hamburg und Bremerhaven, die mit der erforderlichen neuen Elbquerung mindestens 2 Milliarden Euro kosten würde.

Das Stadtgebiet selbst ist von einer leiterartigen Struktur in Nord-Süd-Richtung geprägt, mit der A 27 als Osttangente und der B 6 als Westtangente; letzte teilt sich am Verkehrsknoten Elbinger Platz in eine weiterführende Hafenrandstraße und eine Mittelachse (B 6). Für den südlichen Abschnitt der Westtangente bestehen Überlegungen des Neubaus außerhalb von Wohngebieten (bisheriger Verlauf Georgstraße – Weserstraße); die Hafenrandstraße (Columbusstraße und Barkausenstraße) endet Am Zolltor Rotersand, eine Weiterführung über die geplante Alfred-Wegener-Straße zum Anschluss an die Cherbourger Straße wird derzeit diskutiert.

Die Querspangen sind:

  • in Wulsdorf die B 71 (früher Lindenallee, nun Südtangente)
  • in Geestemünde die Straßen An der Mühle und Schiffdorfer Chaussee (ein direkter Autobahnzubringer Geestemünde über Hamburger- und Poristraße ist in Planung),
  • in Mitte die Grimsbystraße B 212 als Autobahnzubringer Mitte zum Fähranleger nach Blexen in Geestemünde (Eine Besonderheit ist hier, dass die Strecke von kurz vor der Anschlussstelle an die B 6 bis zur Autobahn (etwa zwei Kilometer) dreistreifig ausgebaut ist; Wechselverkehrszeichen geben die mittlere Spur je nach Tageszeit stadtein- oder -auswärts frei. So kann im Berufsverkehr Stau vermindert werden.)
  • in Lehe und Leherheide die Cherbourger Straße als Autobahnzubringer für die Überseehäfen, der eventuell als Tunnel ausgebaut werden soll

Luftverkehr[Bearbeiten]

Bremerhaven hat den Flugplatz Luneort, von dem im Linienverkehr Helgoland angeflogen wird. Dieser Flugplatz soll aufgegeben werden, um zusätzliche Flächen für die Windkraftindustrie zu erschließen. Wenige Kilometer nördlich befindet sich der Flughafen Cuxhaven-Nordholz.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Am südlichen Geesteufer befindet sich der Ausgangspunkt der Weserfähre, die Bremerhaven mit dem Nordenhamer Ortsteil Blexen verbindet. Im Norden der Stadt, zwischen Kaiserschleuse und Nordschleuse, befinden sich die Columbuskaje sowie ein Fährterminal, von dem aus Fährverbindungen nach England und Island bestanden. Über 8 Millionen Emigranten sind von der Columbuskaje in die Neue Welt aufgebrochen. Seit dem 2. Mai 2003 werden die Anlagen an der Columbuskaje als Passagierterminal Columbus Cruise Center Bremerhaven (CCCB) für Kreuzfahrtschiffe genutzt. Im Jahre 2008 wurden mehr als 100 Schiffsankünfte erwartet.

Früher gab es innerhalb der Kaiserhäfen und des Fischereihafens Fährverbindungen. Die Fähre im Kaiserhafen wurde für die Bauzeit zur Erweiterung der Kaiserschleuse reaktiviert.

Fahrradwege[Bearbeiten]

Über Bremerhaven verlaufen der Weserradweg, der die Weser von ihrem Anfang (Zusammenfluss der Flüsse Fulda und Werra in Hann. Münden) bis zur Mündung begleitet und weiter nach Cuxhaven führt, und der Nordseeküsten-Radweg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Stadtverwaltung Bremerhaven (Luftaufnahme 2012)

Allgemein[Bearbeiten]

  • Magistrat und Stadtverwaltung von Bremerhaven im Stadthaus 1 bis 5, Hinrich-Schmalfeldt-Straße 30–42
  • Feuerwehr, Zur Hexenbrücke 12
  • Landesinstituts für Schule (LIS), Außenstelle Bremerhaven mit dem Hauptseminar 34 (Bremerhaven) der Abteilung Ausbildung, Deichstr. 37
  • Finanzamt Bremerhaven, Schifferstraße 8
  • Finanzamt Wesermünde, Borriesstraße 50
  • Zollamt Bremerhaven, Franziusstr. 1
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven (WSA), Am Alten Vorhafen 1
  • Deutschen Marine mit der Marineoperationsschule (Bereiche Taktik, Nautik, Elektronik und Spezialgebiete), Elbestraße 101

Forschung, Hochschulen[Bearbeiten]

Bremerhaven wurde zusammen mit Bremen am 12. März 2004 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zur „Stadt der Wissenschaft 2005“ (bei 36 deutschen Städten als Mitbewerber) gewählt.

Einrichtungen in Bremerhaven

  • Die Hochschule Bremerhaven wurde 1975 gegründet und seitdem ständig erweitert. Vorgängereinrichtungen waren die Abteilungen der Bremer Hochschule für Technik und Nautik.
  • Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehörend)
  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), 2009 hervorgegangen aus dem Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT)
  • Bremerhavener Innovations- und Gründerzentrum (BRIG)
  • t.i.m.e. Port
  • BioNord Zentrum für Biotechnologie
  • Institut für Fischereiökologie (ca. ab 2010)
  • Institut für Seefischerei (ca. ab 2010)
  • IMARE – Institut für marine Ressourcen
  • Das Technologie-Transfer-Zentrum (ttz Bremerhaven) wurde 1987 gegründet und betreibt in sechs Instituten angewandte Forschung und Entwicklung, darunter:
    • Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB)
    • Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT)
    • Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS)
    • Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS)
    • Bremerhavener Institut für Wasser-, Energie- und Landschaftsmanagement
    • Sensoriklabor Bremerhaven

Die Stadt Bremerhaven ist „korporativ förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[35]

Schulen[Bearbeiten]

In Bremerhaven gibt es ein breites Spektrum an Schulen: Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Oberschulen und Gymnasien sowie Berufsschulen und Förderschulen. Einzelheiten werden in den Artikeln zu den Stadtteilen dargestellt.

Siehe auch: Bremer Schulwesen

Das Gymnasium Wesermünde ist eine niedersächsische Schule mit dem Schulträger Landkreis Cuxhaven und befindet sich in Bremerhaven-Geestemünde.

Soziales und Gesundheit[Bearbeiten]

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

  • Klinikum Bremerhaven (ehem. ZKH Reinkenheide) in Schiffdorferdamm
  • Klinik am Bürgerpark in Geestemünde
  • St.-Joseph-Hospital in Mitte
  • Gesundheitsamt im ehem. Krankenhaus Lehe, Wurster Straße 49

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sport in Bremen
Drachenboot-Cup über 1852 Meter (= eine Seemeile), Fischereihafen Bremerhaven 2006
  • American Football: Bremerhaven Seahawks – Regionalliga Nord
  • Badminton: SFL Bremerhaven
  • Basketball:
  • Bowling: zwei Mannschaften in der Bremer Landesliga
  • Boxen: Weser-Boxring Bremerhaven
  • Drachenboot: Der Kanu-Verein Unterweser ist Deutscher Meister des DDV, EM- und WM-Teilnehmer
  • Eishockey:
  • Flugsport: LVU Bremerhaven, Segelflugverein
  • Fußball:
  • Handball:
    • HSG Geestemünde – Landesliga Bremen
    • Leher TS – Landesliga Bremen
  • Kajak, Kanu, Drachenboot, Outrigger Canoe: Kanu-Verein Unterweser
  • Marathon: City Marathon Bremerhaven
  • Rollkunstlaufen:
    • Eis- und Rollsport-Club Bremerhaven e. V.; Silbermedaille WM 2004 (Pflicht) – Constance Hoßfeld
    • Leher Turnerschaft von 1898 e. V.; Deutsche Meisterschaft bei den Show-Gruppen
  • Rudern: Bremerhavener Ruderverein von 1889; Vizeweltmeister im LM 4x-
  • Segeln:
    • WYC Weser Yacht Club Bremerhaven; Europameister Sprinta Sport 2002 – SY DIVA, Admirals-Cup-Gewinner von 1985
    • WVW Wassersportverein Wulsdorf; FUN-Klasse, Vizeweltmeister 1994
  • Schießen: GTV Bremerhaven von 1862; Regionalliga Nord Luftpistole
  • Tanzen: TSG Bremerhaven; erfolgreichster Tanzsportclub der Welt
  • Tennis: Bremerhavener TV 1905; 1. Bundesliga
  • Triathlon: Triathlon; Citytriathlon-Veranstaltung in der Sprint- und Olympiadistanz
  • Inline-Skaterhockey: ERC Bremerhaven Whales; 1. Herren-2.Bundesliga Nord; 2. Herren-Verbandsliga
  • Volleyball:
    • Volleyball Club Fischtown Sharks Bremerhaven e.V.: Herrenmannschaft, Damenmannschaft, Jugend
Die Wesermündung bei Bremerhaven. Die Nordsee beginnt auf der rechten Seite.

Religionen und Kirchen[Bearbeiten]

Bürgermeister-Smidt-Gedächtnis-Kirche mit rechts angrenzendem Gemeindehaus
Herz-Jesu-Kirche in Lehe

Zur frühen Entwicklung der Kirchen siehe bei den Stadtteilen Lehe, Geestemünde, Weddewarden und Wulsdorf.

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Die überwiegend protestantische Bevölkerung der jungen Siedlung Bremerhaven war seit der Gründung zunächst in die nördliche Kirchengemeinde Lehe eingepfarrt. Lehe war eine überwiegend reformierte Siedlung, in der schon ab 1520 die Reformation eingeführt worden war. Während der Schwedenherrschaft war jedoch das lutherische Bekenntnis vorherrschend.

Ab 1846 wurde die evangelische Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche gebaut, an der eine aus lutherischen und reformierten Gemeindegliedern bestehende unierte Gemeinde entstand, die von Anfang an zur Bremischen Evangelischen Kirche gehörte und bis heute die einzige Kirchengemeinde dieser Landeskirche in Bremerhaven ist. Von ihr spaltete sich 1855 eine lutherische Gemeinde ab.

Die später gegründeten Kirchengemeinden, wie die der 1863 erbauten Kreuzkirche sowie die Kirchengemeinden der mit Bremerhaven seit 1939 vereinigten Stadt Wesermünde beziehungsweise deren Vorgängergemeinden Geestemünde und Lehe, gehören – sofern es sich um lutherische Gemeinden handelt – zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers (Kirchenkreise Bremerhaven, Wesermünde-Nord und Wesermünde-Süd innerhalb des Sprengels Stade) beziehungsweise – sofern es sich um reformierte Gemeinden handelt – zur Evangelisch-reformierten Kirche (Synodalverband VIII).

Daneben gibt es in Bremerhaven freikirchliche Gemeinden.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Schon bald nach Gründung der Stadt zogen auch Katholiken nach Bremerhaven, die jedoch zahlenmäßig gegenüber den Protestanten stets in der Minderheit blieben. 1867 wurde die Kirche St. Marien im neugotischen Stil erbaut, die erste katholische Kirche der Stadt. Die zugehörige Gemeinde wurde 1902 eine selbstständige Pfarrei, nachdem sie zuvor als Filialgemeinde zu St. Johann in Bremen (Bistum Osnabrück) gehörte. Später folgten weitere Gemeinden, wie etwa die Herz-Jesu-Kirche in Geestemünde und die Herz-Jesu-Kirche in Lehe 1910/11. Heute gehören die Pfarrgemeinden von Bremerhaven zum Dekanat Bremerhaven des Bistums Hildesheim. Das Dekanat Bremerhaven umfasst darüber hinaus auch Gemeinden des Landkreises Cuxhaven.

Neuapostolische Kirche[Bearbeiten]

In Bremerhaven gibt es drei kirchliche Stadtgemeinden: Bremerhaven Wulsdorf, Geestemünde und Lehe.

Judentum[Bearbeiten]

Im November 2000 wurde in Bremerhaven eine jüdische Gemeinde mit 30 Mitgliedern neu gegründet: Die Jüdische Gemeinschaft Bremerhaven e.V. ist die erste jüdische Gemeinde Bremerhavens nach 1938. Da die frühere Synagoge an der Schulstraße im Stadtteil Geestemünde am 9. November 1938 zerstört worden war[36][37], richtete sie eine neue Synagoge in der Kirche am Kleinen Blink, einer Kirche der amerikanischen Kaserne, ein, die am 27. November 2000 mit der Übergabe von Thora-Rollen eingeweiht wurde.[38]

Islam[Bearbeiten]

Es gibt eine große islamische Bevölkerungsgruppe, die vor allem eingewanderte Türken, daneben auch Libanesen, Palästinenser, Iraner, Pakistaner, Syrer und Nordafrikaner umfasst. Es gibt drei Moscheen, darunter eine der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion in Lehe und eine von Millî Görüş in Geestemünde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Seit 1885 haben Bremerhaven und seine Vorgängergemeinden Lehe, Geestemünde und Wesermünde 20 Personen die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Der Klabautermann
  • Der Riese Rik und die Sandbank „Roter Sand
  • Jedut
  • Die Krone im Wulsberg
  • Der Galgen in Wulsdorf
  • Witteburg – Stinteburg
  • Die Karlsburg
  • Galopp-Eisen und Flug-Eisen
  • Der gebratene Pudel
  • Nieschen-Wetter
  • Der heilige Dionysius
  • Der Kinderteich in Lehe
  • Der Blexer Kirchbau und das Kind von Lehe
  • Der Franzose und die Granat
  • Der Weihnachtsmann im Bütteler Berg
  • Jan Klövensteens nächtliches Abenteuer
  • Das Hexenkreuz auf dem Eckernfeld
  • Das Brillenmoor
  • Tjede Peckes war überall
  • Der Morgenstern (Männer vom Morgenstern)[39]

Literatur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bremer Literatur und Pläne
  • Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Band III Nordwestdeutschland, 1. Teilband Niedersachsen/Bremen – Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1952.
  • Burchard Scheper: Die jüngere Geschichte der Stadt Bremerhaven. Hrsg. vom Magistrat, Bremerhaven 1977.
  • Harry Gabcke u. a.: Bremerhaven in zwei Jahrhunderten. I. Bd.: 1827–1918, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1989; II. Bd.: 1919–1947, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1991; III. Bd.: 1948–1991, Nwd-Verlag, Bremerhaven 1992.
  • Eberhard Michael Iba: Der Klabautermann und andere Sagen und Geschichten in und um Bremerhaven. 3. Auflage. Bremerhaven 2010, ISBN 978-3-9811503-4-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikinews: Bremerhaven – in den Nachrichten
 Commons: Bremerhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bremerhaven – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstand und Bevölkerungsbewegung am 31.12.2012. Statistisches Landesamt Bremen, abgerufen am 29. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. Oft verwendet im offiziellen Internetangebot der Stadt Bremerhaven. (Suchergebnis). bremerhaven.de, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  3. Mehrfach verwendet in Satzungen und Verträgen, aber nicht in Gesetzen und Verordnungen – siehe Gesetzesportal Bremen – Suchergebnis. Abgerufen am 8. Oktober 2010.
  4. Das Wort „Seestadt“ kommt nicht vor in der Verfassung für die Stadt Bremerhaven. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  5. Manfred Schmidt: Exklaven und Enklaven: Und andere territoriale Anomalien. In: GRIN-Verlag, 2008, ISBN 978-3-640-17973-2. S. 63, abgerufen am 23. Juni 2012.
  6. Naturräumliche Landschaftseinheiten. In: Landschaftsprogramm Bremerhaven. umwelt.bremen.de, abgerufen am 8. Oktober 2010 (PDF; 1,7 MB).
  7. § 8 Verfassung Bremerhaven. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  8. Überseehafen-Müllabfuhrvertrag. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  9. Feuerschutzvertrag Bremen. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 25. Oktober 2010.
  10. Extremtemperaturen deutscher Städte: Höchst- und Tiefsttemperaturen, abgerufen am 20. Februar 2011
  11. Statistischer Kurzbericht. Statistisches Amt und Wahlamt, Bremerhaven, August 2010, abgerufen am 18. Oktober 2010 (PDF; 86 kB).
  12. a b http://wahlen.bremerhaven.de/stvv/2011/stvv.html
  13. Verfassung Bremerhaven. Gesetzesportal Bremen, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  14. Stadtverordnetenversammlung – Vorstand. bremerhaven.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  15. Vereinbarung über eine Zusammenarbeit zwischen RRP, Piratenpartei und Die Linke als Fraktion in der 18. Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven 2011–2015 (PDF-Datei; 52 KB)
  16. Linke gehen in Rente. In: nordsee-zeitung.de. Nordsee-Zeitung, 13. November 2012, abgerufen am 28. März 2013.
  17. „Bürger in Wut“ erlangen Fraktionsstatus. In: jungefreiheit.de. Junge Freiheit, 28. März 2013, abgerufen am 28. März 2013.
  18. http://spdnet.sozi.info/bremen/bremhavn/bremhvn/dl/Vorwaerts_S2_%282%29.pdf
  19. Stadtgeschichte – Speckenbütteler Park. bremerhaven-tourism.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  20. Sail Bremerhaven 2010. bremerhaven.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  21. Wolfgang Stelljes: Bremerhaven – Klein-Dubai an der Waterkant. In: Die Welt vom 27. Juni 2009; abgerufen am 13. März 2012.
  22. (ano): Die letzte Kneipe vor New York – hier hat alles eine Geschichte. In: Weser-Kurier vom 13. März 2012, S. 17.
  23. a b Die längste Kaje der Welt liegt in Bremerhaven, abgerufen am 3. September 2011
  24. Unterschiedliche Entwicklung der Umschlagzahlen, Bilanz 2012. In: Schiff & Hafen, Heft 5/2013, S. 16/17, Seehafen-Verlag, Hamburg 2013, ISSN 0938-1643
  25. Internetrepräsentation der WeserWind GmbH Offshore Construction Georgsmarienhütte
  26. http://www.bremenports.de/unternehmen/unsere-kompetenzen/offshore-terminal-bremerhaven
  27. http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Senat-finanziert-Offshore-Terminal-_arid,448282.html
  28. http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur/Bremen/Bremerhaven-Stadt-Nav.html Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit in der Stadtgemeinde Bremerhaven
  29. http://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/BA-Gebietsstruktur/Niedersachsen-Bremen/Bremen-Bremerhaven-Nav.html Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Bremen-Bremerhaven
  30. Zollrechtliche Bestimmungen für Freizonen
  31. Daniel Wehner: Bahnhof für Speckenbüttel? Nordsee-Zeitung, 14. November 2009, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  32. Ursel Kikker: Direktzug nach Hannover. Nordsee-Zeitung, 17. April 2012, abgerufen am 22. April 2012.
  33. O-Busse in Bremerhaven. verkehr-weser-elbe.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
  34. Artikel aus der Nordsee-Zeitung vom 28. August 2013: Der Traum von der Bahn
  35. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft (PDF; 445 kB)
  36. Die Synagoge auf der antifaschistischen Stadtrundfahrt
  37. Die Pogromnacht 1938 in Bremerhaven
  38. Jüdische Gemeinde in Bremerhaven
  39. Männer vom Morgenstern: „Hake Betken siene Duven“ – Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung, ISBN 3-931771-16-4