Bull (Computerhersteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bull Computer)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bull S.A.
Logo
Rechtsform S.A.
ISIN FR0000052607
Gründung 1931
Sitz Les Clayes-sous-Bois FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Philippe Vannier (Chairman & CEO)
Mitarbeiter 8600
Umsatz 1,26 Mrd. Euro
Branche Informationstechnik
Website www.bull.com
Stand: 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

Die Bull S.A. ist ein französischer Computerhersteller mit Sitz in Les Clayes-sous-Bois bei Paris.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

  • Bull wurde 1931 als H.W. Egli Bull in Paris gegründet, um die Patente des norwegischen Erfinders Fredrik Rosing Bull zu vermarkten.
  • 1933 wurde H.W. Egli Bull in Compagnie des Machines Bull (CMB) umbenannt.
  • Zunächst wurden Drucker und Lochkartenstanzer fabriziert, ab 1951 auch Computer.
  • 1960 wurde die deutsche Niederlassung mit dem Namen Bull Deutschland Lochkarten GmbH in Köln gegründet.
  • Von 1964 bis 1970: Zusammenschluss mit General Electric unter dem Namen Bull-General Electric.
  • Von 1970 bis 1975: Zusammenschluss mit Honeywell unter dem Namen Honeywell-Bull.
  • Von 1975 bis 1982: Zusammenschluss mit CII unter dem Namen CII – Honeywell-Bull.
  • In den 1970ern wurde die Programmiersprache Ada 95 (ISO/IEC 8652) von Jean Ichbiah bei Bull Computer entworfen.
  • 1983 übernahm Bull die Firma R2E, den Hersteller des Micral.
  • 1982 wurde das Unternehmen unter dem Namen Groupe Bull verstaatlicht und mit anderen damaligen französischen Computerherstellern verschmolzen, 1994 aber wieder privatisiert.
  • 1989 wurde Zenith Data Systems erworben, jedoch 1997 wieder verkauft.
  • 2000 wurde die Chipkarten-Sparte an Schlumberger (Unternehmen) verkauft, welche diese als Axalto wiederum an GemPlus verkaufte, woraus die Gemalto entstand.
  • Oktober 2008: Übernahme der science + computing ag, eines deutschen Unternehmens mit fundierter Expertise in der Integration von HPC-Lösungen.
  • Mai 2014: Bull wird von Atos, einem französischen IT-Outsourcing-Dienstleister übernommen.

Europäischer und weltweiter Anbieter[Bearbeiten]

Honeywell-Bull-DPS-7-Großrechner
Honeywell-Bull-Festplatte
High End PL6460R Escala PL3250R

Heute ist Bull in über 50 Ländern als europäischer Hauptanbieter offener Informationssysteme vertreten[1] und somit ein wichtiger europäischer Vertreter in der Informationstechnik. Zudem ist die Firma Spezialist im Umfeld der Großrechner, wie beispielsweise der TERA-10[2].

In der am 23. Juni 2009 auf der internationalen Supercomputerkonferenz ISC2009 veröffentlichten Top-500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer ist das Juropa-System – zusammengesetzt aus Bull Novascale und Sun-Blades – unter den Top 10 gelistet.[3]

Produktlinien[Bearbeiten]

Server

  • GCOS Mainframes: DPS 7000 und DPS 9000 für Bulls proprietäres Betriebssystem GCOS (GCOS-7 und GCOS-8) (mit CMOS-ASICs)
  • AIX Server: Escala basierend auf IBMs Power-Prozessor (sind umgelabelte pSeries-Server von IBM). Allerdings wird AIX von einer bis zu 50 Köpfe starken Entwicklergruppe von Bull mit entwickelt. Die Power6-basierten pSeries Entry/Midrange-Systeme stammten ebenfalls von Bull.
  • Intel Server: novascale bullion und NovaScale Universal basierend auf Intel Xeon. Die novascale bullion unterstützt bis zu 160 Intel Xeon Prozessorkerne und bis zu 2 Terabyte RAM und wird in großen Konsolidierungsprojekten mit VMware eingesetzt.

Storage

  • Speicherlösungen: OEM/Reseller von EMC², SUN-StorageTek, NetworkAppliance, Brocade, Symantec, CommVault; daneben spezifische Speicherlösungen unter dem Markennamen Bull StoreWay

HPC

  • Cluster basierend auf NovaScale mit GPGPUs und der Bull Advanced Server for Xeon software suite für HPC oder dem Microsoft® Windows® HPC Server 2008

Partnerschaften[Bearbeiten]

Anteilseigner[Bearbeiten]

Name Anteil
Crescendo Industries 20,00 %
France Télécom 8,07 %
Fonds Stratégique d'investissement 5.05 %
Groupama Asset Management 3.03 %
Pothar Investments SA 3,02 %
KBL Richelieu Gestion 2,49 %
NEC 2,44 %
Tocqueville Finance SA 2,37 %
Sycomore Asset Management 2,13 %
Eigene Anteile 0,33 %
Mitarbeiter 0,71 %
Streubesitz 50,35 %

Stand Oktober 2011[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Website – Über BullAbgerufen am 23. Juli 2009.
  2. French Atomic Energy Authority's Tera 10 supercomputer – developed with Bull NovaScale servers – is confirmed No.1 in Europe by TOP500's latest editionAbgerufen am 23. Juli 2009.
  3. heise online – Top 500 der Supercomputer: Deutschland wieder gut dabeiAbgerufen am 23. Juli 2009.
  4. Pressemitteilung – Bull und TÜV Rheinland kooperieren für umweltfreundlichere RechenzentrenAbgerufen am 23. Juli 2009.
  5. TÜV Rheinland – TÜV Rheinland attestiert den Stadtwerken Düsseldorf ein „Energieeffizientes Rechenzentrum“Abgerufen am 23. Juli 2009.
  6. Bull InvestorsAbgerufen am 17. Oktober 2011.