Burse

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Das lat. bursa stand ursprünglich für Tasche, Beutel, Börse und wandelte seine Bedeutung zur gemeinschaftlichen Kasse. Davon abgeleitet ist der Ausdruck die Burse, einer Gemeinschaft, die aus einer gemeinsamen Kasse lebt. Des Weiteren ist die Burse das gemeinschaftliche Wohnheim von Hochschullehrern und ihren Studenten. Daneben versteht man unter Burse einen Reliquiartyp, nämlich die Bursenreliquiare.

[Bearbeiten] Historie

Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert war die Burse eine Art Internat, in dem die Studenten unter Leitung eines Magisters regens, Priors oder Provisors lebten, der für Kost, Logis mittels gemeinsamer Kasse, aber auch für die allgemeine Aufsicht verantwortlich war. Gleichzeitig vermittelte er auch Elementarkenntnisse in Latein, Mathematik u. a., sofern das nötig war. Auch mit einem abgeschlossenen Studium konnte man in die Bursa aufgenommen werden.

Aus der Bezeichnung für die Bursenbewohner, die bursarii oder Bursen-Knechte, entwickelte sich um 1650 der Ausdruck Bursche für den Studenten. Das gemeinsame Leben in Bursen war im 14. und 15. Jahrhundert die Regel, verfiel dann aber durch den Humanismus und die Reformation, die den Studenten das Recht auf Freizügigkeit brachte, so dass um 1600 kaum noch eine Burse bestand. Die Entstehung des Begriffs Burschenfreiheit ist jetzt anzusetzen in der Bedeutung eines Studenten, der frei, unabhängig von der Burse ist, die sein Leben bisher allein bestimmte. Bursen waren oft landsmannschaftlich ausgerichtet, beispielsweise gab es in Wien eine bursa Silesorum – die Burse der Schlesier. Dieses mag die Bildung der zeitlich anschließenden Landsmannschaften vorgezeichnet haben.

In neuester Zeit wird der Begriff "Burse" wieder häufiger als Bezeichnung für Studentenwohnheime verwendet.

[Bearbeiten] Bauten

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